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22.02.2004, 14:12
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#1
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TP-Specialist
Registriert seit: Apr 2001
Ort: Cologne / Germany
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Stunden/Tagessätze für selbständige Wdes
Folgendes habe ich bei A 20 von tempa gefunden,
Sie wollen sich als Webdesigner selbständig machen ?
"Was wollen Sie verlangen? 25 Euro die Stunde? Ernsthaft, oder wie?"
" Was verlangen Sie? 60 Euro/Stunde? So teuer."
Neu im Geschäft. Was? Fangen wir also einmal an zu rechnen:
Beträge in TEUR (= Tausend Euro) auf ein Jahr umgelegt:
ca. 3,0 Raumkosten (Bürogemeinschaft Stadrand)
ca. 1,2 Nebenkotsen
ca. 0,6 Reinigung
ca. 0,6 Betriebl. Versicherung
ca. 0,1 Berufsgenossenschaft
ca. 0,2 Berufsverbände
ca. 0,3 KFZ-Steuern
ca. 1,0 KFZ-Versicherung
ca. 0,9 lfd. KFZ-Kosten
ca. 0,5 KFZ-Reparaturen
ca. 1,3 Werbung
ca. 0,3 Incentives
ca. 0,3 Bewirtung
ca. 0,2 Reisekosten
ca. 0,3 Rep. Büroausstattung
ca. 0,3 Porto
ca. 0,9 Telekommunikation
ca. 0,3 Bürobedarf
ca. 0,3 Fachmagazine/~bücher
ca. 0,5 Weiterbildung
ca. 0,3 Rechtsberatung *
ca. 0,9 Buchführung
ca. 0,6 Abschluß u. Prüfungskosten
ca. 0,2 Entsorgung
ca. 0,2 Nebenkosten Geldverkehr
ca. 0,7 sonstige Betriebliche Aufwendungen
ca. 9,0 Abschreibungen
ca. 0,6 Zinsen
========================================================
ca. 25,3 Tausend Euro pro Jahr
(wenn ich mich nicht vertippt habe.)
* >50 TEUR Streitwert ohne Streit schon drüber, RA-Betrag verbraucht. Sorry, streiten können wir damit nicht, wir wissen aber wie es ginge, wenn wir könnten.
Das alles sind reine Betriebskosten!!!! Noch hat man keinen Euro verdient !
Jetzt mal zum Verdienst von irgendwas muss man ja auch leben.
Ein mittlerer Angestellter hat ca. 2,5 TEUR/Monat ... schlechter sollte man sich nach Möglichkeit nicht bewerten. ... Was man tatsächlich verdient, steht dann wieder auf einem anderen Blatt.
Macht noch einmal: 30 TEUR/Jahr
Wieviel Zeit bleibt für diese 55.300,00 € pro Jahr?
365 Jahrestage
116 Wochenenden/Feiertage
005 Krankheitstage (Selbständige sind tierisch Gesund! )
005 Fortbildungstage (... und tierisch klug)
020 Urlaubstage (na wenigstens das hat Normalität)
¯¯¯
219 mögliche abrechnungsfähige Arbeitstage
033 Tage betriebliche Organisation (Wat mut dat mut)
033 Tage Akquise (Wo sollen die Kunden herkommen?)
022 Fort-/Weiterbildung on the Job (Muss schon sein.)
¯¯¯
131 abrechenbare Jahresarbeitstage, die alle erst einmal verkauft sein wollen ... und selbst bei Überschneidungen zwischen Lebenshaltungskosten und betrieblichen Aufwendungen beim Homeoffice und einer gut funktionierenden Empfehlungsschiene ...
in dieser Kalkulation ist kaum etwas für Rücklagen vorgesehen.
... das Werbebudget mit 1.300 Euro reicht gerade einmal für zwei Anzeigen oder ... für das ganze Jahr? — ein echter Witz! Also Werbung vergessen wir auch ganz schnell oder wir setzen den Betrag nach oben, den wir jährlich einnehmen müssen, wollen wir ein Unternehmen führen.
Die Aufstellung stammt aus dem Jahr 2000 aus der 2. Auflage ... es dürfen also Inflation 3% pro Jahr hinzugerechnet werden und die aktuelle Situation tut sein übriges.
