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Alt 02.11.2006, 19:43   #1
TP-Senior
 
Registriert seit: Jun 2004
n0bbY macht alles soweit korrekt

Und wenn Kunde doch nicht beauftragt??


Hallo,

ich arbeite seit einigen Wochen an verschiedenen Folder- und Flyerentwürfen für ein Unternehmen. Nachdem ich ein Angebot und erste Entwürfe geschickt habe, kam gute Resonanz auf meine Arbeit zurück und ich sollte noch einiges ändern. Kurz darauf kam eine zweite Anfrage herein. Dies hat mich auch wieder ca. 3 Tage Arbeit gekostet, bis sie die Entwürfe hatten.
Was mache ich jetzt wenn der Kunde mir jetzt sagt, dass er sich doch für jemanden anderen entschieden hat und alle Aufträge löscht!? Ich muss doch berechtigt sein, ihm meine bisherige Arbeit in Rechnung zu stellen? Auch hatte ich einige ziemlich Hohe Aufwendungen für den Druck von gewünschten Dummies. Einen Vertrag oder eine direkte Unterschrift auf mein Angebot habe ich nicht.

Herzlichen Dank
__________________
Es ist nicht zu wenig Zeit, die wir haben, sondern es ist zuviel Zeit, die wir nicht nutzen.
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Alt 02.11.2006, 20:01   #2
TP-Insider
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Moos / Bodensee
Bodensee bringt sich richtig ein
Also wenn sich der Kunde stur stellt, warum sollte er denn dann zahlen? Er hat Dir ja schliesslich keinen Auftrag gegeben und Du hast ihm zum Angebot ja lediglich Muster präsentiert..........


ABER!! warum denn immer alles gleich so schwarz sehen und warum immer gleich vom schlimmsten ausgehen? Sicherlich, die Zahlungsmoral einiger weniger?! ist im Keller und dank des Deppenspruchs "Geiz ist geil" will niemand mehr was bezahlen und fast alle denken man bekommt alles umsonst......... Trotzdem gibt es wirklich genug Kunden die seriös sind, und auch bezahlen wofür sie, auch wenn nur mündlich, einen Auftrag gegeben haben. Und eben genau diese Kunden denken so wie viele andere auch "Geiz ist nicht geil, Geiz macht blöd!"

Niemand will umsonst oder für lau arbeiten, ganz besonders diese "Geizhälse" nicht, das sind die ersten die laut schreien, wenn man ihnen einen lumpigen Cent zuwenig gibt....... und auf so jemand kann man verzichten!

Wo kämen wir denn da hin, wenn man wirklich alles nur schriftlich, in dreifacher Ausfertigung und vom Anwalt geprüft absegnen kann und nur solche Aufträge annimmt. Ein bischen Vertrauen gegenüber den Kunden muss man einfach haben sag ich mir da immer.
Ich habe bisher alles bezahlt bekommen, manches verspätet, trotzdem alles. Und man lernt so seine Pappenheimer kennen und bekommt ein Gefühl dafür, wer beim bezahlen Schwierigkeiten machen könnte und wer nciht, dann nimmt man eben manche Aufträge nciht an.

Aber wer fair zum Kunden ist, wird auch fair behandelt.
__________________
Grüsse Jörg

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Alt 02.11.2006, 21:30   #3
TP-Insider
 
Benutzerbild von astr0naut
 
Registriert seit: Jan 2005
Ort: Herford
astr0naut hilft, wo's gehtastr0naut hilft, wo's gehtastr0naut hilft, wo's geht
mal ehrlich: wer bezahlt denn heutzutage noch für entwürfe? wenn wir dafür geld verlangen würden (was man eigentlich müsste, da ja arbeitszeit investiert wurde), hätten wir bald keine kunden mehr. andererseits fliessen die kosten sowieso in die endsumme mit ein und der kunde bezahlt auf diese weise. ob's auf der rechnung aufgeführt wird, ist eine andere sache. wenn man den auftrag doch nicht bekommt - pech gehabt. traurig aber wahr. jedenfalls bei uns.
__________________
"Sit on myspace and tell me that you love me..."
"Functionless art is simply tolerated vandalism. We are the vandals."
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Alt 02.11.2006, 22:18   #4
TP-Insider
 
Registriert seit: Jun 2004
Ort: Moos / Bodensee
Bodensee bringt sich richtig ein
Zitat:
Zitat von astr0naut
mal ehrlich: wer bezahlt denn heutzutage noch für entwürfe? wenn wir dafür geld verlangen würden (was man eigentlich müsste, da ja arbeitszeit investiert wurde), hätten wir bald keine kunden mehr. andererseits fliessen die kosten sowieso in die endsumme mit ein und der kunde bezahlt auf diese weise. ob's auf der rechnung aufgeführt wird, ist eine andere sache. wenn man den auftrag doch nicht bekommt - pech gehabt. traurig aber wahr. jedenfalls bei uns.

