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Alt 09.05.2008, 00:27   #1
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Kuehni macht alles soweit korrekt

mehrere Franchise


Hi

ich möchte, sobald ich meine Ausbildung fertig habe, etwas eigenes mit Franchise aufbauen. Erst möchte ich einen Laden eröffnen, wenn dieser dann läuft, einen zweiten und vll. sogar noch einen dritten... Ob die Läden von ein und dem selben Franchise-geber sind, kann ich mir jetzt noch nicht vorstellen. Evtl. möchte ich dann schon verschiedenes. Aber erst mal sehn, was die Zukunft bring. Meine eigentlichen Fragen:

1. Eine GmbH ist in Deutschland sehr hoch angsetzt, daher würde ich das Franchise-Projekt gerne mit einer Ltd. errichten. Hat dies bezüglich jemand Tips und Erfahrungen???

2. Wenn ich eine GmbH gründe kann ich dann über die 25.000 Kapital frei verfügung und davon Einrichtungen, etc. kaufen oder müssen die stets vorhanden sein??

3. Wenn ich eine GmbH mit 2-3 Teilhabern gründe, das heißt das:

Wenn ich 50% will muss ich 12.500 Kapital einbringen
Die anderen 3 dann zusammen 12.500 oder?

4. Der Gewinn wird dann praktisch auch auf diesen Prozentsatz aufgeteilt oder?

5. Was ist wenn ein Teilhaber aussteigen will, zahlt man ihm dann seinen Prozensatz aus und erhält der "käufer" diese Prozente dazu oder ist das ganze nicht so einfach?

6. Ein stiller Teilhaber wird nur an der Investition und der Gewinnaufteilung beteiligt, sprich, er arbeitet nicht selbst mit und wird nirgends namentlich erwähnt oder?

Vll. erhalte ich ja ein paar Antworten von euch, würd mich auf alle Fälle sehr freuen... Vielen Dank im voraus.
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Alt 09.05.2008, 02:19   #2
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Zitat:
Eine GmbH ist in Deutschland sehr hoch angsetzt, daher würde ich das Franchise-Projekt gerne mit einer Ltd. errichten. Hat dies bezüglich jemand Tips und Erfahrungen???
Zu Deinen anderen Fragen kann ich leider nicht viel sagen (bin mir da auch nicht ganz sicher deshalb lass ich es lieber), aber was Ltd angeht kommt es natürlich auf die Branche an. Ich als Selbständiger arbeite zB. ungerne mit Ltd´s zusammen weil da meist immer ein gewisses Risiko dahinter steckt (auch wenn es mittlerweile in einigen Branchen gang und gebe ist).

Wenn Deine Kunden allerdings Endkunden sind sollte das denen egal sein, allerdings wirst Du es als Ltd meist schwerer haben geschäftliche Beziehungen aufzubauen.

Zitat:
Ein stiller Teilhaber wird nur an der Investition und der Gewinnaufteilung beteiligt, sprich, er arbeitet nicht selbst mit und wird nirgends namentlich erwähnt oder?
Ich kenn es so, dass stille Teilhaber zB. im Impressum erwähnt werden. Ob man dass aber MUSS, weiß ich nicht.

Zitat:
einen zweiten und vll. sogar noch einen dritten.
Du hast Dir hohe Ziele gesetzt (ist auch gut so), aber man sollt eimmer alles Schritt für Schritt machen & realistisch bleiben, sonst kann man sich schnell verkalkulieren

Hatte mich damals auch in Sachen Franchising informiert, da musst bei den meisten einen gewissen Beitrag mitbringen (beim Solarium waren´s zB. 7500 Euro glaube ich) das hast Du schon mitbedacht, oder? Meist bzw. fast immer musst auch einen Teil vom Gewinn abgeben, also sind das am Ende keine 100% die aufgeteilt werden

Geändert von rami8585 (09.05.2008 um 02:25 Uhr).
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Alt 09.05.2008, 18:02   #3
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ISt auch die Frage, ob der Franchise-Geber eine Ltd als Franchise-Nehmer überhaupt akzeptiert.
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Alt 17.05.2008, 16:08   #4
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Zu 1:

