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Alt 08.12.2004, 08:52   #1
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Kalkulation für große Projekte


Mich würde mal interessieren wie ihr an die Kalkulation für ein großes Projekt dran geht.

Idealerweise bringt der Kunde von sich aus eine bereits recht vernünftig ausgearbeitete Struktur mit, zeigt ein paar andere Websites die ansprechende Layouts haben und in deren Art er sich sein layout vorstellt und drückt einem die CI in die Hand.

Es wäre recht leicht darauf basierend die Kalkulation durchzuführen. Dummerweise kommt der obige Fall aber extrem selten vor. Dementsprechend muss man meist zu kalkulieren anfangen obwohl der Kunde noch keinen Plan hat wie umfrangreich die Site nun genau sein soll. Vermutlich liegt auch (wenn überhaupt) irgendwo eine CI herum, aber die hat er ganz vergessen und zaubert sie erst nach dem Laoyut-Prozess hervor

Wie geht ihr also an die Kalkulation für ein größeres Projekt mit mehreren hundert Seiten heran? Einfach so in den Wind kalkulieren wäre da ne dumme Idee, denn bei der Seitenmenge könnte man sich ganz schön heftig verkalkulieren ...

Ich tendiere dazu, dass ich dem Kunden die Situation erkläre und ihm mitteile dass ich wegen den fehlenden Vorgaben noch nicht seriös kalkulieren kann. Dann schlage ich ihm vor, dass ich zusammen mit dem Kunden einen Plan erarbeite was alles in die Site soll und wie sie ungefähr strukturiert sein soll (damit meine ich nicht die Navigation, sondern die ungefähre Bereichsaufteilung). Je nach Größe der Website kann alleine dieser Punkt schon ne ganze Weile dauern. Ich versuche an dieser Stelle auch herauszufinden was ihm beim Layout vorschwebt und ob es firmeninterne Vorgaben (CI) gibt.
Für diesen gesamten Vorarbeitsposten stelle ich eine Rechnung, denn meine Zeit ist nicht umsonst und für den Prozess kann einiges an Zeit drauf gehen.

Dann erstelle ich dem Kunden auf der Basis der ausgearbeiteten Daten ein Angebot für die Erstellung der Website.

Habt ihr andere Herangehensweisen oder seht ihr bei meiner Schwächen?
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Wenn ein Mann zurückweicht, weicht er zurück. Eine Frau weicht nur zurück, um besser Anlauf nehmen zu können.
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Alt 08.12.2004, 09:29   #2
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Zitat:
Zitat von Nina
Dann schlage ich ihm vor, dass ich zusammen mit dem Kunden einen Plan erarbeite was alles in die Site soll und wie sie ungefähr strukturiert sein soll (damit meine ich nicht die Navigation, sondern die ungefähre Bereichsaufteilung). Je nach Größe der Website kann alleine dieser Punkt schon ne ganze Weile dauern.
Das bietet sich an. Wir halten diesen Plan dann in einem Pflichtenheft fest- darin wird genau gestgehalten wie die Site aufgeteilt sein soll, was sie beinhalten soll, die Funktionalität, Datenübernahme und Rechte, Zahlungsmodalitäten etc. ev. ein paar grobe Rohdesigns. Das Pflichtenheft ist Teil des Auftrages und wird auch honoriert. Und gerade die großen Kunden sehen das auch ein bzw. bestehen tw. sogar auf so ein Dokument.
PeterBrand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2004, 09:36   #3
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Pflichtenhefte finde ich auch gut, aber wenn sie umfangreich und gut gemacht sein sollen, wird das für den Kunden recht schnell teuer. Da gibt es dann auch große Kunden die schnell anfangen zu zicken und der Meinung sind, dass das doch nicht notwendig ist.

Ich tendiere dazu, den Kunden auf jeden Fall ein Pflichtenheft zu erstellen (auch der Vertrag den ich nutze ist so aufgebaut dass er von einem Pflichtenheft ausgeht), aber je nachdem wie der Kunde reagiert wird es unterschiedlich stark ausgearbeitet. Allerdings achte ich schon immer darauf dass mindestens alle grundlegenden Infos enthalten sind, da das auch für mich ein Schutz ist falls der Kunde mal nachträglich Ärger machen sollte.
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Nina ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 08.12.2004, 09:55   #4
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Ja, gerade bei größeren Sachen ist eine Unterschrift auf einem Pflichtenheft oder ähnlichem Dokumen zur Absicherung sehr nützlich.

Wir haben vor ein paar Jahren 2x hintereinander den Jahresbericht eines Konzerns + Firmeninfos etc. auf Visitenkarten-CD-ROM gebracht. Im ersten Jahr war die Zusammenarbeit schon recht konfus, aber im zweiten Jahr:

Zuerst klappte alles bestens: wir hatten eine Ansprechpartnerin und ihre Abteilung und mit denen wurde alles fixiert. Unsere Arbeit wurde bestätigt (aber nur per e-mail und nicht mittels Unterschrift). Die halbe CD war schon gestaltet, als das Telefon läutete, und sich eine Dame aus der Werbeabteilung vorstellte. Sie erklärte mir, dass die CD auf keinen Fall so aussehen könnte, sie hätte ganz andere Ideen. Also zurück ans Zeichenbrett! Es gab dann nur noch ein Hin und Her zwischen der einen und anderen Abteilung und mit Ach und Krach und viel Kopfweh wurde das Projekt gerade noch termingerecht fertiggestellt.

Das war mir eine Lehre gerade bei größeren Firmen bzw. solche, die schon eine Konzernstruktur aufweisen, nur noch nach einer bindenden Unterschrift am Projekt weiterarbeiten.

Anekdote am Rande:
Der Hauptauftragnehmer des Projektes war eigentlich der Hersteller der Visitenkarten-CDs, der die Programmierung auslagerte. Zum Schluss hat wohl auch er an uns gezweifelt und im Folgejahr den Auftrag an jemand anderen vergeben. Letztendlich hat er dann jedoch erst wieder bei uns angerufen und um Hilfe gebeten, um das Projekt fertigzustellen weil ein noch größeres Chaos herrschte,a ls in den Jahren zuvor. Das war dann doch Balsam auf meine Seele...
PeterBrand ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 11.12.2004, 15:56   #5
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bobelle macht alles soweit korrekt
wir machen praktisch von anfang an nichts ohne pflichtenheft. gleich bem ersten auftrag gab es probleme, da der kunde immer wieder neue sachen haben, oder bestehende ändern wollte und es gab nur zoff. daraus haben wir gelernt und machen seit dem immer einen vertrag mit einem (mehr oder weniger) ausführlichen pflichtenheft. ist auf jeden fall zu empfehlen. außerdem ist im vertrag immer eine kontaktperson und deren vertreter angegeben. nur wünsche, die von der kontaktperson, oder im vertretungsfalls deren vertreter, geäußert werden, setzen wir auch um. so sichern wir uns gegen etwaige weisungen von oben(zb. chef), die die verantwortliche kontaktperson gar nicht haben will.

an peter: gute idee mit dem kunden des monats
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