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Thema: Zuschuss als freiberuflicher Autor möglich?

  1. #1
    TP-Newbie Matt77 macht alles soweit korrekt
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    Zuschuss als freiberuflicher Autor möglich?

    Hallo,

    mich würde mal interessieren ob man beim Staat (oder ähnliche staatliche Institutionen), als Buch- und Drehbuchautor, gelder für die ersten Monate der Firmengründung beantragen kann, und wie die erfolgsaussichten wären.

    ich meine bei jedem anderen Gewerbe bei dem man sich Selbständig macht werden, unter bestimmten Vorraussetzungen (wie Innovativ, gutem Businessplan etc), doch auch für 6-12 Monate sozusagen Überbrückungsgelder vom Staat bewilligt.

    und gibt es da sonst irgendwelche anderen Möglichkeiten für den Start der Firma an Fördermittel ranzukommen? zumindest für eine bestimmte Zeit.

    zusammengfasst: ich will nicht wissen wieviel man bekommt sonder ob es prinzipiell möglich ist und sinn macht beim staat mit einem solchen vorhaben anzufragen, und falls nicht, ob es da alternativen gibt.

    vielen dank schonmal im voraus :-)

  2. #2
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    Zitat Zitat von Matt77 Beitrag anzeigen
    mich würde mal interessieren ob man beim Staat (oder ähnliche staatliche Institutionen), als Buch- und Drehbuchautor, gelder für die ersten Monate der Firmengründung beantragen kann, und wie die erfolgsaussichten wären.
    Da spricht grds. nichts dagegen, aber wie die Erfolgsaussichten sind, kann Dir niemand seriös beantworten.

    ich meine bei jedem anderen Gewerbe bei dem man sich Selbständig macht werden, unter bestimmten Vorraussetzungen (wie Innovativ, gutem Businessplan etc), doch auch für 6-12 Monate sozusagen Überbrückungsgelder vom Staat bewilligt.
    Das gilt auch für Freiberufler (wie Autoren oder Texter).

    copy

  3. #3
    TP-Lady-Mod dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User dorintia lebt für das TP und seine User
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    ... aber vorher muss man arbeitslos sein, oder?
    Alles was ich hier so schreibe ist nur meine ganz persönliche Meinung.

  4. #4
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    Zitat Zitat von dorintia Beitrag anzeigen
    ... aber vorher muss man arbeitslos sein, oder?
    Nicht prinzipiell.

    Um den Gründungszuschuss zu bekommen, muss man ALG-I-Empfänger sein, um das Einstiegsgeld zu bekommen, ALG-2-Empfänger.

    Aber darüber hinaus besteht zumindest theoretisch die Möglickeit, begünstigte Darlehen etwa der KfW Mittelstandsbank auf Bundesebene oder verschiedener Landesförderinstitute (L-Bank in Baden-Württemberg, LfA in Bayern oder der NRW.BANK in Nordrhein-Westfalen) ebenso zu bekommen wie
    Mittel aus dem Europäischen Sozialfonds (ESF).

    Allerdings denke ich mir, dass das für Autoren eher ausgeschlossen ist - maximal wird daraus ja eine Einzelexistenz im harten Kulturbetrieb; jemand, der ein innovatives Produkt auf den Markt bringen möchte und dabei Arbeitsplätze schaffen will, dürfte deutlich bessere Chancen haben.

    "Autorenförderung", Literaturstipendien usw. wären eine weitere Möglichkeit - etwa aus dem deutschen Literaturfonds oder aus Ländermitteln.

    Allerdings sollte man dann schon etwas vorzuweisen haben, literarisch - 'ich will Autor werden' reicht da eher nicht.

    copy

  5. #5
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    Zitat Zitat von copy Beitrag anzeigen
    Nicht prinzipiell.
    Für den angefragten "Zuschuss" wohl eher doch, und da es aus dem Eingangthread nicht erkennbar ist...

