Wir kennen keine Zielgruppe, das Projekt nicht - wie sollen wir dann beurteilen können, ob die Präsentation über einen Blog in Hinblick auf Kundenakquise ein empfehlenswerter Weg ist?
Hallo Traum-Projekt'ler,
zurzeit bin ich noch auf der Suche nach dem richtigen Weg für mein Projekt.
Es geht um eine Software mit sehr vielen Einsatzmöglichkeiten im Bereich des E-Commerce. Ähnliche Software ist zwar schon am Markt, aber durch Fehlerquoten sehr personalintensiv, teuer und nicht sehr genau.
Die Frage, wie man die Aufmerksamkeit potenzieller Investoren, möglicher Kunden oder einfach nur interessierter Menschen erregt, hat sich denke ich bereits jeder mit eigenen Ideen gestellt.
Ich denke, dass ich eine mögliche Antwort hätte, bin mir aber sehr unsicher darüber, ob es auch tatsächlich eine seriöse und vor allem gute Antwort ist.
Kurzum: Es geht um einen Entwicklerblog. Auf diesem möchte ich darüber berichten, welche Einsatzmöglichkeiten sich ergeben, was die qualitativen Vorsprünge sind, welche Möglichkeiten sich dadurch strategisch eröffnen, welche Vorteile der Enduser dadurch hat, wie weit die Entwicklung vorangeschritten ist und vieles mehr.
Wie angedeutet, soll der Blog interessieren, neugierig machen und ggf. Mitmachpotenzial liefern. Leser (die Kunden von morgen?) sollen so ggf. ihre ganz eigenen Wünsche zu so einer Software miteinbringen, oder eigene Daten zur Verfügung stellen, um die Reaktionen der Software auf solches Material zu testen.
Ich sehe hier nun insgesamt drei mögliche Konsequenzen die sich ergeben könnten:
1. Der Blog regt das Interesse einiger Nutzer der Zielgruppe an und hilft beim Knüpfen von Partnerschaften in der ZukunftWas denkt ihr? Ist ein Entwicklerblog der richtige Weg? Was kann man berücksichtigen, um professionell zu wirken? Welche Erfahrungen habt ihr?
2. Der Blog weckt überhaupt kein Interesse, weil noch nichts "da" ist
3. Wenn die Software "fertig" ist, wirkt das Ganze Projekt aufgrund der Bitte zum "Mitmachen" und Feedback liefern eher 0815 als professionell - dringend benötigte Investoren und zukünftige Kunden sollen schließlich nicht abgeschreckt, sondern in den Bann von Ideen und Möglichkeiten gezogen werden
Gruß
ProjektIdeen
Wir kennen keine Zielgruppe, das Projekt nicht - wie sollen wir dann beurteilen können, ob die Präsentation über einen Blog in Hinblick auf Kundenakquise ein empfehlenswerter Weg ist?
Das ist natürlich ein Argument.
Zielgruppen: Jeder E-Commerce-Akteur, der etwas mit (vornehmlich) Versand-Produkten zutun hat. Zum größten Teil werden das Online-Shops und Shopping-Portale sein.
Das Projekt:
Das Projekt beschäftigt sich mit einer neuen Suchtechnologie. Vorteile die es ganz klar von Mitbewerbern und Standardtechnologien abgrenzen, sind vornehmlich Feedbacks zur Optimierung der Angebote für Preisvergleiche und Findbarkeit der Produkte bei bestimmten Useranfragen.
Ein mögliches Beispiel
Preisvergleiche kämpfen oft damit, dass sie Händlerangebote aufgrund schlechter Datenqualität nicht matchen (Produkten zuordnen) können. In der Regel werden solche Angebote einer Redaktion zugespielt, die ihrerseits Fehleranalyse betreibt, um dem Online Shop ein entsprechendes Feedback zu erteilen. Es dürfte klar sein, dass keine ausgelastete Redaktion die Zeit hat, sich mit jedem einzelnen schlecht gestalteten Angebot zu beschäftigen.
Mein System wird im Gegensatz dazu fähig sein, Vorschläge zum Korrigieren und Optimieren der Angebotsdaten für jedes einzelne Angebot zu geben und automatisiert im Groben einzuschätzen, wie solche Probleme in Zukunft vermieden werden können.
Das könnte sein,1. Der Blog regt das Interesse einiger Nutzer der Zielgruppe an und hilft beim Knüpfen von Partnerschaften in der Zukunft
Das könnte auch sein2. Der Blog weckt überhaupt kein Interesse, weil noch nichts "da" ist
Schonmal von Wordpress gehört? Das basiert letztendlich nur auf Leuten die "mitmachen" und die Investoren stehen Schlange!3. Wenn die Software "fertig" ist, wirkt das Ganze Projekt aufgrund der Bitte zum "Mitmachen" und Feedback liefern eher 0815 als professionell - dringend benötigte Investoren und zukünftige Kunden sollen schließlich nicht abgeschreckt, sondern in den Bann von Ideen und Möglichkeiten gezogen werden
Deine Informationen sind zu vage. Ein Blog KANN das Richtige sein, muss aber nicht, denn da kann man viel richtig und auch viel falsch machen. Als erstes muss dein Produkt schlichtweg gut sein um Interesse zu wecken. Dann darfst du nicht vergessen, das solch ein Blog sicherlich Vorteile bringen kann, aber auch Gefahren. Wenn du Leute "mitmachen" lassen willst muss du sicherstellen, dass du auch den nötigen Support bieten kannst. Denn wenn von heute auf morgen plötzlich 50 Leute mehr "mitmachen" wollen, du darauf aber nicht vorbereitet bist, keine Zeit hast die nötige Unterstützung zu bieten, dann schlägt die positive Stimmung in Frust um, und das schneller als du bis 2 zählen kannst. Und das ist immer schlecht für ein neues Produkt.Was denkt ihr? Ist ein Entwicklerblog der richtige Weg? Was kann man berücksichtigen, um professionell zu wirken? Welche Erfahrungen habt ihr?
