Zitat:
Zitat von Jordan
ich könnte sie ja auch nicht zurückgeben wenn ichs erst zu mir schicken lassen würde und ich dann verteilen würde...
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Dann hast Du die ganze "Warenlogistik" aber bei Dir im Haus und kannst die zurückgegebenen Produkte an den nächsten Kunden schicken.
Ich sehe da einige Risiken
1) Die Kunden werden sich wegen der Versandzeit beschweren. Ein ebay-Käufer akzeptiert in den seltensen Fällen mehr als 5 Tage Versandzeit nach Geldeingang bei Dir, beim Versand aus China musst Du nach meinen Erfahrungen mit 7-14 Tagen rechnen, gemäß eines Lieferanten von mir in HongKong dauern Einschreiben-Sendungen nach Europa im Schnitt noch mal 10-14 Tage länger als "normale".
2) Geht auf dem Versandweg was verloren wirst DU die Probleme mit dem Kunden bekommen, da diese über ebay einen Vertrag mit Dir gemacht haben. Ob Dein Lieferant da so kulant ist die Sachen zweimal zu schicken, ich weiß ja nicht...
Und ja, gerade im Internationalen Versand gehen regelmäßig Sendungen verloren, besonders schlechte Erfahrungen habe ich mit Italien, Brasilien und eben China gemacht. Habe heute erst wieder von der Post eine Schadenserstazformular bekommen für eine Sendung die in Italien verloren gegangen ist, war wohlgemerkt sogar ein Einschreiben(!).
3) Gerade bei Kleidung kommt es regelmäßig vor, dass Kunden dann am Ende mal eine Nummer größer oder kleiner wollen. Wie stellst Du dir da die Abwicklung ohne eigenes Lager vor?
4) Hast Du von allen angebotenen Waren auch ein Musterexemplar auf Lager, um das mal genauer untersuchen zu können bevor Du es in Deinem Namen anbietest? Was machst Du ansonsten wenn Du von einem Artikel 20 Stück verkauft hast und dann beschweren sich nach und nach die Kunden, was für ein Schrott das wäre und sie wollen doch bitte ihr Geld zurück? Dann mußt Du erst mal zahlen, ob Du das Geld aus China zurückbekommst, ich habe so meine Zweifel.
5) Das Thema Zoll hatten wir ja schon angesprochen, auch hier wird es negative Bewertungen hageln wenn die Leute Zoll für Waren zahlen müssen, die sie bei einem dt. ebay-Shopbetreiber gekauft haben.
6) Ebenfalls schon im Thread angesprochen, das Thema Einfuhrquoten und das Risiko, dass Sachen beim Zoll einbehalten und vernichtet werden. Auch hier werden die Käufer Dich im Extremfall auf Schedensersatz verklagen.
Klar kannst Du bei vielen Punkten sagen "schreibe ich halt als Hinweis in die Beschreibung", aber jeder der shcon bei ebay aktiv war weiß, dass man nur vom DAU (Dümmster Anzunehmender User) ausgehen darf, nicht umsonst gibt es derartige Grafiken:
Denke doch noch mal über alle Punkte nach und überlege, ob der mögliche Ertrag die ganzen Risiken wirklich wert ist.
Dazu kommt bei der Konstellation noch, dass man leicht auch in diese Richtung abdriften kann, wenn die Käufe evtl. durch über Phishing-mails gehackte Accounts ausgelöst werden, das kann man ja nicht kontrollieren:
http://www.aufrecht.de/index.php?id=4700
Ist zwar eher unwahrscheinlich, sollte man aber nicht ganz außer acht lassen, wenn man für unbekannte Leute im Asiatischen Raum regelmäßig Gelder von Dritten weiterleitet.