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27.02.2006, 19:32
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#1
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TP-Veteran
Registriert seit: Oct 2001
Ort: Wilhelmshaven
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Parteiwerbung als Referenz angeben?
Hi Leute,
wie steht ihr zu dem Thema? Sollte man Wahlwerbung, die man für Parteien oder Verbände umgesetzt hat (wenn diese erfolgreich war versteht sich  ), als Referenz auf der Internetseite veröffentlichen oder würdet ihr davon abraten? Ich habe es bisher so gehalten, das ich solche Dinge nicht veröffentlicht habe und auch gegenüber Kunden nie etwas erwähnt habe.
Schwieriges Thema... vielleicht hat ja sogar jemand das gleiche Problem?
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27.02.2006, 19:45
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#2
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TP-Special Mod
Registriert seit: May 2001
Ort: Arnsberg - Sauerland
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ich hab' da auch mal drüber nachgedacht und hab's dann einfach getan
wenn man hinter der Partei auch inhaltlich steht, kann/sollte man auch in seinen Referenzen dazu stehen.
Wenn nicht, eher schweigsam sein (aber würde man dann eine gute Site für die Partei machen?)
Zwiespältig ist das natürlich trotzdem, kann dir zum Einen potenzielle Neukunden vergraulen, kann aber u.U. natürlich auch eher welche bringen.
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28.02.2006, 10:15
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#3
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TP-Veteran
Registriert seit: Oct 2001
Ort: Wilhelmshaven
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Zitat:
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Zitat von Thomas
Zwiespältig ist das natürlich trotzdem, kann dir zum Einen potenzielle Neukunden vergraulen, kann aber u.U. natürlich auch eher welche bringen.
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naja, genau da liegt ja das Problem dabei.
Ich habe mal in einer Druckerei gearbeitet, die hat von den Parteikontakten des Chefs (Ortsvorsteher, diverse Parteiämter in der CDU) praktisch gelebt und mindestens 30% der Aufträge direkt von der Partei bekommen (Plakate, Flyer, ...). Aber bei kleineren Parteien wird das schon schwieriger...
Sicherlich stimme ich inhaltlich mit meinem Kunden überein, die Veröffentlichung meiner Arbeit würde ich aber trotzdem ausschließlich von wirtschaftlichen Aspekten abhängig machen, auch wenn das nicht gerade überzeugend klingt... hast du da negative Erfahrungen gemacht? Es gibt ja durchaus Fälle, in denen politisch Aktive wirtschaftlich von Kunden oder Arbeitgebern regelrecht "abgestraft" werden, hast du das so erlebt?
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02.03.2006, 00:53
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#4
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TP-Insider
Registriert seit: May 2001
Ort: Wolfenbüttel
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Ich stecke in einer ähnlichen Misere. Schade, dass gesellschaftliches Engagement von manchen (ignoranten und dummen) Leuten abgestraft wird. Wie sonst außer auf demokratischen Wege - egal in welcher Partei - kann man was verändern ohne dass wir wieder mit Keulen und Steinen um die "beste" Lösung kämpfen.
Für mich habe ich entschieden, mich nicht zu weit aus dem Fenster zu lehnen. Seine Einstellung anderen auf die Nase zu binden sollte man lassen. Kunden, bei denen man sieht das sie ähnlich denken, kann man vorsichtig ansprechen.
Vielleicht wäre es für Dich ja eine Lösung einen Link auf der erstellten Seite anzubringen damit die "auf Deiner Seite" das sehen - potentielle Neukunden werden das wahrscheinlich nur in den seltensten Fällen auffallen.
Grüße
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02.03.2006, 02:14
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#5
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TP-Special Mod
Registriert seit: May 2001
Ort: Arnsberg - Sauerland
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Zitat:
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Zitat von ratze
... hast du da negative Erfahrungen gemacht?
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das kann ich nicht beurteilen. Betreibe Webdesign ja nur als Nebengewerbe und meine Kunden bestehen weitgehend aus Geschäftspartnern aus meinem Hauptgewerbe (Öko-Einzelhandel).
Und da sind wir uns hinsichtlich Partei sowieso eigentlich alle ziemlich einig
ist ein schwieriges Thema
Ich persönlich hätte den Fotografen, bei dem wir Grüne unsere Wahlkampf-Fotos haben machen lassen, auch dann engagiert, wenn ich vorher gewusst hätte, dass er auch für die CDU im gleichen Wahlkampf gearbeitet hat. Einfach deswegen, weil er gut ist.
Hätte ich es allerdings vorher gewusst, hätte ich wahrscheinlich doch zumindest über Alternativen nachgedacht.
(und wie ich den Fotografen einschätze - ein alter Bekannter von mir - wählt der wahrscheinlich rot )
Von der Druckerei, wo wir haben drucken lassen, wusste ich vorher, dass die auch für PDS und FDP gedruckt haben ... na und?
