Erstmal ganz grundsätzlich, Filmstoffe sind durch
das Urheberrecht geschützt, und zwar ohne daß man als Autor etwas dafür tun muß. Das Patentrecht schützt ausschließlich "technische Erfindungen", Drehbücher können also nicht "patentiert" werden! Ideen sind nicht zu schützen, Ideen sind frei! Der Schutz beginnt erst dann, wenn von einem Werk gesprochen werden kann, von einer konkreten Geschichte. Im Falle eines aufgeschriebenen Filmstoff nennt man diese Geschichte Exposé. Sobald man also ein Exposé geschrieben hat, ist es automatisch urheberrechtlich geschützt. Punkt!
Wie ausführlich ein Exposé sein muß, ist nicht genau vorgeschrieben, aber es sollte zumindest so sein, daß daraus hervorgeht, was diese Geschichte von einer anderen mit der gleichen Grundidee unterscheidet. Als klassisches Beispiel: die Krankenhausserie. Die Idee, eine Geschichte z.B. in der Notaufnahme eines Krankenhauses spielen zu lassen (ER oder Alphateam), kann man nicht schützen, und dementsprechend hat da auch niemand geklaut. Wenn man nun ein Exposé schreibt, aus dem hervorgeht, daß es sich eindeutig um Alphateam handelt, ist es urheberrechtlich geschützt.
Das gleiche gilt für Eure Exposés/Geschichten/Drehbücher.
Sobald ihr sie geschrieben habt, sind sie geschützt. Punkt! Ohne "Patentierung" oder wie auch immer geartete Methode sie zu schützen, denn so funktioniert das deutsche Urheberrecht.