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Thema: Planungssicherheit bei Projekten

  1. #1
    TP-Veteran AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User AnnaStesia lebt für das TP und seine User Avatar von AnnaStesia
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    Planungssicherheit bei Projekten

    Hallo,

    kennt Ihr das? Man macht ein Angebot oder einen Vertrag mit einem Kunden, z. B. für eine neue Website, in dem man festlegt, bis zu welchem Termin der Auftraggeber seinen Soll zu erfüllen hat (Bilder, Texte, was auch immer) und bis zu welchem Termin ich, die Auftragnehmerin, meinen Soll erfüllen muss... doch der Auftraggeber räumt dem Projekt "Neue Website" nur geringe Priorität ein und kommt einfach nicht mit seinen Sachen bei ("Wir ersticken gerade in Arbeit und können uns darum nicht kümmern"). An sich nicht weiter schlimm, kann passieren. Dass sich der Abgabetermin meinerseits dann entsprechend verschiebt, sieht auch jeder Kunde ein, das ist auch nicht das Problem.

    Aber: Ich hatte mir jetzt drei große Projekte aufgehalst, wo ich eh schon Sorge hatte, ob ich das alles gleichzeitig wuppen kann. Hatte dementsprechend auch alle weiteren Anfragen abgeblockt, damit ich mich nicht übernehme. Das Ende vom Lied ist, dass ich jetzt da sitze und nix zu tun habe, weil keiner mit seinem Zeug bei kommt, aber auch nix Neues akquirieren kann, weil es ja trotzdem jederzeit "soweit" sein kann. Das ist einfach ärgerlich für mich, weil ich so nicht planen kann.

    Wie handhabt Ihr sowas? Habt Ihr Strategien, damit so eine Situation überhaupt nicht erst entstehen kann? Ich habe mir überlegt, evtl. eine Art "Vertragsstrafe" bei Verzug einzubauen (wird ja andersrum auch gerne gemacht), weiss aber nicht, wie sowas aussehen könnte. Ich will meine Kunden ja auch nicht verschrecken oder übermäßig unter Druck setzen, aber ich hätte halt schon gerne, dass sie sich mit der gegebenen Ernsthaftigkeit mit dem Projekt auseinandersetzen. Hat jemand Tipps für mich?

    Grüße, AnnaStesia
    Ich weiss es doch auch nicht.
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  2. #2
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    Ich kenne das aus einem anderen Bereich aber im Grunde das gleiche Problem, teilweise hat man Leerlauf und dann wieder zu anderen zeiten könnte man sich vierteilen und kommt nciht rum. Das ist halt mehr oder weniger normal und lässt sich, zumindest bei mir, nicht ändern. Ich versuche in der freien zeit eben die Dinge zu machen, die ich vor mir herschiebe oder mache das, was ich immer schonmal ausprobieren wollte.
    Grüsse vom Bodensee

    "EDV-Systeme verarbeiten nur womit sie gefüttert werden. Kommt Mist rein, kommt auch Mist raus." André Kostolany

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  3. #3
    TP-Veteran rednug hilft, wo's geht rednug hilft, wo's geht rednug hilft, wo's geht
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    Das wird es sicher in (fast) jeder Branche geben.
    Im allerschlimmsten Fall hilft da nur halt "Leiharbeiter" oder wie auch immer.
    Wieso jetzt auf Aufträge verzichten, und eventuell Kunden mit "Einfluß" einbüßen.

    In meiner Branche ist es ja ähnlich. Mitunter habe ich Fahraufträge, dass nicht viel anderes wird. Aber gleichzeitig könnte ich noch 3 oder 4 Reisen vermitteln. Und genau jetzt ist die Möglichkeit auch noch da, einen kleinen Webauftritt umzusetzen. Dann ist wieder Ebbe.
    Dies war auch mit ein Ausgangspunkt bzw. - Situation für einen etwas älteren Beitrag von mir;

    http://www.traum-projekt.com/forum/9...aeftslage.html

    Kam jedoch nicht als solches mit rüber sicher, da es mehr um die geschäftslage ging.

    Gunder

  4. #4
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    Zitat Zitat von AnnaStesia Beitrag anzeigen
    Ich habe mir überlegt, evtl. eine Art "Vertragsstrafe" bei Verzug einzubauen (wird ja andersrum auch gerne gemacht), weiss aber nicht, wie sowas aussehen könnte. Ich will meine Kunden ja auch nicht verschrecken oder übermäßig unter Druck setzen, aber ich hätte halt schon gerne, dass sie sich mit der gegebenen Ernsthaftigkeit mit dem Projekt auseinandersetzen. Hat jemand Tipps für mich?

    Grüße, AnnaStesia
    Eine Klausel die eine Vertragsstrafe beinhaltet finde ich wie in deinem Fall beschrieben unglücklich. Vor Vertragsabschluß würde dies nur Mistrauen beim Kunden auslösen.

    Ein Vertrag ist allerdings auch immer für beide Seiten bindend. In dem Fall das ein Kunde zu einem bestimmten Tag X nicht die Basisunterlagen liefert hebelt dies alle weiteren Termine aus. Die Verschiebung auf die du ja bereits hingewiesen hast braucht hierbei nicht zwingend linear sein. D.h. kommt der Kunde 4 Wochen später musst du nicht zwingend 4 Wochen später abgeben (ausser eine entsprechende Regelung wurde vereinbart). Mit anderen Worten müssen alle Folgetermine neu verhandelt werden.

