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Thema: Kiosk und die wirklichen Zahlen

  1. #1
    TP-Junior Unicorn2005 macht alles soweit korrekt
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    Kiosk und die wirklichen Zahlen

    Hallöchen!

    Ich hab mich gerade registriert und konnte keine Vorstellungsecke finden, deshalb leg ich jetzt einfach mal los mit meiner Frage. Wenn ich noch irgendwo etwas über mich schreiben soll, dann bitte einfach bescheid sagen..

    Also..
    mein Mann möchte gerne einen Kiosk kaufen. Wir haben lang überlegt, den Gedanken verworfen (wegen dem Risiko) und nun ist er wieder aktuell. Mein Mann hat einen Job und möchte diesen vorerst auch behalten, was versicherungstechnisch ja auch günstig ist. Ich muss zugeben, dass wir beide noch nicht wirklich Ahnung von Existenzgründung haben, aber ich werde sicherlich einen Kurs belegen / mir Informationen holen. Ausserdem betreibt die Freundin meines Schwagers bereits einen Kiosk und wird uns hilfreich zur Seite stehen.

    Das erste Problem ist natürlich das Kapital. Ob der Kredit genehmigt wird, das zeigt sich noch. Bis dahin bleibt es noch ein Traum. Wenn es aber klappen sollte, dann hätten wir einen Kiosk, den wir sehr gerne übernehmen würden. Der Standort dieser Trinkhalle ist sicherlich gut. Wir wohnen in Dortmund und in einer grösseren Stadt hat man sicherlich grössere Chancen, dass ein Kiosk gut läuft als in einer kleinen Stadt. Er liegt an einer Hauptstrasse mit einigen wenigen Parkmöglichkeiten direkt davor. Der Kiosk ist begehbar und macht einen ordentlichen Eindruck. Die Öffnungszeiten sind mehr als human.. von 8.00 Uhr bis 22.30 Uhr, was wir sicherlich ändern würden. Direkt in der Nähe steht ein Krankenhaus, es gibt eine grössere Arztpraxis, eine Pizzeria, direkt nebenan ist ein Dönergeschäft. Als wir im Kios waren, konnten wir beobachten, wie viele Kunden sich ihr Essen nebenan und die Getränke dazu im Kiosk gekauft haben. Ein weiterer Vorteil: Jeden 1. Sonntag im Monat ist in der Nähe ein grosser Flohmarkt, bei dem viele Kunden an dem Kiosk vorbeikommen, an diesem Tag ist auch immer mehr in der Kasse abends.

    Was mir jetzt aber ein wenig Sorgen bereitet.. dazu möchte ich gerne ein Zitat aus einem anderen Thread verwenden, wenn ich darf..
    Zitat Zitat von Frechdachs Beitrag anzeigen
    Ich betreue einige dieser "multikulturellen" Mitbürger. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das viele dieser Steuerpflichtigen wirklich keine Aussagekräftigen Unterlagen vorweisen können. Nicht weil sie keinen Steurberater haben oder einfach keine Buchhaltung erstellen. Nein ganz ganz oft werden die Unterlagen so vorgelegt das es gegenüber dem Finanzamt/Wohngeldstelle etc. gerade eben zum Leben reicht. Beim Verkauf wird es dann natürlich schwer atraktive Zahlen vor zu legen.
    Ich denke, dass bei diesem Kiosk genau dies der Fall ist! Direkt zu Beginn nannte man uns einen Umsatz von ca. 27.000 Euro. Nun haben wir Ausdrucke des Steuerberaters vorliegen und dort stehen plötzlich nur 17.000 - 19.000 Euro drin, je nach Monat. Es sollen aber im Durchschnitt 800 - 900 Euro täglich in der Kasse sein abends. Da komme ich dann auf 24.000 - 27.000 Euro. Wie schaffen wir das herauszufinden, wie der wirkliche Umsatz dieses Ladens ist? Wir können doch nicht auf das vertrauen, was man uns mündlich verspricht?

    Was ich mir natürlich vorgenommen habe - ehe wir zuschlagen, falls es mit dem Kredit klappt - dass ich mir ein Bild von dem Kiosk mache, einfach mal mit dabei bin. Das wurde uns auch angeboten - völlig problemlos. Ich frag mich nur, inwiefern ich dann beurteilen kann, wie der Monatsumsatz dann aussieht? Ist es meist so, dass der Tagesumsatz an vielen anderen Tagen auch so ist? Mir ist natürlich klar, dass z.B. am Monatsanfang mehr gekauft wird und nach dem 20. weniger. Aber das müsste sich ja dann ausgleichen?