Ich empfehle jedem einmal nachzurechnen, was einen das Leben so kostet und was man noch erreichen will, bzw. wie man im Alter leben möchte.
dan
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22.02.2004, 18:11
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#2
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TP-Senior
Registriert seit: Feb 2002
Ort: Backnang bei Stuttgart
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Die Quelle, der ich die Aufstellung entnahme
Also das Buch muss man hier schon erwähnen auch wenn man den Link nicht mitübernimmt.
Die Aufstellung stammt aus dem Buch Designers Manual S. 171ff.
Hrg. v. Wolfgang Maaßen im Pyramide Verlag ISBN 3-934482-01-5
Übrigens bei einem 10 Stunden Tag kommt 72,44 Euro heraus ... nur mal so noch als Ergänzung. Und dann weiß man auch warum die Waschmaschine reparieren nicht unter 70-80 Euro zu machen ist.
Geändert von tempa (22.02.2004 um 20:46 Uhr).
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22.02.2004, 18:48
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#3
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TP-Specialist
Registriert seit: Apr 2001
Ort: Cologne / Germany
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Ich hätte geschworen das der
Amzon-link mit drinn ist
Wollte übrigends auch noch anmerken, dass jeder in obige Tabelle seine individuellen Werte eintragen sollte. Am Start mag das alles noch weniger sein aber später ab dem 2ten Jahr sind obige Werte doch ziemlich realistisch.
dan
Geändert von Dannys (22.02.2004 um 19:00 Uhr).
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23.02.2004, 05:45
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#4
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TP-Junior
Registriert seit: Feb 2004
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Guten Tag!
Seit langem passiver Leser, nun aktiver Schreiber...
Nicht nur die Werbung ist eher ering angesetzt, ich finde auch:
- 0,3 Incentives: Wer macht guten Kunden nicht mal was für lau oder gibt gute Pauschalpreise?
- 0,3 Fachmagazine/~bücher: Na ja, das hat man ja fast für die Abo's verbraten, kann man noch 0,4 - 0,6 rechnen für Fachbücher
- 0,9 Telekomunikation ist auch ein bisschen wenig, Internet/Handy/Festnetz mit Grundgebühr
Ich denke aber, dass viele, gerade die "Einsteiger" einen Firmenwagen haben. Somit fallen die Abschreibungen wesentlich geringer aus, aber dieses Geld geht für die anderen Punkte drauf. Die laufenden KFZ Kosten/Versicherung... gehen aber für Fahrten mit dem privaten PKW drauf.
Je nachdem, was man genau macht und wieviel man über die Firma abrechnet, ist der Verdienst auch eher gering gehalten.
Bitter.
__________________
Schönen Tag noch!
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23.02.2004, 11:24
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#5
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TP-Senior
Registriert seit: Nov 2003
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Bitter?
Wer hat gesagt, dass es "süß" ist selbstständig für seinen Lebensunterhalt zu sorgen?
Die Aufstellung finde ich echt gut.
Vielen wird so mal deutlich gemacht, was es bedeutet, selbstständig zu sein.
Dass die Zahlen nicht jedem recht sind ist klar. Aber ein guter Anhaltspunkt woran alles zu denken ist sind sie allemal.
Vielleicht ist dann der ein oder andere nicht mehr so blauäugig und baut von Anfang an mit guter Grundlage - oder lieber garnicht.
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23.02.2004, 12:01
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#6
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TP-Insider
Registriert seit: Dec 2003
Ort: Bochum
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Vielleicht ist dann der eine oder andere nicht mehr so blauäugig und baut von Anfang an mit guter Grundlage - oder lieber garnicht.
Hallo ...
das wäre zu wünschen, aber das glaube ich eher nicht.
Ich kenne leider viel zu viele Gründer/innen, die sich selbständig gemacht haben, ohne sich zuvor Gedanken über die Gründung und die Kosten- und Ertragslage gemacht haben.
Die Art und Weise, wie Gründungen erfolgen, ist fast immer gleich:
Der Arbeitgeber will Mitarbeiter freisetzen, um Kosten einzusparen und macht einem der Mitarbeiter klar, dass er ihm kündigen wird.
Er empfiehlt ihm, sich selbständig zu machen und sagt zu, dass er auch weiterhin Aufträge vom Arbeitgeber erhalten wird.