Eben! Das ist genau das gleiche, als wenn ich stundenlang über einem Angebot sitze, es dem Kunden präsentiere und er dann woanders kauft ;-) da steckt man eben nicht drin.
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Grüsse Jörg

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Alt 02.11.2006, 23:02   #5
TP-Veteran
 
Benutzerbild von ratze
 
Registriert seit: Oct 2001
Ort: Wilhelmshaven
ratze bringt sich richtig einratze bringt sich richtig ein
Das Problem kennt wohl jeder, aber: Ich glaube, man entwickelt mit der Zeit schon ein gewisses Gespür dafür, ob ein Kunde wirklich ernsthaftes Interesse hat oder nicht. Zwar liegt man manchmal daneben und erlebt negative oder auch positive Überraschungen, aber mich überrascht es selbst immer wieder wie oft die erste Einschätzung stimmt
ratze ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2006, 10:24   #6
TP-Senior
 
Registriert seit: May 2006
Ort: Dresden
SebastianM ist auf einem guten Weg
Als ich genau diese Problematik neulich aufgrund eines aktuellen Anlasses mit einer Freundin diskutiert habe, schlug diese mir vor, doch in Zukunft für die anfängliche Beratung und den Kostenvoranschlag auch meinen Stundensatz anzusetzen, dem Kunden aber anzubieten, diesen anschließend mit der eigentlichen Arbeitsleistung zu verrechnen, falls er den Auftrag an mich vergibt.

Ich habe das zwar noch nicht ausprobiert, es klingt mir aber nach einem vernünftigen Kompromiss. Was meint ihr? Ist das seriös oder schrecke ich meine Kunden damit eher ab, wenn sie gleich von Anfang an zahlen sollen?

In einigen Branchen ist dieses Vorgehen ja sogar üblich, da bezahlt man auch für einen Kostenvoranschlag schon Geld, kann die Summe aber später gegebenenfalls auf den Rechnungsbetrag anrechnen.

Gruß und so,
Sebastian
SebastianM ist offline   Mit Zitat antworten
Alt 03.11.2006, 10:47   #7
TP-Specialist
 
Benutzerbild von Kafkaesk
 
Registriert seit: Oct 2001
Ort: München
Kafkaesk hilft, wo's gehtKafkaesk hilft, wo's gehtKafkaesk hilft, wo's geht
Zitat:
Zitat von n0bbY
Hallo,

ich arbeite seit einigen Wochen an verschiedenen Folder- und Flyerentwürfen für ein Unternehmen. Nachdem ich ein Angebot und erste Entwürfe geschickt habe, kam gute Resonanz auf meine Arbeit zurück und ich sollte noch einiges ändern. Kurz darauf kam eine zweite Anfrage herein. Dies hat mich auch wieder ca. 3 Tage Arbeit gekostet, bis sie die Entwürfe hatten.
Was mache ich jetzt wenn der Kunde mir jetzt sagt, dass er sich doch für jemanden anderen entschieden hat und alle Aufträge löscht!? Ich muss doch berechtigt sein, ihm meine bisherige Arbeit in Rechnung zu stellen? Auch hatte ich einige ziemlich Hohe Aufwendungen für den Druck von gewünschten Dummies. Einen Vertrag oder eine direkte Unterschrift auf mein Angebot habe ich nicht.

Herzlichen Dank
Spätestens nachdem der Kunde mit den Entwürfen grundsätzlich einverstanden ist, muß bei mir eine schriftliche Auftragsbestätigung auf den Schreibtisch. Genauso kannst Du in Deinem Angebot auch Abschlagszahlungen in Verbindung mit Milestones festlegen. Das würde ich an Deiner Stelle auch machen.
Das wäre mir allerdings auch zu unsicher komplett ein Projekt ohne jegliche schriftliche Vereinbarung durchzuziehen.
__________________
Gruß Alexander
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TYPO3 & Webdesign aus München
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Alt 03.11.2006, 11:08   #8
TP-Specialist
 
Benutzerbild von Nice
 
Registriert seit: May 2002
Ort: Kiel
Nice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKENice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKENice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKENice ist ein richtiges Arbeitstier - DANKE
Also die Hauptarbeit ist doch mit der Konzeption und der Gestaltung geleistet. Ich LEBE von meiner kreativen Arbeit, sie ist mein Kapital. Ich habe in meiner ganzen Berufslaufbahn noch keine Entwürfe für "lau" gemacht (Freunde mal ausgenommen). Diese Argumentation kann man auch dem Kunden vernünftig nahe bringen und er wird es verstehen.
Ein banaler Vergleich: Ich bestell mir im Restaurant ein Essen und sage sie sollen es erstmal zubereiten. Wenn es mir schmeckt und optisch zusagt, bezahle ich.