    Bei einem Umsatz von ca. 24.000 Euro wäre das ein absolut lohnenswerter Kiosk, aber wenn der Umsatz nur knapp über den angegeben 17.000 Euro liegen würde, dann nicht mehr, zumal ich mich sehr viel allein hineinstellen würde. Mit einer zusätzlichen Kraft sicherlich, denn mein Mann arbeitet ja selbst und wir haben eine vierjährige Tochter. Letzteres liesse sich gut vereinbaren durch die Schichtarbeit meines Mannes und sie ist ja auch von morgens an im Kindergarten. Bei Krankheit der Kleinen haben wir auch Möglichkeiten, alles schon durchdacht. Ich schreib das nur, damit Ihr nicht denkt, dass wir nicht richtig darüber nachgedacht haben.

    LG Unicorn2005

  2. #2
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    Der monatliche Umsatz müsste sich ja anhand der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen gut nachvollziehen lassen. Ich würde vom aktuellen Inhaber verlangen, diese Daten offen zu legen. Er sollte ja Verständnis dafür haben, dass Ihr nicht die Katze im Sack kaufen wollt.

    Den Umsatz an einem vorher bekannten Tag, an dem Du dabei bist, kann der Inhaber zur Not durch Käufe von Bekannten an diesem Tag hochschrauben lassen...

  3. #3
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    Wink

    Zitat Zitat von ThomasMo Beitrag anzeigen
    Der monatliche Umsatz müsste sich ja anhand der monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen gut nachvollziehen lassen.
    genau die werden in ihrer Aussagekraft ja nicht ganz ohne Grund bezweifelt

    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Ich betreue einige dieser "multikulturellen" Mitbürger. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, das viele dieser Steuerpflichtigen wirklich keine Aussagekräftigen Unterlagen vorweisen können. Nicht weil sie keinen Steurberater haben oder einfach keine Buchhaltung erstellen. Nein ganz ganz oft werden die Unterlagen so vorgelegt das es gegenüber dem Finanzamt/Wohngeldstelle etc. gerade eben zum Leben reicht. (...)
    Ich denke, dass bei diesem Kiosk genau dies der Fall ist! Direkt zu Beginn nannte man uns einen Umsatz von ca. 27.000 Euro. Nun haben wir Ausdrucke des Steuerberaters vorliegen und dort stehen plötzlich nur 17.000 - 19.000 Euro drin, je nach Monat.

  4. #4
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    Erstmal vielen Dank für Eure Antworten!

    Was ist der Unterschied zu den Ausdrucken vom Steuerberater und den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen? Wenn ich von dem Inhaber verlange alles offen zu legen, sodass mein Mann es bei der Bank vorweisen kann, dann bekommt der jetzige Inhaber sicherlich Probleme wegen arger Steuerhinterziehung. Dafür ist die Differenz zwischen den offiziellen Zahlen und des "wirklichen" Umsatzes einfach zu hoch. Das macht der nie.

    Heute ist genau das geschehen, was ich befürchtet hab. Die Bank hat den Kreditantrag mit den Steuerberaterunterlagen abgelehnt, da auf dem Papier nicht genug Umsatz erziehlt wird. Nun hab ich mich gerade auch schon wieder durchs Internet gelesen und erfahren, dass viele Banken eh nicht gerne solche Kredite vergeben, weil die Gefahr zu gross ist, dass der Kreditnehmer das Geld nicht zurückzahlen kann.

    Wie könnte man das eventuell noch hinbekommen, z.B. mit einem Privatkredit. Was würde dort als Sicherheit reichen, eine zur Hälfte bezahlte Eingentumswohnung möglicherweise? Oder weiss jemand, ob auch eine Vorfinanzierung in Frage kommen würde. Mein Mann würde diese ETW für den Kiosk auch gern verkaufen, da diese eh in einer anderen Stadt ist und nicht so rentabel ist wie es ihm beim Kauf "vorgeschwindelt" wurde. Machen manche Banken das, wenn man den etwaigen Betrag des Kaufpreises der Wohnung vorfinanziert, bis sich ein Käufer gefunden hat?

    Wir geben noch lang nicht auf, denn nur weil eine Bank (eigentlich ja aus guten Gründen) nicht mitgespielt hat, heisst es nicht, dass wir nicht noch Möglichkeiten haben. Nun gilt es diese zu fnden. Hat jemand einen Rat für mich?