Anmerkung: Somit vermeidet der Arbeitgeber übrigens gleichzeitig die Zahlung von Abfindungen, die bei einem Arbeitsgerichtsprozess eventuell zu zahlen gewesen wären, denn niemand verklagt einen ehemaligen Arbeitgeber, wenn er in ihm einen zukünftigen Auftraggeber erhofft.
Um nicht "alles" zu verlieren, gehen die meisten Mitarbeiter auf solch einen Vorschlag ein und machen sich mit Überbrückungsgeld selbständig.
Solange das Überbrückungsgeld läuft, hat man das Gefühl, dass das Geschäft läuft, denn Arbeit ist ausreichend vorhanden, weil der ehemalige Arbeitgeber Auftrag um Auftrag "rüberschiebt".
Klar... kann er ja auch, weil man seine eigene Arbeit preiswert anbietet, weil das Überbrückungsgeld ja läuft.
Läuft dieses aber aus, dann muss die Einnahmendifferenz erwirtschaftet werden und dazu reicht die Arbeitszeit nicht aus.
Viele arbeiten dann zunächst Tag und Nacht, bis sie endlich begreifen, dass die Stundensätze einfach zu gering sind.
Versuche diese anzuheben scheitern dann meist, weil der Ex-Arbeitgeber sein "Spielchen" dann bereits mit der/m Nächsten durchzieht.
Letzter Ausweg ist dann der Weg zum Arbeitsamt.
Das war jetzt ein wenig überspitzt ausgedrückt, abere so läuft es in knappen Worten in ganz vielen Fällen ab.
MfG
M. Grigo
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I N F O:
Die nächste Gruppen-Veranstaltung mit dem Thema: "Wie erstelle ich meinen Businessplan" findet im November statt.
Anfragen bitte an unsere eMail!
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23.02.2004, 17:53
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#7
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TP-Supporter
Registriert seit: Nov 2002
Ort: Flensburg
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hab ich vielleicht etwas missverstanden?!
55.300 € Ausgaben / 131 Abrechnungsfähige Arbeitstage
= 422,14 € pro Tag
422,14 € pro Tag / 10 std. Arbeit am Tag = 42,21 € pro Stunde
Woher kommen die 72,44 € von "tempa"?
Habe ich vielleicht etwas vergessen/übersehen?
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23.02.2004, 22:17
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#8
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TP-Senior
Registriert seit: Jun 2002
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@preyz
ich denke man arbeitet nicht nur um die Kosten zu decken - wäre nicht sehr sinnvoll
der rest ist wohl gewinn, für den man die ganze geschichte ja anfängt
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23.02.2004, 23:49
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#9
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TP-Supporter
Registriert seit: Nov 2002
Ort: Flensburg
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hmm der gewinn von 2,5 TEUR/Monat war allerdings schon dabei.
ach, ich versteh das wohl einfach nicht.
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24.02.2004, 10:47
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#10
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TP-Veteran
Registriert seit: Mar 2002
Ort: Göppingen
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@preyz: dasselbe hatte ich mir auch gedacht, als ich es grob im kopf überschlagen hatte... ich würde jedenfalls keine 75 euro stundenlohn an einen freiberufler/selbständigen webdesigner zahlen... 
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24.02.2004, 11:07
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#11
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Super Moderator
Registriert seit: Dec 2000
Ort: Lüneburg
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Ich denke es kommt auch immer auf den Status der Professionalität an. 75 EUR sind für einen selbständigen, erfahrenen und guten Webdeveloper ein fairer Stundensatz. Natürlich weiss man wie man auch für niedrigere Stundensätze fähige Leute bekommt, trotzdem sind 75 EUR nicht zu hoch gegriffen. Ich denke auch, dass man auch als Webentwickler die Kosten auf ein angemessenes Niveau drücken muss.
Mit der Kostenstruktur von Tempa arbeitet natürlich wirklich nur ein prof. und hauptberuflicher Entwickler. Und für den kann man auch 75 EUR zahlen und sollte es vielleicht auch.
Viele andere arbeitne nebenbei oder auch einfach mit anderen Kostenstrukturen und können somit andere Preis anbieten. Das ist eben Wettbewerb. Kommt dann eben darauf an, wie man sich selber verkauft und gegenüber dem Kunden auftritt.