Es ist totaler Unsinn zu behaupten das eine LTD etwas "unseriöses" darstellt. Während in England seit Jahren die Löhne steigen und Pleiten sinken, ist es in Deutschland genau andersherum. Das sollte zu denken geben. Ein Argument der GmbH Befürworter ist immer wieder die Höhe des Stammkapitals. Wenn aber die Diskussion über die Gesetzesänderung hin zu einer GmbH Gründung ab 10.000 Euro auf der Tagesordnung steht, findet das in den meisten Foren durchweg Zustimmung. Billig-GmbH ist gewünscht! Tatsächlich hat die LTD aber keinerlei Vorteile, sie ist nur schneller eingetragen und zunächst günstiger. Du entziehst Dich durch Gründung weder dem deutschen Gesetz oder der Gesetzgebung der EU, noch bist Du befreit von einer Buchführungsplficht etc. Eine LTD findet auch bei Banken und vielen Steuerberatern wenig Zuspruch. Zum Großteil liegt das allerdings am Unvermögen der Bänker oder Steuerberater selbst. Ein wenig scheint sich in Deutschland das Bild geändert zu haben, vor wenigen Jahren war es noch so, vielleicht ist dem auch noch so, das manche Banken eine LTD Kontoeröffnung verweigerten.

Zu 2:
Der Geschäftsführer einer GmbH muss über ausreichend käufmännische Kenntnisse verfügen. Ist dem nicht so, könnte es bei einer Insolvenz zu Problemen kommen. Die Dame mit dem Blubb kann davon vielleicht bereits ein Lied singen. Dabei steht nicht mal im Vordergrund ob man ggfs. die Insolvenz tatsächlich verschleppt hat, sondern welchen Eindruck man insgesamt bei Gericht hinterläßt. Es ist Sitte in Deutschland das Gesellschafter einer GmbH das Stammkapital einzahlen, dann aber auch gleich frei verwenden. Schon aus steuerlichen Gründen nicht unbedingt ein geschickter Zug. Selbst in vielen Schwellen- und Entwicklungsländern ist genau dieser Punkt übrigens untersagt. Ein Grund dafür, warum diverse Kreditversicherer sich sogar in Asien oder Afrika deutlich wohler als in Deutschland fühlen. Aber das ist ein anderes Thema. Letztendlich haftet der Geschäftsführer für das Stammkapital. Er muss es auch eintreiben und bei der Gerichtskasse mittels Beleg wie vor 100 Jahren nachweisen. Sind also im Pleitefall die 50.000 Euro nicht vorhanden, liegt das Problem beim Geschäftsführer. Ich komme dabei wieder zurück auf die Zeilen weiter oben Ist dann das Stammkapital zum Biespiel nach 2 Jahren immer noch nicht voll eingezahlt, spricht das auch nicht für den GF. Oft kommen dann noch ein paar Dinge zusammen, die sich sogar in strafrechtliche Konsequenzen gegen den GF wandeln. Ich will nicht schwarz malen, aber es kommt häufig vor.

Zu 3:
Die schlechteste Gesellschaftsform ist die, bei der sich der befreundete Steuerberater oder Bänker als Gesellschafter einer Firma anbietet. Die Differenzen sind vorprogrammiert. Gut, ich gehe davon aus das ihr alle tolle Freunde seit. Naiv, aber in dem Fall zahlt jeder den Teil den er bekommt. Dies regelt sich in Form des Gesellschaftervertrages. Selbiger ist soweit ich mich erinnere in Deutschland notarpflichtig und wenn ja, Gott sei Dank.

Zu 4:
Gewinnregelungen sollten vertraglich vereinbart werden. Aber eine einfache Frage. Warum sollte jemand der nur 12.500 Euro zahlt und stiller Gesellschafter ist, Du beschreibst das in einem anderen Punkt, später einen so erheblichen Anteil am Erfolg haben. Bringt er besondere Kontakte ein dir soviel Wert sind? Wie kann dieser stille Gesellschafter helfen? Mache dir darüber Gedanken. Rede ggfs. mit Deiner Bank darüber. Viele Köche verderben den Brei. Wenn diestille Gesellschaft nur die Geldeinlage zu Zweck hat, dann dürfte bei guter Geschäftsidee das Geld auch von Dritter Stelle fliessen können. Übrigens, auch Familienstreitigkeiten kommen vor. Ist sicher nicht neu, allerdings hört beim Thema Geld der Spaß oft auf, kommt es manchmal nicht nach einer Nacht zur Versönung. Viele Gesellschafter sehe ich kritisch.
50 Prozent Stammkaptal stellen keine Mehrheit in einer GmbH dar!!!!!!!!!!!!!!!

Zu 5:
Ach das wird vertraglich vorher geregelt. Es gibt Dinge die berücksichtigt werden müssen. Sprich mit einem Anwalt/Notar darüber.