Ist eine Druckerei, da wird gedruckt was ansteht, die würde ich nur meiden, wenn da auch braune Soße gedruckt würde ...
So lange Service, Qualität und Preis stimmen ist mir eigentlich egal, für welche Parteien jemand sonst noch arbeitet, solange sich die im demokratischen Spektrum bewegt.
Mach doch mal 'ne Umfrage unter deinen Bestandskunden, um ein Meinungsbild zu bekommen.
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02.03.2006, 16:23
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#6
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2001
Ort: München
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Die Diskussion wundert mich jetzt ein wenig: wer sagt denn eigentlich, dass man einer Partei politisch nahe stehen muß, wenn man für sie arbeitet? Und darüber hinaus: dass mögliche Interessenten Deiner Dienstleistung auch immer gleich diese Verbindung herstellen?
Ich habe auch schon öfters bei Kollegen unter Referenzen Partei-Websites gesehen, wäre aber nie auf die Idee gekommen, dass die das jeweilige Parteibuch unterm Kopfkissen haben.
Ich glaube, das seht Ihr etwas zu eng ...
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02.03.2006, 17:06
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#7
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TP-Insider
Registriert seit: Dec 2005
Ort: Stuttgart
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Zitat:
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Zitat von Kafkaesk
dass die das jeweilige Parteibuch unterm Kopfkissen haben.
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Ich denke mal, das Problem ist, wenn man für eine Partei mehrere verschieden Sachen gemacht hat, kann der Verdacht schon eher aufkommen, als wenn man unter seinen Referenzen verschiedene Parteien vorweisen kann.
Meine Meinung.
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02.03.2006, 17:57
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#8
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TP-Special Mod
Registriert seit: May 2001
Ort: Arnsberg - Sauerland
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Zitat:
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Zitat von Kafkaesk
Die Diskussion wundert mich jetzt ein wenig: wer sagt denn eigentlich, dass man einer Partei politisch nahe stehen muß, wenn man für sie arbeitet?
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muss nicht, aber naheliegend erscheint das doch dann schon, oder?
Vor allem - wie max.m richtig sagt - nur eine einzige Partei in den Referenzen auftaucht, und so ist das bei Matthias glaub' ich
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02.03.2006, 18:10
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#9
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TP-Veteran
Registriert seit: Oct 2001
Ort: Wilhelmshaven
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jup, ganz genau.
Ich denke, ich schau mal was die Wahl im September ergibt und stelle die Arbeiten dann eventuell ganz normal als Referenz rein. Dazu vielleicht ein kleiner Satz zum Projekt und zur Umsetzung, das lenkt den Fokus hoffentlich etwas mehr auf die gestalterische und technische Realisierung als auf Spekulationen um meine politische Meinung.
Ich habe mir bisher kaum Gedanken darüber gemacht, bis ich mich mit anderen "Betroffenen" darüber unterhalten habe... das geht bis hin zu Ärzten, die nach Annahme eines politischen Mandats zahlreiche Patienten nie wieder gesehen haben...! Damit wir uns richtig verstehen: Es handelt sich um eine Partei, die völlig eindeutig und ohne jeden Zweifel dem demokratischen Spektrum zugerechnet wird!
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02.03.2006, 19:18
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#10
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2001
Ort: München
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Ich verstehe Eure Argumente natürlich auch, nur denke ich, dass es ab einer gewißen Größe keine mehr so große Rolle spielt: mag sein, dass die Arbeiten für den lokalen Ortsverein sicher schnell den Verdacht der Spezlwirtschaft bzw. der eigenen Verbundenheit mit der Partei aufkommen lassen. Aber sicher nicht, wenns um Landesverbände oder gar Bundesparteien geht.
Wir hatten z. B. mal vor einiger Zeit eine Anfrage von der Bundespartei der österreichischen Grünen für ein TYPO3-Projekt und da gings von keiner Seite um irgendwelche Parteipräferenzen, sondern nur um die Frage der professionellen Umsetzung. Und die Agentur, die den Zuschlag bekam, hat damit natürlich auch später - völlig zurecht - das ziemlich prominent auf der eigenen Website als Referenzprojekt dargestellt.
Aber, und da gebe ich Euch auch recht, ich würde mir sowas als lokaler Anbieter, der für den Ortsverein mal was macht, auch überlegen, ob das Sinn macht.
Eventuell kannst Du ja, ratze, das auch so neutral erläutern (beispielsweise wie Du an den Auftrag gekommen bist), dass man gar nicht erst auf den Verdacht der Gesinnungsgenossenschaft kommt. Denn wenns eine schöne Referenz ist, sollte man auch dafür werben ... 
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