Gruß
Rob
__________________
Traum-Projekt.com "Klick zum Know-how"
Fragen/Probleme/Ideen ->rob@traum-projekt.com
"Die neue TP Galerie für unsere Fotografen" >>>
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02.03.2004, 03:48
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#12
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TP-Senior
Registriert seit: Jan 2004
Ort: Witten (Ruhrgebiet)
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Sorry, aber ich kann diese Kalkulation(en) nicht wirklich nachvollziehen. Ein paar Anmerkungen:
75 EUR/Std.? Kommt d'rauf an, was man sich bezahlen lässt.
webDESIGN: Yo, hier sind 75 Euro und mehr machbar.
webENTWICKLUNG: (html, js, php, flash): Das wird's gaaanz schwierig. Typischer sind hierfür IMHO 45€. "Schwierigere" Dinge werden besser entlohnt.
(Unter der Annahme, dass es um einen einzelnen freiberuflichen Web* geht):
ca. 0,6 Reinigung:
50 €/Monat für's schrubben? Auch selber putze ist möglich.
ca. 0,6 Betriebl. Versicherung
'ne Menge Kohle für (in den meisten Fällen) eher billige Güter. Für mich lohnt sich das nicht.
ca. 0,1 Berufsgenossenschaft
ca. 0,2 Berufsverbände
Ich hatte nie das Gefühl, dass mir die nutzen könnten. Also 0.3 gespart.
ca. 1,3 Werbung
ca. 0,3 Incentives
ca. 0,3 Bewirtung
Ich habe nicht einen Kollegen, der Werbung für sich selber macht - Website + Visitenkarte ausgenommen. Als Freiberufler kommt man am ehesten durch Empfehlungen zu Jobs.
ca. 0,3 Rep. Büroausstattung
25€ jeden Monat für Reparaturen??? Einer meiner größten Verluste war in den letzten 6 Jahren ein abgebrochener Bleistift.
ca. 0,3 Porto
Wofür? Gerade als Web* wird man die meisten Dinge per E-Mail erledigen. Ich zahle Porto fast ausschließlich für Rechnungen und somit < 3€/Monat.
ca. 0,5 Weiterbildung
Ich bin sehr überzeugt, dass man als Autodidakt im Web-Bereich sehr weit kommt - und alle Mittel kann man sich bequem per Web besorgen. (Ich hab' auch noch nie von einem Kollegen gehört, der 'ne Schulung besucht hätte)
ca. 0,3 Rechtsberatung
Vielleicht hab' ich Glück gehabt, ok. Aber mit etwas Weitblick und offenen Worten kann man IMHO den meisten Problemen aus dem Weg gehen - und hier sparen.
ca. 0,9 Buchführung
900€ wofür? Gerade als Freiberufler kommt man mit 'ner einfachen Buchführung hin und macht das am Monatsende in 1 Stunde mal eben selber. Nützliche Software dafür gibt's ab 50 €.
ca. 0,6 Abschluß u. Prüfungskosten
Ok. Gönne ich mir auch. Kann man aber auch drauf verzichten.
ca. 0,2 Nebenkosten Geldverkehr
Kostenlose Überweisungen und Konten sind nix besonderes mehr.
ca. 9,0 Abschreibungen
So viel? Versteh' ich nicht.
ca. 0,6 Zinsen
Ich würde gerade am Anfang anstreben, ohne "Pump" hinzukommen. Und da die nötigen Investitionen vergleichsweise minimal sind, sollte das klappen.
Fazit: Yes, man kann das Thema kontrovers diskutieren. Mit Blick auf meine eigenen Erfahrungen als Web/Multimedia-Freiberufler seit knapp 6 Jahren meine ich, dass die laufenden Kosten _deutlich_ niedriger sein können, als aufgeführt und man trotzdem ein prima Leben führen kann.
Tom
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02.03.2004, 11:07
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#13
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TP-Specialist
Registriert seit: Apr 2001
Ort: Cologne / Germany
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Reinigung ist in vielen Bürogemeinschaften vorgeschrieben. Auch selber Putzen ist möglich aber doch meistens teurer oder hast du nur 12,5 € Stundenlohn ?.
0,6 Betriebliche Versicherungen wie Betriebshaftpflicht (sobald Bürovorhanden) sind ges. vorgeschrieben. Wenn du mal krank wirst als Einzelkämpfer ist auch ein Versicherung für deine Lohnfortzahlung nach dem 21 Krankheitstag + Ersatzkraft für deine Arbeitkraft damit die Kunden nicht auf dem trockenen sitzen sinnvoll.
