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Thema: Kunde hat kein Geschmack - was tun?

  1. #1
    TP-Specialist Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Avatar von Kafkaesk
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    Kunde hat kein Geschmack - was tun?

    Wie geht Ihr eigentlich mit Kunden um, die keinen Geschmack haben, aber immer genau wissen, was Sie wollen? Sehenden Auges in den Untergang, frei nach dem Motto: was schert mich eine Referenz mehr oder wie nehmt Ihr Einfluß auf Geschichten, die sich in eine völlig falsche Richtung entwickeln? Habt Ihr dann schon mal einen Auftrag abgebrochen oder zieht Ihr das dann durch, frei nach dem Motto: Hauptsache die Kohle stimmt?
    Ich bin da wirklich am Grübeln und komme da auf keinen grünen Zweig, wie man mit der Art von Kunden umgeht, die keine Ahnung von Webdesign haben, aber immer alles ganz genau wissen.
    Gibts da Tricks und Kniffe, wie man diese schwierige Clientel sanft umerzieht? Kann man eventuell sogar einiges vertraglich vorher festlegen?

    Mich interessieren Eure Erfahrungen in dem Bereich, da ich gerade so einen Fall hatte und die ganze Zeit grübel, wie ich es hätte anders machen können.
    Gruß Alexander
    --------------------------------
    TYPO3 & Webdesign aus München

  2. #2
    TP-Lady Mod nici bringt sich richtig ein nici bringt sich richtig ein Avatar von nici
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    Hi Kafkaesk,

    tja, wer kennt das nicht. Eigentlich hilft da nur Feingefühl und gute Argumentation, aber da sag ich dir nix Neues. Ich versuch nach Möglichkeit Kompromisse einzugehen, bei einigen Gestaltungsmitteln bleib ich standhaft, dafür mache ich Zugeständnisse bei andern Teilen, auch wenn ich mich damit nicht identifizieren kann. Es sollte schon eine gewisse Vertrauensbasis geschaffen werden, so dass der Kunde weiß, dass du mit deinem KnowHow und deinen gestalterischen Fähigkeiten der richtige Partner für seinen Auftrag bist.

    Wenn es aber ein Kunde ist, der gerade das Internet für sich entdeckt hat und der Meinung ist, dass die Site seiner Konkurrenz, auf der sich alles dreht und schön bunt ist mit 50 verschiedenen Schriften, das Non plus Ultra ist, weil auch Schwager und Bruder (14 Tage Schnellkurs HTML) das so sehen, dann wird es hart. Das sind dann auch meistens die Kunden, die meinen eine Website gibt es für umsonst, besonders weil sie ja die Gestaltung maßgeblich alleine gemacht haben. Dann lehne ich lieber ab, denn das kostet mehr Zeit und Nerven, als man damit verdienen kann.

    Zum Glück sind das aber nur seltene Einzelfälle und bislang konnte ich immer noch Einfluss nehmen, so dass ich noch keinen Auftrag ablehnen musste. Die meisten Kunden sind sehr nett und zufrieden, mit dem, was sie von mir bekommen.

    Gruß nici

  3. #3
    TP-Specialist Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Avatar von Kafkaesk
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    Danke nici, für Deine Einschätzung!
    Wenn es aber ein Kunde ist, der gerade das Internet für sich entdeckt hat und der Meinung ist, dass die Site seiner Konkurrenz, auf der sich alles dreht und schön bunt ist mit 50 verschiedenen Schriften, das Non plus Ultra ist, weil auch Schwager und Bruder (14 Tage Schnellkurs HTML) das so sehen, dann wird es hart.
    Genau diesen Kunden hatte ich. Haarsträubend mit welchen Beispiel-Sites sie immer wieder ankam. Einmal konnte ich dann nicht anders und frage in meiner Verzweiflung nach, ob das ihr Ernst sei ... Da die Contenance zu bewahren, war schon nicht einfach ...
    Ich denke auch, dass ein weiterer Fehler von uns war, zuviele Versionen angeboten zu haben und kein Limit in den Nacharbeitungen. Mit vier Versionen waren sie schlicht überfordert. Und natürlich suchten sie sich auch noch diejenige aus, die - mehr oder weniger - nur als Lückenfüller gedacht war. Und selbst die wurde noch in mühevoller Kleinarbeit in Form von gewünschten Nachbesserungen "verschandelt". Mein Fazit: im nächsten Vertrag genaue Festlegung der kostenlosen Nachbesserungen und allenfalls zwei Versionen.

    Wie handhabt Ihr das? Habt ihr nur eine, zwei oder 5 Versionen im Gepäck? Arbeitet ihr bis ultimo um oder legt ihr auch alles genau vertraglich fest?

    Frage auch deshalb so genau nach, weil es für mich einfach das erste Mal war, dass ich mit sowas konfrontiert wurde.
    Gruß Alexander
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    TYPO3 & Webdesign aus München

  4. #4
    TP-Veteran fettmme bringt sich richtig ein fettmme bringt sich richtig ein Avatar von fettmme
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    Bei mir hilft oftmal eine Mischung aus guter Argumentation (Behindertengleichstellungsgesetzt ...) und "dem Kunden das Gefühl geben, er hätte mir den Design Vorschlag gemacht". Oft möchten diese Leute einfach nur selbst etwas dazu beitragen. Vielleicht möchten Sie das Gefühl haben, das "alle nach Ihrer Pfeife tanzen".

    Ich denke das kann einem egal sein. Der Kunde sollte zufrieden sein, dann empfiehlt er Dich auch weiter

    In der Regel legen wir vorher mit dem Kunden fest, wieviele Vorschläge (2) und Änderungswünsche (2) enthalten sind. Alles was er "mehr" möchte, kostet in der Regel Geld.
    class GetProfileCustomerEntityReceiverInformationReceiverAndProgrammingInforma...{
    public function __construct(){ if(!$this) die(' '); } }
    http://www.thedailywtf.com/

  5. #5
    TP-Insider StSnake ist auf einem guten Weg
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    Also ich versuche den Kunden zu beraten, aber wenn ich sehe, das das in einem disaster enden wird, dann überlege ich mir ob ich diesen Auftrag überhaupt annehme

    Aber das kann ich machen, da ich auf das Geld nicht angewiesen bin.

    Steffen
    Man kann niemanden überholen, wenn man in seine Fußstapfen tritt.

  6. #6
    TP-Specialist Dannys ist auf einem guten Weg Avatar von Dannys
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    Ich mach mitlerweile bei Ageboten keine Screens mehr. Da kann man sich rein aber auch leicht rausschiessen. Ich habe im Vertrag stehen , dass den Kunden 2 Korrekturläufe zustehen und dannach nach Aufwand abgerechnet wird.

    dan
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    Kennt Ihr schon meine Blogs ?

    Das webTVblog.de
    Das e-commerce-blog.de
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  7. #7
    TP-Specialist Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Kafkaesk hilft, wo's geht Avatar von Kafkaesk
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    @StSnake & Dannys: Tja in dem Fall war es aber so, dass sie sozusagen blind eingekauft haben. Die Referenzen, die ich Ihnen vorlegte, hatten ihnen, neben dem günstigen Angebot , so gut gefallen, dass sie mich ohne vorherigen Screen nahmen. Das "Desaster" kam erst danach.
    Na ja, bin ja inzwischen schon wieder einigermassen versöhnt, weil der neueste Kunde bei weitem nicht so schwierig ist. Gut, man lernt daraus: ich werde es jetzt genauso wie die meisten von euch machen und genauestens meine Nacharbeiten vertraglich festlegen.
    Gruß Alexander
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