    LG Unicorn2005

  5. #5
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    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Was ist der Unterschied zu den Ausdrucken vom Steuerberater und den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen?
    normal sollte es keinen Unterschied geben

    Die Situation ist doof jetzt für euch. Ihr glaubt daran (super!), habt euch wirklich Gedanken gemacht, aber es gibt keine überprüfbaren Zahlen ... einfach blöd.

    Dass die Bank dann Kredit ablehnt ist normal und eigentlich sogar richtig.

    Idee: ich sehe ihr sitzt in Dortmund (huhu aus Arnsberg ).
    In Bottrop gibt es die "GIB" (im Szene-Slang auch "gib Kohle" genannt )
    Keine Ahnung, was es momentan an Fördermitteln bei denen gibt, aber die werden euch sicher gut beraten. Sitzen im "Pott", kennen die Strukturen dort (wer weiß schon, was eine "Trinkhalle" ist? ... gibt es nur im Pott )

    Dort solltet ihr eine kostenlose Erstberatung bekommen. Und die können euch aktuelle Programme/Fördermöglichkeiten nennen.
    Und bezuschussen meistens prozentual recht "fett" eine Unternehmensberatung, die für euch dann die Zahlen/Umsätze/Erwartungen checkt, eine Rentabilitätsberechnung erstellt usw.

    Wenn da ein tragfähiges Konzept/Businessplan bei rum kommt, sollte auch die Bank auf dieser Basis dann einen Kredit geben. Die sind momentan natürlich aus gutem Grund übervorsichtig, aber prinzipiell müssen die Darlehen vergeben, ist nun mal deren Einnahmequelle. Sparkassen & Volksbanken sind übrigens i.d.R. Existenzgründern deutlich aufgeschlossener als die anderen Banken (Deutsche, Commerz, Dresdener ...)

    zum Thema "Privatkredit":
    was verstehst du darunter?
    Als Einzelunternehmer bzw. GbR bist du immer "privat", haftest also für jeden Kredit mit deinem kompletten Privatvermögen (ETW, Auto, Sparbuch, Einkommen ...)

    wegen ETW:
    üblicherweise werden 50 - 60% des Marktwertes einer Immobilie als Sicherheit von der Bank akzeptiert (per Grundschuld). Da ETW erst zur Hälte abbezahlt bei euch, also 25 - 30% des Marktwertes eurer ETW.
    Momentan die ETW zu verkaufen ist übrigens eine ganz schlechte Idee: Die Immobilienpreise sind derzeit absolut im Keller ... nur im äußersten Notfall verkaufen ... Kreditzinsen sind deutlich günstiger (sind nämlich auch im Keller ) als der Wertverlust, wenn du jetzt verkaufst.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Wenn ich von dem Inhaber verlange alles offen zu legen, sodass mein Mann es bei der Bank vorweisen kann, dann bekommt der jetzige Inhaber sicherlich Probleme wegen arger Steuerhinterziehung.
    Die Frage ist, welche belastbaren Belege es überhaupt geben soll für den angeblich deutlich höheren Umsatz.

  7. #7
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    Erstmal *zurückwink*, Arnsberg ist ja nicht wirklich weit. Und danke für den Link, da werd ich mich morgen mal durchlesen und mich an die dort wenden, vielleicht können die uns ja helfen.

    Zitat Zitat von Thomas Beitrag anzeigen
    wegen ETW:
    üblicherweise werden 50 - 60% des Marktwertes einer Immobilie als Sicherheit von der Bank akzeptiert (per Grundschuld). Da ETW erst zur Hälte abbezahlt bei euch, also 25 - 30% des Marktwertes eurer ETW.
    Du meinst als Hypothek? Daran dachten wir auch schon, das wäre eine weitere Möglichkeit. Vielleicht auch eine der wenigen, die wir möglicherweise überhaupt noch haben.

    Was ich unter Privatkredit verstehe? Ich meinte das so, dass man zur Bank geht und einen Kredit aufnimmt - ohne dass man hinterlegt wofür man das Geld haben möchte. Wenn ich hingehe und möchte mir einen Kiosk kaufen, ist das dann nicht eher ein gewerblicher Kredit oder so ähnlich? Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob es da Unterschiede gibt. Vor allem auch, was das Absetzen der Zinsen angeht.