Gruß,
doCOMP
"Fences are made for those who cannot fly"
Unterm Strich sagt mir dein Posting eigentlich zwei Dinge:
Wenn der Support stimmt und das Produkt Potenzial besitzt, dann sollte man den Blog in Betracht ziehen.
Stimmt einer der beiden Faktoren nicht, wirkt sich das negativ auf das gesamte Projekt aus.
Hast du konkret eine Idee, bei welchen (Software/Internet)-Produkten du Zweifel an der Seriösität bekommen hättest, wenn man erst einmal eine längere Zeit lang darüber bloggt?
Das würde ich so sehen!
Auf jeden Fall. Stimmt aber schon die Grundvorraussetzung nicht (ein gutes Produkt zu haben), dann sollte man mit dem Projekt aber auch erst gar nicht starten. Aber das kann ja momentan keiner beurteilen.Stimmt einer der beiden Faktoren nicht, wirkt sich das negativ auf das gesamte Projekt aus.
Du sagst gerade selber "einmal eine längere Zeit darüber bloggt". Hier sehe ich Probleme: Was heisst längere Zeit? Du willst Interesse wecken. Aber ab einem bestimmten Zeitpunkt schwächt Interesse auch wieder ab.Hast du konkret eine Idee, bei welchen (Software/Internet)-Produkten du Zweifel an der Seriösität bekommen hättest, wenn man erst einmal eine längere Zeit lang darüber bloggt?
Sieh' das mal so ... du freust dich auf deinen Geburtstag weil du weisst, das dieser GANZ BESTIMMT eintreffen wird. Und zwar am dd/mm/yr! Du freust dich auf deinen gebuchten Urlaub weil du weisst das dieser GANZ BESTIMMT eintreffen wird. Wenn Mercedes Werbung macht für ein neues Modell, dann geben sie immer entweder das genaue Datum der Fertigstellung an oder einen Zeitraum, wie z.B. Frühjahr 2010. Die potentiellen Kunden verfolgen die Neuigkeiten mit Interesse, weil sie wissen das das neue Modell GANZ BESTIMMT IM FRÜHJAHR 2010 fertig sein wird.
Interesse wecken geht immer einher mit Freude. Man freut sich auf etwas, nämlich das man schon bald seine eigene Preisvergleichsseite optimieren zu können. Das weckt Interesse und man will wissen, auf welchem Stand die Entwicklung steht (sehr gut nachzuvollziehen in deinem Blog) und das wiederum animiert zum "mitmachen".
Wenn aber jetzt der potentielle Kunde keine Ahnung hat, wann er/sie denn die eigene Seite mit deiner Software optimieren kann, der Entwickerblog über längere Zeit nur bloggt und nichts anderes macht (Beta Download), dann verliert man schlichtweg das Interesse wieder und das Produkt ist im Eimer. Erst dann verliert das Produkt/Du auch an Seriösität und ein Neuaufbau ist sehr schwierig.
Gruß,
doCOMP
"Fences are made for those who cannot fly"
Mit längerer Zeit meine ich tatsächlich Zeit. Also 6-9 Monate (maximum).
Natürlich ist ein Zeitplan wichtig - nicht nur für die Entwicklung, sondern auch für das Bloggen selbst. Es sollte ein grobes Konzept geben, was wann und in welcher Ausführlichkeit veröffentlicht wird (Beispiel: Ein besonders interessantes Thema lässt sich aufgrund seines Umfanges leicht in mehrere Teile packen). Mit so einem roten Faden minimiert sich das Risiko, dass einem früher oder später Material ausgeht und man sich als Interessent langweilt.
Der Zeitpunkt des Blogbeginns bereitet mir auch noch einige Kopfschmerzen.
Sicherlich ist die Resonanz größer, wenn man schon konkretes Vorzuweisen hat, allerdings kann man ohne Testdaten von OnlineShops keine einwandfreie Software erstellen. Kontaktaufnahmen mit Investoren brauchen ebenso ihre Zeit. Da ich auf dem Gebiet absolut keine Erfahrungen habe, muss ich da laienhaft blauäugig rangehen und nach Intuition handeln. Brauchbare Refernezen hab ich zu so einem Marketing jedenfalls keine gefunden.
Da stimme ich dir zu. Gerade bei Software as a Service sind Demonstrationen sehr wichtig. Die Wahl des Demonstrationsmittels kann die Spannung zusätzlich erhöhen.Wenn aber jetzt der potentielle Kunde keine Ahnung hat, wann er/sie denn die eigene Seite mit deiner Software optimieren kann, der Entwickerblog über längere Zeit nur bloggt und nichts anderes macht (Beta Download), dann verliert man schlichtweg das Interesse wieder und das Produkt ist im Eimer
Wenn man bei Software zum Beispiel erst einmal mit bloßen Screenshots wirbt, später dann mit einigen Videos und zum Schluss sogar mit einer Beta und definitivem Releasetermin, facht man das Interesse immer wieder auf's Neue an.
Tolles Beispiel hierzu war ein Modul für eine Shopsoftware, wofür der Programmierer in einem Forum geworben hatte.
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