Und: Ich fixiere immer alles schriftlich. Verträge sind zum Vertragen da. Sie geben beiden Seiten Sicherheit. Bei meinen Stammkunden sehe ich das nicht immer so eng, aber bei Neukunden erstelle ich immer ein Angebot und nach Auftragserteilung eine Auftragsbestätigung. Ich bin am Anfang meiner Selbstständigkeit gleich einmal richtig "auf die Nase gefallen". Seitdem alles nur noch schriftlich! Und beschwert hat sich darüber noch niemand. Damit zeigst du nur, dass du ein ebenbürtiger und gewissenhafter Geschäftspartner bist.

Gruß
Nicole
__________________
Rot-Stich


Auf ausgetretenen Pfaden kommt man nur dort an, wo andere schon gewesen sind...
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Alt 03.11.2006, 11:21   #9
TP-Urgestein
 
Benutzerbild von webcreate
 
Registriert seit: Nov 2003
Ort: NRW
webcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichtswebcreate ist einer der Eckpfeiler des TP - ohne ihn geht nichts
Erstmal setzt Du für mich zu viel Zeit in die Entwürfe.
Ein Entwurf ist ein Entwurf und keine Reinzeichnung.
Weiterhin, würde ich Änderungswünsche eines "Kunden" nicht sofort umsetzen, sondern vermerken und nach der Beauftragung umsetzen.
Ich reiche Entwürfe ein, damit der Kunde auch eine Richtung erkennen kann, ist es das, was er sich vorstellt, gibt es in Verbindung mit dem Angebot eine Auftragsbestätigung, die unterzeichnet werden muss. Diese beinhaltet dann auch nen Spruch, das erbrachte Leistungen auch bei vorzeitigem Kündigen/Stornieren vom Kunden zu bezahlen sind.

In deinem Fall sehe ich nun Probleme an Geld zu kommen. Du hast nichts schriftliches in der Hand und wenn Dein Gegenüber nicht gewillt ist, wird er sich quer stellen und dann hast Du Probleme Geld zu fordern. Du argumentierst so und er sagt einfach, dass von einer Bezahlung für Entwürfe nie die Rede war.
Nimm es als Lehrgeld hin und sicher Dich in der Zukunft ab.
Wenn ein Kunde sagt, er kenne keiner Deiner Arbeiten, verweise auf Referenzen. Hast Du keine, lege Dir eine Mappe an.
Somit hast du was in der Hand und kannst Deine Leistung präsentieren.
Referenzen und eine Skizze, die aufzeigt, wie Deine Umsetzung eines Auftrages aussehen kann, sollte dann auch jedem Kunden reichen, um zu beurteilen, ob man nun Dich oder jemanden anderen beauftragt.
__________________
Gruß Mark
Mein Blog zum TP || XING Profil || grafiker.de Profil || How to use GOOGLE
emCalculator 1.0

webcreate IT SOLUTIONS
www.webcreate-nrw.de

>>> der code ist so scheisse, soweit hab ich nicht gelesen <<<
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Alt 03.11.2006, 17:48   #10
TP-Insider
 
Benutzerbild von astr0naut
 
Registriert seit: Jan 2005
Ort: Herford
astr0naut hilft, wo's gehtastr0naut hilft, wo's gehtastr0naut hilft, wo's geht
kommt auch drauf an, was der eigentliche job eines jeden ist: mache ich nur das design bzw. entwürfe, oder muss ich diese entwürfe auch anschließend umsetzen (web, beschriftungen etc.).
ich arbeite als schilder- und lichtreklamehersteller und da ist es komischerweise nicht einfach, den kunden zu erklären, dass man nicht einfach auf den knopf drückt, und eine viertel stunde später kommen drei fertige entwürfe heraus (anscheinend haben die meisten kunden sowieso eine falsche vorstellung von dem beruf).
bei meinem eigenen gewerbe gilt, was der kunde auch gesagt bekommt, dass bei nichtauftrag die angefertigten entwürfe auch bezahlt werden müssen.
und das man sich bestätigte aufträge abzeichnen lässt, sollte selbstverständlich sein.
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