ich denke auch, dass Lieferanten/Hersteller durchaus das Recht haben, gewisse Vorschriften zur Vermarkung ihrer Produkte zu machen
in meiner 'Hauptbranche' (Naturkost-Einzelhandel) ist es z.B. absolut üblich, dass die meisten Großhändler und Hersteller ausschließlich den sog. "ökologischen Fachhandel" beliefern, das sind dann die klassischen Bioläden, Hofläden und ggf. noch Reformhäuser.
Das liegt einfach in gegenseitigem Interesse: Ich als kleiner Einzelhändler möchte natürlich "meine Waren" nicht auch bei Aldi oder Tengelmann (zum Dumpingpreis?!?) stehen sehen, und die Hersteller wissen einfach auch, dass unsereins die Ware "besser/ehrlicher" vermarkten kann (und dieses seit über 20 Jahren aus Überzeugung tut, und nicht erst, seitdem Bio "schick" geworden ist)
Würde einer meiner Lieferanten auch den konventionellen Handel beliefern, würde ich (und sicher viele Kollegen auch) diese Produkte auslisten ...
anderes Beispiel wg.
Onlinehandel (auch aus meiner Branche):
Ein Lieferant rief mich gestern an und teilte mir mit, in Zukunft würde ich (und alle anderen natürlich auch) seine Ware nur noch bekommen, wenn wir im Online-Handel gewisse Mindestpreise für die Produkte verlangen.
Unterschreiten wir diese: Lieferstopp!
ganz einfacher - und nachvollziehbarer - Grund: massive Beschwerden der Einzelhändler über den Internethandel mit den gleichen Produkten.
Die Kunden kommen in den Einzelhandel, lassen sich die Geräte zeigen, vorführen ... da geht schnell mal ne Stunde Zeit bei drauf.
Wenn diese Beratung dann gelaufen ist, fordern sie Preise wie im Internethandel

(oder verlassen den Laden gleich und bestellen online, weil sie ja jetzt endlich gut beraten sind)
Insofern kann ich deinen Lieferanten voll verstehen, ich denke, da stecken ähnliche Überlegungen hinter

Wenn ein paar Leute seine Ware im Internet "verramschen" zieht er sich den Zorn des stationären handels zu, mit dem er ggf. schon Jahrzehnte lange gute Geschäftsbeziehungen hat