Zu 6:
Der stille Gesellschafter wird natürlich im Gesellschaftervertrag aufgeführt ud taucht meist auch schnell in Kreditauskunftsdateien auf. Das Boot Firma hat immer ein Leck!

Ich hoffe es hilft. Spreche mit einem Anwalt darüber. Lass dich ruhig auch bei enem Firmenberater in Deiner Bank ein wenig informieren. Besuche ggfs. Netzwerke, Unternehmerverbindungen, Business Clubs in Deiner Stadt oder Umgebung, notfalls auch entfernter.
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Alt 17.05.2008, 16:32   #5
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Zitat:
Es ist totaler Unsinn zu behaupten das eine LTD etwas "unseriöses" darstellt.
hat nie jemand behauptet, dass es unseriös ist. ich persönlich sichere mich aber bei ltd einfach besser bzw. mehr ab. klar ist es in manchen branchen gang und gebe eine ltd zu gründen. aber es gibt gerade hier auch sehr viele schwarze schafe.

ist meine meinung - bin aber tolerant gegenüber deiner meinung
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Alt 17.05.2008, 16:41   #6
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Sicher eine Formulierungsfrage. Aber sorry, es kann an meinem deutsch liegen. Ich akzeptiere voll wenn Sie schreiben das Sie mit LTDs lieber nicht zusammenarbeiten und ein Risiko sehen. Ist schliesslich ihre Entscheidung an der es nichts zu rütteln gibt. Ich verstehe aber nicht wo der Unterschied zwischen "befürchteter Unseriösität" und Ihrer Risikoentscheidung liegt. Unterm Strick ist das Ergebnis das Gleiche. Woher kommt die Abneigung gegen eine LTD?
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Alt 17.05.2008, 17:10   #7
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Das mag vielleicht auch daran liegen, das eine Ltd in Deutschland von diversen Agenturen genau mit dem Argument "keine Haftung und kein Stammkapital notwendig" beworben wird. Letztendlich kann man nicht alle über einen Kamm scheren, aber eine Tatsache ist nun mal, dass Ltds in Deutland von vielen Gründungsagenturen gerade mit dem Argument der niedrigen Haftung beworben werden. Und daher kommt dann auf der anderen Seite halt auch die Skepsis Ltds gegenüber.
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Alt 17.05.2008, 17:17   #8
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nebenbei wird nahezu jede Briefkastenfirma in Form der Ltd geführt.
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Alt 17.05.2008, 18:20   #9
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Zitat:
nebenbei wird nahezu jede Briefkastenfirma in Form der Ltd geführt.
genau das ist der springende punkt. als selbständiger brauche ich eine gewisse absicherung, ob beim kunden oder geschäftspartner. die habe ich meist bei einer ltd nicht. ich lehne LTDs nicht grundsätzlich ab, habe auch einige kunden die eine LTD führen, allerdings sichere ich mich da anfangs richtig ab zb. komplette vorkasse o.ä.

man sollte nicht alles unter einen kamm scheren - klar. aber bei manchen dingen ist eben das risiko größer (keine vorurteile, sondern aus bisherigen erfahrungen)

bei schnee & regen muss man keinen Unfall mit dem Auto bauen - aber das Risiko ist eben größer - verstehen ?
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Alt 17.05.2008, 18:47   #10
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@ alle

Ich möchte vermeiden das der Eindruck entsteht, ich hätte grundsätzlich mit dem deutschen Denkweisen ein Problem. Ganz und gar nicht. Aber einige Darstellungen sind schlichtweg falsch und wie ThomasMo es schon beschrieb, einige Agentirdarstellungen sowieso. Die Presse ist allerdings nicht viel besser. Mir reicht es nicht aus wenn man schreibt, das man nicht alle LTDs über einen Kamm scherren kann. Es sind die wenigsten LTDs in England die zweifelhaft arbeiten. Vermutlich nicht mehr als dt. GmbHs im Vergleich Aber eine Vielzahl derer, die von Deutschen gegründet wurden, sozusagen unter falschem Eindruck, unter dem Eindruck "billig" davongekommen zu sein oder gar dem Rechtssystem zu entkommen, sind kritisch. Billig ist an der LTD eigentlich gar nichts. Viele Spüren das erst wenn zwei Jahre ins Land gezogen sind und der engl. Insolvenzverwalter ein Briefchen ans dt. Gericht gesendet hat.

