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09.02.2006, 22:24
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#1
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TP-Newbie
Registriert seit: Feb 2006
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Was für ein Gewerbe? Ist es überhaupt legal?
Hallo,
ich habe momentan noch kein Gewerbe und bin sehr aktiv auf ebay. Nun habe ich dadurch sehr viel Kontakte im Ausland knüpfen können speziell mit Powersellern aus den USA.
Ich hab vor einiger Zeit jemanden aus den USA kennengelernt welcher sehr Aktiv in ganz Europa ist, unter anderem auch in Deutschland.
Er hatte das Problem, dass die Versandkosten nach Deutschland immer so hoch sind. Er hat mir erklärt, dass er es in England auch schon so macht, dass er einmal Wöchentlich alle Verkäufe in ein Paket packt, dieses nach England verschickt und dort schickt es dann einer an die Kunden weiter. nun haben wir das in Deutschland auch so praktiziert.
Ich bekomme 1 mal Wöchentlich ein paket. In diesem Paket sind dann schon fertig verpackt in Briefumschlacken oder kleinen Päckchen immer so 40-50 Artikel die schon mit Empfänger Adressen beschriftet sind und ich diese nur noch zur Post bringe.
Wir haben uns geeinigt, dass ich für jeden Brief oder Päckchen 3,00 bekomme.
Das ist zwar nicht viel aber ein recht guter Nebenverdienst, wenn man nur einmal die Woche dafür zur Post gehen muss. Er bezahlt nur einmal Porto für das Paket und spahrt somit ne ganze Stange Geld.
Nun habe ich Angst, dass ich damit mal Probleme bekommen kann, da ich das ja aus reiner Gewinnerziehlung mach und wollte deshalb ein Kleinunternehmen anmelden.
Mein Problem ist nun fogendes:
1. Wie nennt man so ein Gewerbe, wenn man nur die Post von anderen wegbringt?
2. Momentan ist es ja so, dass ich das nur für diese eine Firma aus den USA mache, ist das dann ne Scheinselbstständigkeit? ich könnte ja genausogut bei der Firma angestellt sein?
Wenn ich ne richtige Firma habe werde ich aber noch versuchen andere Powerseller aus anderen Ländern dieses Service anzubieten..
3. Ich schicke nur die Paket weiter, was da drin ist weiss ich nicht. Da vieles vom Zoll garnicht kontrolliert wird spart er sich die Zoll Gebühren und ich geh da ja dann auch nicht mehr hin, wenn ich das Paket bekommen habe, muss ich das nachverzollen? Er schickt es mir immer als "Gift" also als Geschenk, OK ist das bestimmt nicht oder?
Ich hoffe auf Antwort.
Vilen Dank schon im voraus.
MfG
Peter
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09.02.2006, 23:12
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#2
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TP-Insider
Registriert seit: Dec 2003
Ort: Bochum
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Hallo ...
jo... gut erkannt... das ist ein Problem... und zwar ein handfestes Problem!
Sie können in die Gewerbeanmeldung ja schlecht "Beihilfe zur Steuerhinterziehung" reinschreiben (Zoll und Einfuhrumsatzsteuer), ganz abgesehen davon, dass Sie Ihr Gewerbe nicht angemeldet haben und den "kleinen" Nebenverdienst eher steuerneutral  behandeln.
Wenn Sie dann noch nicht einmal wissen, was Sie da "freundlicherweise" weiterleiten  , wirds richtig problematisch.
Wenn es auffällt  und Sie Glück haben, dann decken die drei Euro die Zollkosten. Wenn Sie Pech haben und in den Päckchen hochwertige Waren sind (z.B. Uhren  ), dann wird es richtig teuer (Zoll und Strafe).
Sie sollten die Zusammenarbeit mit dem Lieferanten schleunigst legalisieren, vielleicht machen Sie sich auf der Hompage des Zolls mal ein wenig sachkundig unter http://www.zoll.de
MfG
BEBOUB
PS: Eigentlich unvorstellbar, dass Sie nicht wissen, was Sie da weiterleiten, zumal Sie den Lieferanten ja über ebay gefunden haben und er dort vermutlich verkauft.
__________________
I N F O:
Die nächste Gruppen-Veranstaltung mit dem Thema: "Wie erstelle ich meinen Businessplan" findet im November statt.
Anfragen bitte an unsere eMail!
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09.02.2006, 23:47
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#3
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TP-Newbie
Registriert seit: Feb 2006
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Wie ich schon sagte, er hat einen Weiterversender in England der die Waren dann an mich weiter schickt. Also stellt sich die Frage nach dem Zoll bei mir nicht, da die Sachen ja mitlerweile in Europa sind. Wie der Versender das in England mit dem Zoll macht, kann ich nicht sagen, aber das soll auch nicht mein Problem sein.