    Das mit den Darlehen weiß ich... hab keines bekommen.
    Alles was ich hier so schreibe ist nur meine ganz persönliche Meinung.

  6. #6
    TP-Junior mgb-consulting macht alles soweit korrekt
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    @Matt77

    Hallo ...

    ich muss sagen, ich bin schon ein wenig erstaunt, wie schlecht Sie informiert sind, gerade wenn es darum geht, sich als Drehbuchautor selbständig machen zu wollen und auf fremde Hilfe angewiesen zu sein.

    In Deutschland gibt es seit einigen Jahren so etwas wie einen Filmtourismus, weil ohne Ende gefördert wird, um vernünftige Filme in die Kinos zu bekommen.

    Es gibt in Deutschland ein sogenanntes Filmförderungsgesetz und zur Umsetzung und gerechten Verteilung der Mittel wurde die Filmförderanstalt www.ffa.de ins Leben gerufen, die die Mittel des Bundes verwaltet.

    Darüber hinaus gibt es zahlreiche regionale Programme, um die vielen neu gegründeten Medienzentren der Bundesländer ans Laufen zu bringen.

    Sie sollten sich einmal auf der Web-Seite der FFA schlau machen und sich dann zielgerichtet um eine entsprechende Förderung kümmern.

    Die Antworten der beiden anderen Posterer bezüglich der Förderungen aus Gründungszuschuss oder Einstiegsgeld sind zu prüfen und ggf. zu beantragen, es handelt sich hierbei um eine personenbezogene Förderung, während hingegen die o.g. Förderung eine projektbezogene Förderung ist, vorausgesetzt das Konzept ist erfolgversprechend, denn niemand setzt auf ein totes Pferd.

    MfG
    MGB-Consulting
    Geändert von mgb-consulting (19.12.2007 um 11:29 Uhr)
    Beratender Betriebswirt / Bilanzbuchhalter. Coach, Experte, Gutachter und Mentor für Finanzierungen und Businessplanerstellung bei den Gründerwettbewerben Bochum2015 in Bochum und start2grow in Dortmund.

  7. #7
    TP-Junior eBookle_de ist mal kurz schlecht aufgefallen Avatar von eBookle_de
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    Auch von den verschiedenen Filmförderungen wird es keinen Zuschuss geben. Diese sind nämlich an Bedingungen geknöpft. Wer als Drehbuchautor eine Unterstützung erhalten will, der muss vorher eine Produktionsfirma finden, die zusichert, den Stoff dann auch zu verfilmen.

    Für einen Erstlingsautor ist das fast unmöglich.

    Das Gleiche gilt auch für Kredite anderer Institutionen. Da du branchenfremd bist, wird dir niemand Geld in der Hoffnung geben, dass du vielleicht ganz plötzlich ein tolles Buch wirst schreiben können.

    Hierzu sollte man wissen: Schreiben ist ein Handwerk! Auch internationale Top-Autoren haben viele Jahre lang Geschichten und Romane eingeschickt... und wurden immer wieder abgelehnt. Nein, nicht weil sie noch keinen Namen hatten, sondern weil die Geschichten einfach schlecht waren.

    Es braucht viele Jahre der Praxis, um wirklich gute Bücher schreiben zu können. Und wer dann ein gutes Buch schreibt, hat damit noch lange kein Buch, das sich auch gut verkauft.

    Schreiben ist ein toller Beruf. Daher machen es auch so viele. Und daher ist die Konkurenz auch so gut... und so zahlreich. Und darum schließlich wird niemand einem Anfänger Geld geben, damit dieser sich bequem seine Sporen verdienen kann.

