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Rechtslage gefährdet Existenz von Suchmaschinen
Zur Zeit wird das Urheberrecht und verwandte Schutzrechte auf EU-Ebene neu diskutiert. In Deutschland und Österreich liegen nun Gesetzesentwürfe zur Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht vor. Dies ist vermutlich die Rettung für Newsdienste wie Paperboy.de & Newsclub.de, sowie die Rechtsgrundlage für Suchmaschinen.<br><br>Die beiden Seiten Paperboy.de und Newsclub.de bieten eine Nachrichten-Suchmaschine. Dort werden bei der Suche die Überschriften der Original-Artikel von fremden Seiten angezeigt. Mit einem Klick darauf landet man beim Original-Artikel eines Drittanbieters. Dieses Verfahren ist auch die Grundlage von Suchmaschinen wie Google, Altavista, Lycos & Co. Denn auch hier werden bei der Ergebnis-Ausgabe die Überschriften einer Seite mit der Originalseite verlinkt. Eine solche Art von Links nennt man "Deep-Links", da sie direkt auf eine Unterseite eines Angebots linken und der Surfer nicht den Weg über die Startseite des Angebots machen muss.<br><br>Die zum Holtzbrinck-Konzern gehörende Verlagsgruppe Handelsblatt, hatte nun gegen Paperboy.de geklagt, sowie ein weiterer Verlag gegen Newsclub.de (wir berichteten), da man durch eine derartige Verlinkung eine Verletzung des Urheberrechts sah. <br><br>"Suchdienste wie NewsClub.de seien den Online-Zeitungen nur deshalb ein Dorn im Auge", so Christian Kohlschütter, Betreiber von NewsClub.de, "weil sie die Leser von der Startseite bis zum Artikel an möglichst vielen Werbebannern vorbeiführen wollen." Doch auch allgemeine Suchmaschinen nutzen diese Links. Kohlschütter sieht diese damit in ihrer Existenz bedroht.<br><br>Der <a href="http://www.bmj.bund.de/images/11476.pdf" target="_blank">Gesetzesentwurf der Bundesregierung</a> könnte nun Diensten wie Paperboy, Newsclub aber auch normalen Suchmaschinen wieder eine eindeutige Rechtsgrundlage schaffen.
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