@ ThomasMo

Das stimmt. Ein paradoxes Bild gibt die deutsche GmbH ab, die für eine LTD und das niedrige Stammkapital im Ausland wirbt Noch spannender sind die Angebote diverser "Steuerberater", die vielseitige Versprechungen machen und natürlich auch in England kein Problem mit der dt. Sprache haben


@ Sven

Kannst Du die Aussage belegen? Ich halte dagegen. Viel mehr unersiöse Unternehmen, auch in Form einer GmbH, sind im Ausland tätig, eröffnen sogenannte Rep. Offices, besetzen die auf dem Papier, handeln ohne handeln zu dürfen und zahlen dafür keine Steuern. Du würdest dich wundern wie viele GmbHs sich in Asien herumtreiben, die teilweise schwache Kontrolle durch die Behörden gnadenlos ausnutzen. Weit weg von Deutschland fällt das natürlich nicht auf. LTDs aus England sind da viel näher. Den Beweis trete ich gerne an wenn Du mir Deine Aussage belegst.


Der Irrtum ist allerdings von der Presse geschürrt, Ein Beispiel von der Internetseite die sich Finanztxxx nennt ( musste xxx sonst sind sie noch beleidigt ) http://www.finanxxxx.de/recht/wirtsc...he-limited.htm Dort heisst es zum Beispiel:

Für Gründer hat die englische Limited den Vorteil, daß sie mit sehr wenig Eigenkapital auskommen und auch sonst die englische Limited geringe Verwaltungskosten verursacht.

Eine einseitige Darstellung. In England eine LTD mit weniger Stammkapital als 100.000 Pfund zu gründen gilt unter den Engländers als verpönt. Aber hier wird natürlich nur die "kleine LTD" dargestellt, die von Deutschen gegründet wird. Oder wie kommt man sonst auf eine solche Aussage? Da schiesst sich der Deutsche also selber ins Bein? Schon entsteht der Eindruck, in England entstehen nur billige LTDs. Weiter soll sich die LTD durch geringe Verwaltungskosten auszeichnen? Ist dem so? Eigentlich zeigt der Bericht weiter oben das sich die Kosten ähneln. Bilanzpflicht, dazu wohmöglich noch Übersetzungskosten etc. Wird die LTD zudem in Deutschland betrieben, geht es richtig zur Sache. Gehen die Beitragsverfasser schon vorab davon aus, daß die LTD erst gar nicht weitergeführt, sozusagen nur eingetragen und dann nicht ordentlich durch den Company Director bedient wird? Das wirkt dann unseriös, das ist richtig, aber nicht fair.

Dann folgt die Steigerung. Es wird berichtet:

Als großen Nachteil sehen wir die Anwendbarkeit des englischen Rechtes und die Zuständigkeit englischer Gerichte. Dies kann nicht nur ein ganz erheblicher Kostenfaktor werden, sondern die Anwendbarkeit ausländischen Rechtes führt immer zu Unwägbarkeiten, die nur bei genauer Kenntnis des ausländischen Rechtes ausgeschlossen werden können.

Nun sollte man erst einmal berücksichtigen das ein Gründer, egal in welchem Land, die gesetzlichen Gegebenheiten kennen sollte. Wenn nicht, dann liegt das Problem bereits auf dem Teller. Da spielt es keine Rolle ob er nun eine GmbH oder eine LTD gegründet hat. Um zu verhindern das es dazu kommt, bzw. die natürliche Gegebenheit und Tatsache, das fremde Gesetze nunmal fremd sind, auszugleichen, dürften Beratungskosten und die Pflege der LTD bzw. deren Kontrolle teurer sein als bei einer vergleichbaren GmbH. Von geringeren Verwaltungskosten darf erst recht nicht die Rede sein, wenn zudem die LTD auch in Deutschland betrieben wird. Den Finanztip halte ich für mehr als fraglich, lasse mich aber gerne vom Gegenteil überzeugen. Vielleicht führt es dazu das ich meine LTDs schliesse. Keine Sorge, ich halte es wie die Engländer und lasse mir nicht sagen eine Billig LTD gegründet zu haben

Kurzum: Eine ordentliche LTD kostet dem Gründer unter Berücksichtigung der Rechtsberatung, Übersetzungen etc. je nach Anwalt natürlich mind. 10.000 bis 15.000 Euro. Für deutlich weniger wird sie angeboten, aber vielleicht fällt mal auf von wem....ich meiner welcher Nationalität? Selbst hinter vielen engl. Anbietern verstecken sich oft dt. Gesellschafter. So sieht es leider nunmal aus. Wer mit seiner engl. LTD in England tätig sein will, der sollte nicht unter 50.000 Pfund einzahlen. Warum? Steht oben beschrieben!