Elektronikversicherung gegen Hardwareschäden und Datenverlust etc. brauchst du nicht ? Also ich koennte da nicht mehr ruhig schlafen. Also ich Komme mit 600 € für Versicherungen bei weiiiiitem nicht hin.
ca. 0,1 Berufsgenossenschaft
Bist du nicht in der IHK (ges.vorgeschrieben) ? Das kostet bei 0 Umsatzt schon 54 € p.a. bei einem Umsatz über 6000 € sind es dann schon 124 € usw.
ca. 0,2 Berufsverbände
Schon sehr günstig der dmmv kostet 600 € im Jahr dafür gibt es aber viele vergünstigungen
an anderer Stelle, hat also Sparpotenzial.
>>ca. 1,3 Werbung
>>ca. 0,3 Incentives
>>ca. 0,3 Bewirtung
>>Ich habe nicht einen Kollegen, der Werbung für sich selber macht - Website + Visitenkarte ausgenommen. Als > Freiberufler kommt man am ehesten durch Empfehlungen zu Jobs.
Ja aber die Website macht sich leider auch nicht von alleine oder sind das Sonderstunden die nix kosten ?
Da wirst du mit 1300 € nicht hinkommen. Briefpapier + Visitenkarten auf vernünftigen Papier min. 300 €
Und du lässt die Kunden immer selber zahlen z.b. bei einem Essen nach Projektabschluss ?
ca. 0,3 Rep. Büroausstattung
Ja bei unserem Farblaser hier kostet alleine eine Kartusche 750 €. Jedes 2te Jahr ist eine neue Folienrolle nötig 350 € und das ist nur ein Drucker. Da ist sonst noch kein Kabel kein Lüfter keine Maus keine Reinigungstücher etc pp nix gekauft.
ca. 0,3 Porto
Ein mal Xmas Karten DIN A5 an die Kunden schon bist du da.
ca. 0,5 Weiterbildung
Du kaufst also auch keine Bücher, keinen Online Kurs ? Der Lernerfolg stellt sich bei dir genausoschnell ein ? Herzlichen Glückwunsch.
ca. 0,9 Buchführung
900€ wofür?
Weil ein Steuerberater immer noch mehr Geld rausholt als man selber sparen kann. Ab einem gewissen Umsatz wird ohne prof. Buchhaltung kein Geld gespart sondern verschenk. Auch hier zahle ich deutlich mehr als 900 € (hängt aber vom individuellen Umsatz ab)
Abschreibungen
Ich denke mal da sind Wertverluste von Fahrzeug, EDV und Buroausstattung etc mit drinn. Das alles will zu gegebener Zeit ersetzt werden muss also auch erwirtschaftet werden.
ca. 0,6 Zinsen
Klar wenn alle Kunden immer pünklich Zahlen und die Auslastung stimmt brauchst du nie einen Kredit. Wenn aber mal 3 Monate nix läuft bist du schnell mit 6 TSD (=50 € p.M. Zinsen) in den Miesen.
Also sagen wir mal so, alleine aus seiner Wohnung heraus oder immer nur als (sub)Subunternehmer für Agenturen kann man an obiger Kalkulation noch hier und da sparen. Soll es allerdings ein prof. Auftreten mit Agentur-Service sein, liegt man mit obiger Kalkulation schon eher am unteren Ende der Skala.
dan
Geändert von Dannys (02.03.2004 um 11:11 Uhr).
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02.03.2004, 12:08
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#14
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TP-Insider
Registriert seit: Aug 2003
Ort: Bonn-Beuel
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Hallo zusammen,
in den Rechnungen fehlen mir ein paar ziemlich dicke Brocken, nämlich Altervorsorge, Krankenversicherung und Kfz-Kosten. Je nach Anspruch summieren sich diese Posten alleine auf 12 - 20.000 Euro im Jahr. Oder wollt Ihr das ernsthaft von den veranschlagten 2.500 Euro "Gehalt" bezahlen? Ich habe mich jedenfalls damals selbständig gemacht, weil ich deutlich mehr verdienen wollte (und nach wie vor will) als als Angestellter.