    Mach es wie alle anderen: such dir einen Job, der dir ein Einkommen sichert, dich aber nicht allzusehr auslastet. Und dann schreib in deiner Freizeit. In ein paar Jahren wirst du wissen, ob es reicht, daraus einen Beruf zu machen.
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  8. #8
    TP-Newbie Matt77 macht alles soweit korrekt
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    danke schonmal für die antworten, und natürlich bin ich nicht völlig naiv, geld für etwas das nichts "handfestes" verspricht bekommt man wohl eher selten.

    allerdings finde ich es schon verwirrend, im falle eines erfolgs als autor zahlt man wie jedermann steuern, hat aber bei der starthilfe weit schlechtere chancen als andere dienstleister.
    mag wohl auch daran liegen das man als angehender autor auch schlecht ein businessplan/konzept vorlegen kann...wie auch immer, mein ziel ist es eher in den drehbuch bereich zu gehen, und habe auch einige skripte über die letzten jahre fertig, nur wie soll man bei einem regulären 10std tag noch motivation und zeit finden alles zu überarbeiten und anständig notizen samt karten zu sortiere, vor allem wenn auch kein büro zur verfügung steht...ich finde es jedenfalls traurig in der hinsicht keine wirkliche chance zu bekommen.

    so wie es momentan läuft wird man von produktionsfirmen angesprochen die einem die richtung geben in der es gehen soll, darum auch die flut lascher us-plagiate oder zwanghaft inhaltschwerer stoff dessen erfolg lediglich der deutschen historie zu verdanken ist, in den letzten jahren im deutschen kino/TV. natürlich mit ein paar wenigen ausnahmen.

    der punkt ist aber, wie soll innovation und qualität einhergehen wenn vom staat, vermutlich, wenig chancen eingeräumt werden?
    ich jedenfalls werde mir mal die ffa anschauen und nach den feiertagen intensiver beim amt nachfragen, mit dem thread hier interessierte mich lediglich die meinung der user, bzw menschen die vorab, evtl, erfahrung damit haben und ich nicht 100%ig blauäugig vor den sachbearbeitern stehe

    danke nochmal für die informationen.

    achja, aus den ffa.de vergaberichtlininen:
    "Antragsberechtigt ist bei der Förderung zur Herstellung von Drehbüchern die Drehbuchautorin/der Drehbuchautor gemeinsam mit einem Filmhersteller."

    somit fällt dies wohl auch flach.
    Geändert von Matt77 (20.12.2007 um 06:09 Uhr)

  9. #9
    TP-Junior eBookle_de ist mal kurz schlecht aufgefallen Avatar von eBookle_de
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    Hallo nochmal,

    das klingt jetzt aber ziemlich hoffnungslos. Aber so ist es nun doch nicht.

    Wir haben ein Buch über das Schreiben (und verkaufen) von Drehbüchern im Programm, daher kann ich hier ziemlich präzise Auskunft geben.

    Im Einzelnen: Nein, du wirst - als Anfänger - keinerlei Geld von irgendeiner Stelle bekommen. Nicht als Roman- und nicht als Drehbuchautor.

    Und, glaub es oder nicht, das ist auch gut so! Es ist nicht zu fassen, wer sich alles einbildet, ein Buch schreiben zu können. Was bei uns im Verlag angeboten wird, das spottet jeder Beschreibung. Würden all die möchtegern-talentierten Autoren auch noch Geld bekommen, dann wäre nichts mehr übrig für die Projekte, in denen wirklich kreative und fähige Leute etwas auf die Beine stellen wollen.

    Das ist nicht gegen dich gerichtet. Vielleicht bist du sehr sehr begabt. Aber gerade dann ist das System gut, denn Qualität kann und wird sich durchsetzen. Und dann wirst genau du von den Geldern profitieren, die eben nicht an Leute verschwendet werden, die nichts können und nichts vorzuweisen haben.

    Und es stimmt auch nicht, dass hierin der Ursprung für die besch... - äh, ich meine die nicht so tollen - Filme läge, die hier in Deutschland gemacht werden. Ursache für die schlechten Filme ist einfach der schlechte Geschmack des deutschen Publikums.

    Schau dich doch in der Film- und Fernsehlandschaft um. Gerichts-Shows, Talk-Shows, Reality-Shows... und Filme wie "7 Zwerge" oder Bully Herbigs Winnetou/Traumschiff Surprise. Warum also soll jemand Gelder verschwenden für Top-Filme, wenn das deutsche Volk völlig begeistert von dem ist, was man ihm schon vorsetzt?!