    Die Frage ist, welche belastbaren Belege es überhaupt geben soll für den angeblich deutlich höheren Umsatz.
    Gut - das frage ich mich auch, deshalb hatte ich nachgehakt wegen den monatlichen Umsatzsteuervoranmeldungen. Allerdings - ich kann mir schon vorstellen, dass es irgendwo Unterlagen geben muss über den wirklichen Gewinn, wie soll man sonst den Überblick behalten? Könnte es so sein, dass der Steuerberater die Unterlagen bekommt und erst dann sagt, wieviel angegeben werden soll? Letztendlich ist es ja wirklich viel zu unsicher für uns (oder einen anderen Käufer), wenn man soviel Geld zahlt und nicht weiss wieviel der Kiosk wirklich im Monat einnimmt.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Was ich unter Privatkredit verstehe? Ich meinte das so, dass man zur Bank geht und einen Kredit aufnimmt - ohne dass man hinterlegt wofür man das Geld haben möchte.
    Die Bank will normalerweise bei jedem Kredit wissen, wofür er verwendet wird. Oftmals sind auch die Zinsen vom Verwendungszwecke abhängig.

    Könnte es so sein, dass der Steuerberater die Unterlagen bekommt und erst dann sagt, wieviel angegeben werden soll? Letztendlich ist es ja wirklich viel zu unsicher für uns (oder einen anderen Käufer), wenn man soviel Geld zahlt und nicht weiss wieviel der Kiosk wirklich im Monat einnimmt.
    Kein Steuerberater, der seinen Job behalten will, wird etwas derartiges tun.

    Wenn hier wirklich Steuerhinterziehung begangen wird, werden die Inhaber kaum darüber Buch führen.

  9. #9
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    Zitat Zitat von ThomasMo Beitrag anzeigen
    Wenn hier wirklich Steuerhinterziehung begangen wird, werden die Inhaber kaum darüber Buch führen.
    Aber der Grossist, denn der führt noch immer die körperliche Remission.
    Zitat Zitat von Medienmacher
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  10. #10
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    Ach herrje, das ist ja wirklich festgefahren! Da haben wir ja wirklich kaum Möglichkeiten.. :-(. Okay, an die Stelle in Bottrop würden wir uns sicherlich wenden und dann mal weiterschauen.

    Was den Privatkredit angeht - je nach Höhe - kann man ja alles erzählen, wozu man das Geld benötigt.. nachgefragt wird doch eher selten? Bei den höheren Beträgen wahrscheinlich schon, kann ich mir denken. Aber wie wäre das z.B., wenn man zu einer Schweizer Bank gehen würde? Die sollen ja dafür bekannt sein auch Kredite zu vergeben, wenn nicht alles passt - zu anderen Konditionen (höhere Zinsen denk ich mal). Besser die Finger davon lassen?


    Zitat Zitat von Medienmacher Beitrag anzeigen
    Aber der Grossist, denn der führt noch immer die körperliche Remission.
    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn von den beim Grosshändler gekauften Waren nichts zurückgegeben wurde (ausser mal ein paar Zeitschriften, aber das kommt ja überall vor), dann muss es auch verkauft worden sein? Und das würde bedeuten, dass man den Umsatz in etwa ausrechnen kann? Ich weiss jetzt leider nicht, wie das bei Getränken und so weiter ist, werden die auch zurückgegeben? Zum Händler mein ich?

  11. #11
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    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Ich bin mir jetzt nicht sicher, ob ich das richtig verstanden habe. Wenn von den beim Grosshändler gekauften Waren nichts zurückgegeben wurde (ausser mal ein paar Zeitschriften, aber das kommt ja überall vor), dann muss es auch verkauft worden sein? Und das würde bedeuten, dass man den Umsatz in etwa ausrechnen kann? Ich weiss jetzt leider nicht, wie das bei Getränken und so weiter ist, werden die auch zurückgegeben? Zum Händler mein ich?
    Die Pressegrossisten haben einen Vertrag mit den Verlagen in denen für jedes Presseerzeugnis eine Grossistenspanne und eine Händlerspanne festgelegt ist. Diese Preisspanne ist bindend! Der Händler führt ggü. dem Grossisten eine körperliche Remission durch, gibt die Presseerzeugnisse also zurück. Was fehlt, gilt als verkauft und der Grossist will sein Geld sehn. Die einzige Möglichkeit zu tricksen, wäre hier möglichst unbeschädigte Zeitungen einzusammeln und und an den Grossisten zurück zugeben.
    Zitat Zitat von Medienmacher
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  12. #12
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    Zitat Zitat von Unicorn2005 Beitrag anzeigen
    Was den Privatkredit angeht - je nach Höhe - kann man ja alles erzählen, wozu man das Geld benötigt.. nachgefragt wird doch eher selten?
    Tja. Erzählen kann man schon alles, nur würde ich mir das gut überlegen. Ein echtes Problem hast Du nämlich dann, wenn Du der Bank etwas falsches erzählst, diese den Kredit auf Basis Deiner Aussagen vergibt und dann mitbekommt, für was Du ihn tatsächlich verwendest. Im worst case wird Dir der Kredit dann fristlos gekündigt, und dann sitzt Du in der Sch***e.