Ja ist ja gut Viele Leser sind vermutlich schon auf eine LTD in Ebxx oder sonstwo hereingefallen. War sie von Deutschen gegründet? Bei ernsthaften Geschäften verschafft man sich ein Bild über den Vertragspartner und lässt die Kontrolle, ob dieser ggfs. virtuell handelt, doch in keinem Fall aus. Ich denke da kommen viele Punkte zusammen. Einer davon ist diese Vorkasse-Seuche. Wieder ein anderes Thema, sorry! Und zum Schluss. Natürlich gründen auch Österreicher, Niederländer oder Franzosen "billig" LTDs. Aber die sind hier nicht so sehr Thema, daher konzentriere ich ich auf Deutschland.
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Alt 17.05.2008, 19:21   #11
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Zitat:
Kannst Du die Aussage belegen? Ich halte dagegen.
belegen kann ich dies nicht, da macht mir der § 30 AO (Steuergeheimnis) einen Strich durch die Rechnung.
Ansonsten könnte ich es aber, da ich in der letzten Zeit viel mit den Finanzamt Hannover-Nord zu tun hatte, welches in Deutschland für die Körperschaftsteuer-Veranlagung von Ltd zuständig ist.
Außerdem sind viele Ltd Geschäftsführer in ZAUBER (Zentrale Datenbank zur Speicherung und Auswertung von Umsatzsteuer-Betrugsfällen und Entwicklung von Risikoprofilen) registriert, was nicht unbedingt für diese Gesellschaftsform spricht. Diese Datenbank wird bei Gewerbeeröffnung abgefragt um gleich erhöhte Aufmerksamkeit auf diese Betriebe zu gewähren.

Zitat:
Eine einseitige Darstellung. In England eine LTD mit weniger Stammkapital als 100.000 Pfund zu gründen gilt unter den Engländers als verpönt.
Daher kann man die Ltd in England auch nicht mit der Ltd mit Geschäftsführung in Deutschland vergleichen. Da stecken ganz andere Denkmuster hinter. In Deutschland wird sie vielfach von Leuten genutzt, die bereits eine Firma gegen die Wand gefahren haben.
Eine Ltd erzeugt selbst sehr hohe Kosten gerade wegen der Übersetzung und Rechnungslegung in England. Dies wird von den werbenden Ltd-Unternehmen jedoch viel zu oft unter den Tisch gekehrt. In England selbst wird von den Gründungsberatern anders informiert.

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Alt 17.05.2008, 20:09   #12
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Gut, das verstehe ich. Aber genau das ist der Punkt. Deutsche fahren diese LTDs an die Wand, die böse englische Rechtssprechung oder gar die faulen EU Gesetze sind Schuld. So denkt der Durchschnitts-Deutche, oder nicht? Nein?

Du sprichst ein wenig versteckt die Probleme in Deutschland an. Die sind tatsächlich deutsch und bleiben es auch so lange, bis der Deutsche lernt vor der eigenen Haustüre zu kehren. In Zeiten, in denen aber die Armut in Deutschland steigt, dürfte die Welle der geilen Geizhälse und Preisdrücker bzw. Steuerhinterzieher noch lange nicht abgeklungen sein. Deutschland hat im letzten Jahr bei den Löhnen im Vergleich nicht einmal zugelegt und steht damit im EU Vergleich hinten an. Zwar verdient man in Rumänien weniger, aber die Menschen sind nunmal so gestrickt das sie zufriedener sind wenn sie mhr bekommen, und unzufriedener, wenn es weniger wird. Und genau diese Unzufriedenheit ist ein Glied in der langen Kette von Problemen, die mir aus den drei Ländern, in denen ich mich bewege, nicht kenne. Wenn man mir es übel nimmt. Kleinstunternehmer wollen hier viele werden um Steuern zu sparen, manche drücken es ja auch aus. Was bitte ist das für ein Ansatz? Selbständig wird man um Geld zu verdienen. Die günstigste Form zu finden ist legitim, aber nur günstig funktioniert selten. Denke fast das wir uns da einig sind.

Aber wir sind weit weg vom Thema.