Mit den Uhren haben sie recht. Er verkauft meist Uhren, Schmuck und Kleidung.
Das ich eigendlich schon Unternehmer bin, weiss ich ja, es hat ja auch etwas kleiner Angefangen, nur mitlerweile sind es um die 40 Päckchen pro Woche und nun würde ich doch langsam gern die ganze Sache legalisieren, deshalb frag ich ja wie man so ein Gewerbe nennt bzw. ob das weiterleiten von Briefen bzw. Paketen legal ist oder wie man so etwas am besten anfängt.
Ich könnte natürlich auch die ganzen Artikel so von ihm Kaufen und dann weiter verkaufen, also unter meinem Namen, aber dann hätte ich ja den ganzen Aufwand mit den Rechnungen schreiben, Garantie etc. und da machen dann 3 Euro Gewinn pro Stück nicht viel Sinn, darüber habe ich ja auch schon anch gedacht.
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10.02.2006, 10:54
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#4
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TP-Member
Registriert seit: Mar 2005
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man könnte es z.B. Handelsagentur nennen , da es sich ja um eine Dienstleistung handelt
Gewerbebeschreibung : Bürodienstleistungen , Beratung, Management
Das ist sehr allgemein und lässt Handlungsspielraum zu
meine persönliche Meinung und keine Rechtsberatung !
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10.02.2006, 11:45
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#5
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TP-Insider
Registriert seit: Dec 2003
Ort: Bochum
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Hallo ...
NEIN... eine Handelsagentur ist es ganz sicher nicht!
Hier werden keine Geschäfte für einen Dritten vermittelt oder in dessen Namen abgeschlossen (Vgl. §§ 84ff HGB), denn hierzu müßte er mit den Abnehmern in Kontakt treten und die Ware kennen.
Beides trifft laut seiner Schilderung nicht zu, er kennt nicht einmal die Ware genau!
Er übernimmt der Schilderung nach die Tätigkeit eines Spediteurs, kann diese Tätigkeit jedoch nicht voll erfüllen, weil er weder Frachtpapiere erhält, noch die Ware ordentlich einführt, d.h. der Import läuft unsauber.
Rein Spekulativ: Es wird gute Gründe geben, warum der Lieferant ihm keine weitere Information gibt, de facto werden hier EuSt und ggf. Zoll umgangen und er macht dies erst möglich, weil er sich anbot den Part zu übernehmen!
MfG
BEBOUB
__________________
I N F O:
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10.02.2006, 11:54
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#6
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TP-Member
Registriert seit: Mar 2005
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Stimmt auch wieder ... im Neudeutsch könnte man es beinahe 'Hehlerei' nennen
ohne jetzt jemanden zu nahe treten zu wollen
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14.02.2006, 09:31
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#7
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TP-Insider
Registriert seit: May 2005
Ort: Berlin
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machen Kuriere nicht genau das gleiche????
die wissen ja auch nicht, was sie da befördern???
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21.03.2006, 15:26
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#8
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TP-Junior
Registriert seit: Mar 2004
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Zitat:
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Zitat von fridge
machen Kuriere nicht genau das gleiche????
die wissen ja auch nicht, was sie da befördern???
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genau, denen ist es aber auch relativ egal, da sie ja einen auftrag erhalten und diesen nur ausführen. was nun da drin ist, geht die ja auch gar nichts an.
der theorie nach wäre man damit doch fein raus, wenn man sagt: ich bekomme pakete aus england, die ich nur weiterverschicke.
wenn man für die firma dann noch einen schönen schriftlichen auftrag bekommt wäre die sache denk ich mal gegessen, denn wie gesagt: einen spediteur geht der inhalt des päckchen eigentlich nichts an...
... eigentlich ...
denn
1. unwissenheit schützt vor strafe nicht (ich weiss nicht was das für konsequenzen haben kann aber da man ja schon davon ausgeht dass es nicht ganz legal ist sollte man sich das mindestens schriftlich geben lassen)
2. da der verdacht ja schon besteht, dass es illegal ist, sollte man das schlenigst klären und evtl die beziehungen solange auf eis legen.
ansonsten ist das ziemlich riskant, wenns einmal rauskommt könnte das teuer werden...
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21.03.2006, 22:47
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#9
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TP-Senior
Registriert seit: Feb 2006
Ort: Sachsen
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Habe mal im Export gearbeitet. Wenn man per TNT, UPS, Post etc. versendet hat, mußte auf den Papieren sehr wohl vermerkt werden, was drin ist. Also von "egal sein" kann keine Rede sein.
Das Ganze mit einem Paket zu schicken ist sicherlich legal und spart Portokosten, allerdings sollte der Inhalt genau deklariert und verzollt werden.
Geändert von wiantomi (21.03.2006 um 22:57 Uhr).
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