du musst zu einem Doc, den kannst du dir selber aussuchen.
da wird eine Art Grundcheck gemacht (Blutdruck, Puls, 20 Kniebeugen usw.), die Kosten für diesen ärztlichen Check übernimmt die Kasse, die den Check haben will.
dann musst du noch einen Fragebogen ausfüllen, wo du u.a. alle bisher bekannten/aufgetretenen Erkrankungen, Operationen usw. angeben solltest
Auch Fragen nach deinen Lebensgewohnheiten (Raucher/Nichtraucher, Motorradfahrer usw.) tauchen da auf.
wie mir damals mein Versicherungsmakler sagte, sollte man diesen Fragebogen absolut ehrlich und vollständig ausfüllen
Kontrollieren kann die PKV das zwar erst mal nicht, aber wenn später mal ein Behandlungsfall auftreten sollte, der mit einer verschwiegenen Vorerkrankung zu tun hat, hast du ein Problem.
In dem Fall ist dann nämlich dein Vertrag nichtig und die PKV muss nicht dafür zahlen!

BTW: der Schritt in eine PKV sollte gut überlegt sein. Gerade als junger und lediger Existenzgründer ohne Kinder sind die Vorteile (Qualität/Umfang der Leistungen und auch die Höhe der Beiträge) erst mal sehr verlockend.
Aber
die Beiträge steigen jährlich, nämlich mit deinem Alter, nicht - wie bei der gesetzl. KV - mit dem Einkommen!
Im Gegensatz zur gesetzl. KV - wo immer automatisch alle Familienangehörigen ohne eigenes Einkommen mitversichert sind - musst du in der PKV alle "Nasen" zusätzlich versichern.
Also sicherstellen, dass Kinder/Ehefrau in deiner Lebensplanung
nicht vorgesehen sind oder du musst in dem Moment echt ganz tief in die Tasche greifen ...
Wg. Beitragssteigerungen: ich bin in einer der preis/leistungsmäßig besten PKVs (lt. Tests von Finanztest und Capital) versichert (Lüneburger Krankenhilfe).
Als ich da 1990 eingestiegen bin (damals 26 Jahre alt, männlich, Raucher) habe ich monatlich ca. 250
DM bezahlt, mittlerweile zahle ich etwas über 300
€ für genau die gleichen Leistungen/Tarife wie damals ... mein Beitrag hat sich in 15 Jahren also mehr als verdoppelt!
Und ein paar 100 € "Selbstbehalt" muss ich auch noch zahlen ...
Vorteil - in meinem Fall - allerdings: da ich glücklicherweise so gut wie nie krank bin, habe ich seit etlichen Jahren die KK gar nicht mehr in Anspruch genommen. da gibt es dann in der PKV auch Beitragsrückerstattung, ich bekomme mittlerweile jährlich im Oktoberr mehrere Monatsgrundbeiträge zurückerstattet, das relativiert die Kosten dann. Sollte man aber nicht einkalkulieren, weil man sich nicht drauf verlassen kann, dass das immer so ist