Dann noch etwas zu den Arbeitstagen: Da kann man sicher den einen oder anderen abziehen. Es gibt ja auch Tage an denen einfach gar nichts zu tun ist. Nix! Das Telefon bleibt stumm, zur Akquise fehlt die Energie usw.
Und 10 produktive Arbeitstunden pro Tag? Im Schnitt? Ihr habt also wirklich einen - sagen wir mal - 13- bis 15-Stunden-Tag (inkl. Essen, Rauchen, Kaffee trinken, bischen Quatschen, Kunden besuchen, im TP schreiben etc.)? Immer? Jeden Tag? Wow, so eine Auftragslage hätte ich gerne.
Zum Schluss noch etwas - jawoll - grundsätzliches: Ich bekomme immer Bauchschmerzen wenn ich "Stundensatz" lese. Sind wir Fließbandarbeiter? Nein! Wir verkaufen keine Stunden, sondern Produkte. Meinen Kunden ist es vollkommen gleichgültig, wie lange ich für eine Arbeit brauche (es muss nur schnell gehen, am besten gestern fertig). Also beziehe ich das auch nur am Rande in meine Kalkulation mit ein. Wichtiger sind: Art des Endproduktes (erfordert viel Fachwissen oder "mach ich im Schlaf"), Qualitätsanspruch, allg. Zeitrahmen (je kurzfristiger, desto teurer - nicht umgekehrt!), finanzielle Leistungsfähigkeit des Kunden. Hieraus ergibt sich ein Pauschal-/Seitenpreis, den ich zusammen mit dem Kunden eine Weile umrühre um den Endpreis zu erhalten. Ich arbeite zwar im Print-Bereich, aber das lässt sich garantiert auch aufs Web übertragen.
Wolfgang
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02.03.2004, 13:20
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#15
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TP-Senior
Registriert seit: Jan 2004
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zum thema stundensatz:
wir nehme 35 euro für kreation/konzeption,
30 für das layout und (bei print) reinzeichnung,
sowie 30 für php/mysql programmierung
25 für HTML und IT-Service.
aber das sind nur "rechnungs-hilfen" für mich. wenn jemand von mir zb. ne webvisitenkarten mit sagen wir 4 seiten haben will und ich das design in 3 stunden fertig hab und der kunde es absegnet, brauch ich für die gesamte page mit design, slicen, und html manchmal nur 5 oder 6 stunden, soll das heißen dass ich nur ca 200 euro dafür nehmen kann? nein ...
wie mein vorredner schon gesagt hat, wir verkaufen produkte. bei print zb. kann man bei mehrseitigen projekten leicht seitenpreise festlegen, genauso wie auch bei kleineren websites und webvisitenkarten, aber bei komplexen php-seiten und portalen geht das nich so einfach, weil wer bezahlt schon für eine unbestimmt hohe anzahl von seiten feste seitenpreise? also ich würde nich für 100 mit php erstellte seiten einen seitenpreis von 100euro zahlen.
einige kunden sind mit pauschalpreisen einverstanden, viele, vor allem ältere, wollen nach stunden bezahlen, da ihnen pauschalpreise manchmal nich geheuer sind. ich hatte zb. nen kunden, dem ich einen pauschalpreis von 750 euro genannt, er wollte aber auf nummer sicher gehn und rechnete damit geld sparen zu können wenn er nach stunden bezahlt. aber ich hab für den auftrag länger gebraucht als er dachte und somit musste er drauf legen.
pauschalpreise sind für viele undurchsichtig, und die denken sich "wieso soll ich denn 1000 euro für eine website mit 10 seiten bezahlen? mein neffe macht mir das für einen tankgutschein für sein mofa ..." wenn man den aber zeigt wieviel arbeit da teilweise dahinter steckt, dann akzeptieren sie auch einen höheren preis.
wenn ein kunde zu mir kommt und ne einfache page haben will, dann nehme ich mind. 500euro, egal wie lang ich dran sitze. wenn er dann auf stundenbezahlung besteht mach ich ihm nen KV, wo ich weiss, dass ich X stunden abrechnen muss um auf 500euro zu kommen bei meinem stundensatz.
oder meint ihr dass in eurem handy für 500 euro jedes mal arbeitzeit für 500euro drinsteckt? man entwickelt einmal ein handy und baut es dann für vll 20euro das stück zusammen. so ists auch mit unseren dienstleistungen
Geändert von bobelle (02.03.2004 um 13:24 Uhr).
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