  13. #13
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    @ Medienmacher: Das gilt dann also für Zeitschriften? Weil - wenn es zum Beispiel um Getränke geht, da kann man die ja auch irgendwo anders kaufen (z.B. im Kaufland, da gibt es oftmals so günstige Angebote) und zurückgeben funktioniert da ja nicht. Da bekomme ich noch nie raus, was wirklich eingekauft und dann auch verkauft wurde, wenn ich Pech hab. Und solche Dinge machen ja nicht selten die Gewinnspanne eines Kiosk aus.

    @ ThomasMo: Danke für den Hinweis! Da werd ich gar nicht mehr weiter irgendwelche Gedanken spinnen und einfach nochmals überlegen, wie man das in den Griff bekommen könnte. Denn ein gekündigter Kredit wäre ja wirklich das schlimmste in der Situation.

    Im Grunde haben wir ja nicht viele Möglichkeiten.. - mit den Zahlen einen Kredit in der Höhe zu bekommen ist schwer bis unmöglich - vielleicht noch mit einer Hypothek auf die Eigentumswohnung. Und ansonsten hatten wir schon überlegt einfach den Besitzer zu fragen, ob er auf eine Ratenzahlung eingehen würde. Die scheinen eigentlich schon ganu gut verdient zu haben - auch mit anderen Dingen und vielleicht brauchen die es ja nicht sofort? Aber das wissen wir erst, wenn wir nachgefragt haben. Allerdings mach ich mir da nicht so die grösste Hoffnung.

    Da ein eigener Kiosk ein grosser Traum ist, müssten wir dann wahrscheinlich einen anderen Kiosk finden, der bessere offizielle Zahlen hat, um einen Kredit dafür zu bekommen. Was sehr schade ist, denn dieser hat bei mir wirklich Eindruck hinterlassen. Und das obwohl ich noch nicht sicher bin, ob die inoffiziellen Zahlen auch stimmen. Das würde ich erst sehen, wenn ich einen Monat lang mal immer wieder mit dabei wäre und wüsste, was abends in der Kasse ist.

  14. #14
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    bei der abendliche Lektüre dieses sehr interesannten taz-Artikels stoße ich auf die Nordhand e.G. in Dortmund ... könnte auch sehr interessant sein für euch, Kioske werden mehrfach erwähnt

    EDIT
    finanziert werden die Kredite - nach Prüfung durch die Nordhand, dann auch wieder durch eine Bank, aber eben nicht durch eine x-beliebige Bank, sondern über die Bochumer GLS-Bank (Geben - Leihen - Schenken), eine Bank mit sehr langer, genosssenchaftlicher Tradition. Selbstverständlich auch eine Profit-Bank, aber eben aus Selbstverständnis heraus eine "Good-Profit"-Bank

  15. #15
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    Zitat Zitat von ThomasMo Beitrag anzeigen
    ... worst case ....
    Ich weiß nicht, wie du dir das vorstellst, aber für mich geht das -wenn auch nicht mit böser Absicht - in Richtung Kreditbetrug.

    Das ist dann richtig "worse"

    Fang so etwas erst gar nicht an.


    Zu deinem Traum... wenn der Verkäufer keine anderen Zahlen vorlegen kann, kalkuliere den Kaufpreis anhand denen, die du hast!

    Das ist dann erst einmal das Pech des Verkäufers. Er kann immer noch ablehnen und einen Dummen suchen, der die Katze im Sack kauft.

    Erfahrungsgemäß würde ich auch nicht mehr als 15% unversteuerten Zuschlag auf den Umsatz akzeptieren. Denn wenn es mehr sein sollte, ist dann der Ärger mit dem FA idR. vorprogrammiert.

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