    Es ist aber auch nicht zumutbar, dass man sich wochenlang die Zeit freihält. Ergo den Kunden schriftlich darauf hinweisen dass man momentan beabsichtigst neue Aufträge anzunehmen und die Bearbeitung aus verständlichen Gründen erst nach Ende dieser wieder aufgenommen werden kann. Meistens kommt er dann ganz schnell angerannt mit den Klamoten!
    Gruß HMV

  5. #5
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    Ich habe einmal eine Klausel, dass ich berechtigt bin, nach Konzepterstellung, bis zu 40% zu fordern. Damit hat man den Kunden recht schnell als Interessenten, das es auch weitergeht, denn ein Teil des Geldes ist schon weg.
    Weiterhin kann ich bis zur erbrachten Leistung abrechnen, sollte größerer Verzug entstehen. Damit habe ich meine Arbeit schon bis zum Tag x bezahlt bekommen.
    Soviel zur finanziellen Absicherung.
    Kommt es zu Verzögerungen, kläre ich schriftlich ab, bis wann ich Luft einräumen kann und sich bei Einhaltung dieses Termins eine Verzögerung von x Tagen ergeben kann.
    Sollte dann dieser Termin wieder platzen, nehme ich kurz Kontakt auf und hebe alle Termine auf, parallel sehe ich zu, dass was anderes ran kommt. Auf andere Projekte verzichte ich dann nicht mehr. Meint der Kunde dann, nach weiteren 3 Tagen hat er dann doch Zeit, muss er warten.
    Man muss selber so gut wie möglich Planen und da kann man nicht anders handeln.
    Wenn einem eine Hose für 2 Tage zurück gelegt wird, darf man sich auch nicht wundern, wenn sie am 5. Tag nicht mehr da ist und man dann wieder mehr Zeit mit der Suche nach einer anderen verbringen muss.
    Gruß Mark

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  6. #6
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    webcreate hat das sicherlich schon bestens aufgefuehrt. Ich hatte auch mal eine 30%ige Anzahlung bei Erteilung des Auftrages. Hatte drei Projekte, zwei haben insgesamt je 12 Monate gedauert und das 3. ist bis heute nicht fertig. Kunde meldet sich nicht mehr, will nicht mehr, was weiss ich. Zum Glueck hatte ich dann wenigstens die 30% Anzahlung!
    Wenn Termine dann nicht eingehalten werden, freundlich darauf hinweisen, dass sich dann eben alles weitere verzoegern kann...

  7. #7
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    Dankeschön für Eure Antworten!
    Also dann werde ich es in Zukunft so machen, dass ich in meinen Verträgen die Verbindlichkeit der Termine besser beschreibe und auch die Konsequenzen bei Nichteinhaltung. Mit Abschlagszahlung bei Auftragsvergabe konnte ich mich bislang überhaupt nicht anfreunden, da ich einfach ein ungutes Gefühl dabei habe, Geld zu verlangen, bevor ich überhaupt eine Leistung erbracht habe. Aber mir scheint es doch bei genauerer Überlegung ein gutes Mittel zu sein, um die Motivation beim Kunden zu erhöhen, seinen Teil zum Gelingen des Projekts beizutragen.
    Ich weiss es doch auch nicht.
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  8. #8
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    Was heißt Geld zu verlangen, ohne was getan zu haben?
    Du hast doch ein Konzept erstellt, Termine gehabt, ein Lastenheft erstellt, usw.
    Diese "Vorarbeit" ist doch eine Leistung.
    Es ist auch eine Art Sicherheit, eine Entlohnung zu erhalten, auch wenn der Kunde auf einmal meint, "nöö, brauch ich nicht mehr".

    Ich hatte zwar auch schon ein paar Kunden, die fragten, warum, aber nach der Erklärung war es dann kein Thema mehr.

    Weiterhin:
    Man muss es ja nicht so machen, nur bei der Auftragsbestätigung erkennen sie die AGB an und in denen steht, dass ich es verlange kann.
    Bei Kleinaufträgen mache ich davon auch keinen Gebrauch, aber ab einer gewissen Projektgröße/Auftragssumme schon.
    Gruß Mark

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  9. #9
    TP-Junior JimiBondi macht alles soweit korrekt
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    hallo zusammen,

    ich denke das problem, dass der kunde nicht das material ranschafft bzw. der zeitplan immer weiter nach hinten geschoben wird, kennt jeder nur zu gut.
    webdesigner müssen ja keine miete und rechnungen bezahlen! aber wenn der
    installateur kommt, um die heizung zu prüfen, da wird dann der halbe tag frei genommen. ich denke es liegt daran, dass alles digital ist und die leutchen nix in der hand haben bzw. den nutzen nicht richtig erkennen bzw. wahrnehmen.
    bei printsachen ist es ähnlich, nur nicht ganz so extrem wie beim web. hängt auch von der branche des kunden ab, wobei handwerksfirmen mir ja die liebsten sind!!
    habe vor 2 jahren ein konzept mit layout usw. für einen installateur gemacht. die seite ist heute noch nicht online. da ich konzeption immer vorab abrechne, ist es mir jetzt egal. einer meiner 2 jetzigen kunden hat mir im januar gesagt, dass er 2 wochen nach afrika fliegt. habe dann natürlich versucht bis märz das projekt fertigzustellen. was natürlich nicht klappte aufgrund von materialfehlbeständen. da ich aber immer in 25%-schritten abrechne und das projekt soweit fortgeschritten war habe ich 75% abgerechnet. ausserdem je länger das dauert und je mehr zeit ich immer wieder damit verbringe, desto weniger lust hab ich an dem projekt weiterzuarbeiten.


    deswegen teile ich das projekt in 4 oder 5 bereiche auf und rechne ab nach jedem abgeschlossenen bereich. wenn man das den kunden vorab erklärt, versteht er es auch. weil es kann nicht sein, dass die wirtschaftliche oder personelle lage des kunden auswirkungen auf mich hat in bezug auf liquidität und auftragsannahme.

    gruss

    JimiBondi

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