@ Kuehni

Du schreibst von "mehreren Franchise" Unternehmen? Bedeutet das, Du willst mehrere Franchise-Konzepte unter einem Dach bündeln. Das könnte Probleme verursachen. Sind die einzelnen Franchiseunternehmen damit einverstanden, oder stellen Sie sogar die einzelnen Gesellschafter dar?
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Alt 17.05.2008, 20:21   #13
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Zitat:
So denkt der Durchschnitts-Deutche, oder nicht? Nein?
glaube ich weniger. Der denkt da nicht an EU-Recht. Der denkt nur an den Unternehmer, der sich bewusst für die Ltd entschieden hat gerade wegen die versprochenen Haftungsbegrenzung. Wobei die Kapitalgesellschaft ja mit dem Unternehmensvermögen haftet und nicht mit der Stammeinlage, aber selbst das wird ignoriert.

Zitat:
Was bitte ist das für ein Ansatz? Selbständig wird man um Geld zu verdienen.
in diesem Forum dürfte der Großteil die Selbstständigkeit als Nebenerwerb betreiben neben seiner Arbeitnehmerbeschäftigung. Ansonsten bringt die Kleinunternehmerregelung in meinen Augen auch keine Vorteile, zumal 17.500 EUR Umsatz schnell erreicht ist.

Gruß
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Alt 17.05.2008, 20:44   #14
wys
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wys bringt sich richtig einwys bringt sich richtig ein
Zitat:
Zitat von dragston Beitrag anzeigen
Aber wir sind weit weg vom Thema.
Nein, WIR sind am Thema, Du hingegen tendierst zu "weit weg". Nun, ich tendiere jetzt mal zu was Positivem: Du hast viel zu erzählen und vermutlich einiges an Lebenserfahrung (ich will das jetzt einfach mal so betrachten).
Bringe dies doch adäquat ein, soll heissen: So, dass es glaubwürdig rüber kommt. Ich habe mich dafür entschieden, bis auf weiteres einfach auf Deiner Seite zu sein (kann sich aber rasch ändern, ich schaue (lese) und höre zu).

lg
wys
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Ich sag mal: OMmmmm ....
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Alt 18.05.2008, 08:23   #15
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dragston ist auf einem guten Weg
Ich bin nicht hier um Sympathiepunkte zu sammeln. Ich bin auch nicht hier um den Bessserwisser zu geben. Ich äußere lediglich meine Erfahrungen und eine Portion Wissen. Ob dies nun bei den Lesern glaubwürdig erscheint oder nicht, liegt sowieso nicht in meiner Hand. Denn die Menschen sind bekanntlich sehr unterschiedlich gestrickt. Manche wollen nicht verstehen, manche können nicht verstehen. Jeder natürlich wie er will oder kann. Aber ich sehe nicht ein warum diejenigen, die immer wiederkehrende Fragen stellen, die Suchfunktion nicht nutzen und grenzenlose Hilfestellung wohl für selbstverständlich halten, das Zepter in der Hand halten. Solche Leute durchziehen dutzende Foren wie eine Seuche.

Ich setzte mich nicht beim nächsten Flug auf den Pilotensitz und bilde mir nicht ein den Airbus bewegen zu können, nur weil ich Vielflieger bin, viel über Flugzeuge weiß oder aber vor Jahren den Airbus Simulator auf meinem PC installiert hatte. Machst Du es, wys? Ich denke nicht! Wer der einfachsten Mathematik, BWL etc. nicht mächtig ist, sollte sich qualifiziert weiterbilden oder es sein lassen. Krümelweise Fragen in Foren zu hinterlassen, die beretis beantwortet wurden oder Grundwissen darstellen, ersetzt weder die qualifizierte Schulung, noch darf sich der Gründungswillige darauf verlassen oder gar ausruhen. Es bremst nur aus. Die Grundlegenden Dinge sind doch nun wirklich erklärt, alle weiteren Fragen gehören in Richtung Anwalt, Notar, Steuerberater oder FA, Krankenkasse und manchmal auch in Richtung Arzt

Ich lasse mich nicht von meiner Couch (passt zum Arzt), an die ich im Moment noch gesundheitlich gebunden bin, und nicht aus dem Forum verjagen. Ein bisschen mehr Qualität von Seiten der Nachfrager würde ich erwarten.

Und bitte komme mir doch keiner mit dem Spruch: Kleinstunternehmen haben auch Fragen! Stimmt schon, aber meist Fragen die schon beantwortet wurden oder deren Antworten schlichtweg aus mangelnder Kompetenz nicht einmal verstanden werden und zu erneuter Fragestellung führen.

Gott bin ich Intollerant
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