    Die gute Nachricht: Gerade im Drehbuch-Geschäft ist sehr viel Geld zu verdienen. Und auch Anfänger können dort sehr schnelll Fuß fassen und mit recht wenig Arbeit sehr große Summen verdienen. Voraussetzung dafür ist aber, dass man das Geschäft kennt... und eben auch bereit ist, den Regeln dieses Geschäfts zu folgen.

    Dass man dazu einige Monate seine Freizeit opfern muss, um neben dem Beruf auch noch gutes Material anzufertigen, sehe ich eher als Vor- denn als Nachteil. Schriftstellertum ist eine Berufung, nicht nur ein Beruf. Ich wüsste nichts, was ein angehender Autor in seiner Freizeit besseres tun könnte, als schreiben; wenn es anders ist, sollte er sich für einen anderen Beruf entscheiden.
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  10. #10
    TP-Newbie Matt77 macht alles soweit korrekt
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    hmm interessant, kannst du mir dann evtl ein paar tipps geben was man mit einem fertigen drehbuch machen sollte?
    ich meine einfach so zu einer produktionsfirma gehen? und wie sieht es mit den rechten dafür aus, sollte ich vorher zum notar um sicher zu gehen dass die damit kein schindluder betrieben?

    naja bin über jeden tipp froh :-)

  11. #11
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    Sorry, diese Tipps kann ich dir - seriös - hier nicht geben.

    Nur so viel: Wer Drehbücher schreiben will, der muss das erstmal lernen. Du kannst nicht einfach ein Drehbuch schreiben.

    Vielleicht glaubst du mir das jetzt nicht... aber wenn du versuchst, das Gegenteil zu beweisen, dass wirst du dabei Monate oder gar Jahre verschwenden.

    Du musst ja nicht nur gut schreiben können (bei einem Drehbuch das Unwichtigste). Du musst auch wissen, welche Stoffe gefragt sind, bei welchen Stoffen die Firmen Einsteigern überhaupt eine Chance geben, welche Produktionsfirmen welche Stoffe nehmen, wie du die richtige Form einhälst, damit das Ding nicht gleich im Müll landet, wie du "für den Regisseur" schreibst... und das ist nur der Anfang.

    3 kleine Beispiele:

    1. Vielleicht schreibst du - sehr künstlerisch - von einem "schmerzlich schönen Sonnenaufgang"... dann hast du schon verloren. Denn kein Regisseur dieser Welt weiß, wie er einen "schmerzlich schönen Sonnenaufgang" filmen soll. Das ist nur eins von vielen vielen Beispielen dafür, dass man für den Regisseur bzw. für die Kamera schreiben muss.

    2. Du schreibst, dass der Held sich plötzlich einer "steilen Wand" gegenüber sieht... und hast verloren. Denn jede Wand ist steil! Sonst wäre es keine Wand, sondern vielleicht eine Rampe. Und du hast dem Produzenten gezeigt, dass du kein Autor sondern ein Laie bist.

    3. Der Held hat einen Traum... ein Raumschiff landet, Aliens, die alle wie seine Frau aussehen, steigen aus und schnappen ihn. Ihre Finger gleiten in seinen Kopf und ziehen alle seine Hoffnungen und Träume heraus. Dann wacht er auf.
    Nun, der Produzent wird dann auch alle deine Hoffnungen aus deinem Kopf ziehen und dir das Buch vor die Füße schmeißen. Warum? Weil du mit dieser 30-Sekunden-Sequenz gerade die Produktionskosten des ganzen Films verdreifacht hast.

    Klar geworden? Man kann nicht einfach Drehbücher schreiben. Dafür muss man zu viel beachten. Deshalb bekommt man für ein fertiges Drehbuch ja auch nicht 2.000,- sondern 25.000,- bis 50.000,- Euro (Minimum).
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