Hallo zusammen,
bisher hat sich ja niemand wirklich darüber einen Kopf gemacht, dass einfache elektronische Rechnung so gar nicht gültig sind. Nun haben mich bereits 2 Kunden darauf hingewiesen und derzeit geht "da wohl was um", sodass ich hier auch handeln möchte.
So, nun besteht die Frage - Rechungen wieder mit der Post (=kein Ärger, aber teuer+Aufwand) oder eine digitale Signatur holen.
Hat damit jemand Erfahrungen - woher kriege ich die? Brauche ich dazu ein Anbieter wie pixelletter.de oder kann ich sowas auch selbst erzeugen??
Danke im voraus!
Alles was ich hier so schreibe ist nur meine ganz persönliche Meinung.
OK, also doch mit der Post.
War eine ziemlich klar Entscheidung ...
Eine Rechnung wird nicht mal unterschrieben - warum machen die da so ein Kasperzirkus da drumrum. Der eigentliche Deal hat doch schon stattgefunden. Als nächstes kommt die elektronische Briefmarke, ohne die ich keine Mails mehr versenden darf oder wie?
Hallo,
du mußt die Sache von der anderen Seite sehen ... du stellst mir eine Rechnung über 100 € netto zzgl. 19 € MwSt. und führst die 19€ an das Finanzamt ab.
Ich nehme die PDF Datei und hänge überall eine 0 an, druckt diese aus, überweise dir 1190 € und ziehe mir 190 € Vorsteuer. 3 Tage später rufe ich dich an und teile mit, das ich ausversehen zu viel Geld überwiesen habe und bitte um Rücküberweisung der Differenz (auf ein anderes Konto).
Bei einer Querprüfung gibt es auf einmal 2 Rechnungen mit identischen Nummern / Leistungen aber abweichenden Beträgen. Die von mir geänderte Datei hat ein neueres Dateidatum. Ich gebe an das du die Rechnung korrigiert hast. Zum Nachweis habe ich noch den Kontoauszug wo klar erkennbar ist das ich 1190 € bezahlt habe.
Wer hat recht? Selbst ohne die erhöhte Zahlung hat der Aussteller die Scherereien wenn es auf einmal 2 oder mehr Versionen gibt.
Wir signieren alle Rechnungen die raus gehen, unabhängig davon ob es Privatkunden oder gewerbliche Kunden sind.
Gruß Neffe
Die PDFs, die ich versende sind gesichert - die kann man nicht mehr ändern.
Auf der anderen Seite kann ich eine Papierrechnung genauso einscannen, dann in einem Bildprogramm ändern und wieder ausdrucken und anschließend behaupten, dass wäre das Original. Also irgendwo stimmt doch da der Ansatz nicht.
Gibt es denn kostenfreie Möglichkeiten zum Signieren?
Habe das nur bisher mit den Anbietern begriffen.
Ja, nennt sich dann self-signed, bringt Dir nur nichts, da die nicht anerkannt werden, zumindest im Bezug auf die USt nicht.
Dazu muss der Anbieter der Signatur schon akkreditiert sein und nur dann ist es eine qualifizierte Signatur, die das FA dann auch anerkennt.
Du glaubst aber nun nicht, dass es einen Anbieter gibt, der Dir solch ein Zertifikat kostenlos gibt, oder?
Was viele auch immer vergessen und imho auch viele Empfänger nicht wissen ... der Empfänger ist nicht verpflichtet eine el. Rechnung zu akzeptieren, denn dieser muss GDPdU-konform archivieren und der Mittelständler wird nicht unbedingt gewillt sein, sich ein entsprechendes Archiv zuzulegen.
Nee, nee - war ja nur noch mal ne Bestätigung. Das das über nen Anbieter laufen muss, macht ja Sinn (halt wegen der Akkreditierung). Mir wollten einige nur irgendwas von PDF-Schutz & Bla erzählen, was ich jedoch verneint habe.
Vielleicht kommt man da mit 30c billiger weg, aber wenn der Kunde zB keine elektronische Rechnung haben möchte, muss man es doch wieder drucken - die Klausel kenn ich auch. Von daher ja auch die Wahl zu "guten" alten Papierrechnung.
Diese Anbieter nennen sich übrigens "Certificate Authority" oder "Trustcenter" wenn sich mal jemand genauer informieren möchte...Das das über nen Anbieter laufen muss, macht ja Sinn (halt wegen der Akkreditierung).
Kennt jemand eine gute Software die qualifizierte elektronische Signaturen für Rechnungen erzeugt?
Du hast den Thread gelesen und verstanden?
Es wird nicht ausreichen nur eine Software zu nutzen, die qualifizierte elektronische Signaturen erzeugt.
Nach Signaturgesetz musst du dich akkreditieren lassen oder du nutzt einen Dienstleister, welcher bereits akkreditiert ist.
Du bekommst dann von diesem Dienstleister eine Signatur-Card, mit der du die Rechnungen selbst signieren kannst. Diese Signatur-Card kostet dich einen Betrag xy.
In der Signatur steht dann, wer dir das Recht gegeben hat, eine Rechnung zu signieren (<- der Dienstleister) und wer wiederrum demjenigen das Recht gegeben hat diese Dienstleistung anzubieten (<- Akkreditierungsstelle).
Das mit dem Kartenlesegerät und der Signaturkarte ist mir bekannt und ich habe auch schon beides vorliegen (Reiner Chipkartenleser und D-Trust Multicard) , nur eine passende Software in Sachen qualifizierte elektronische Signatur habe ich noch nicht. Schreibe derzeit zwischen 40 - 80 Rechnungen pro Monat...
Mal was anderes...
Ich verkaufe meine Produkte nur an Privatleute mit der Kleinunternehmerregelung (ohne MwSt). Muss man diese Rechnungen, wenn man sie per E-Mail verschicken will, auch signieren oder ist das nicht notwendig?
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