Der ganze Lizenzkram in der open-source "scene" nervt mich auch ein bisschen an.
Meist werden die Programme under die GPL gestellt, die es einem komplett untersagt, die Software mit kommerzieller zu "vermischen". D.h. es kann nur mit ebenso GPL-Lizenzierten Programmen genutzt werden... Wo ist da die Grenze? Wann beginnt das Vermischen? In der CT wird z.B. beschrieben, wie man mit Ghostscript einen eigenen Printeserver aufbaut. Ghostscript ist unter verschiedenen Lizenzen verfügbar. Nur eine davon erlaub das "vermischen" mit kommerziellen Produkten. Auf eine Anfrage von mir an die Firma, die diese kommerziellen Lizenzen vergibt bekam ich z.B. folgende E-Mail:
...WOW! Na das nenne ich doch mal Lizenzpolitik!Dear Jan,
Unfortunately, Artifex is not set up to handle very low volume
customers. Please contact one of our existing OEM customers. Our OEM
customers don't sell Ghostscript; rather they integrate Ghostscript
within their applications and offer a supported PostScript/PDF solution.
Please take a look at our web page description of some of our OEM
customer solutions:
http://www.artifex.com/techcustomers/index.htm
Sorry we are unable to help you and your company at this time. Please
do not hesitate to contact me with any questions or concerns.![]()
Ich hab mich noch ein bisschen weiter schlaugelesen und konnte desweiteren in erfahrung bringen, dass Programme, die unter LGPG (lether - z.B. NuSoap) mit kommerzieller Software vermischt werden darf. Alles andere scheint nicht zu gehen...Wobei wirklich nicht klar ist, ab wann die vermischung beginnt. Der Printer-Server aus der CT wird auf selbstgeschriebenen Scripten aufgebaut - meiner Meinung nach, müssen diese dann ja auch unter die GPL gestellt werden. Ich wollte Ghostscript auch nur für das Drucken von Dokumenten nutzen, aber dass das nicht unter deren Lizenz fällt haben Sie mir nicht geschrieben. Fakt war, dass ich mir eine andere Software (closed-source) gekauft habe und den Herren von Ghostscript sind da halt 1100€ durch die Lappen gegangen...
Genau das gleiche Problem finde ich z.B. auch bei MySQL wieder. Auf der CeBit letzes Jahr haben wir uns mit den Herren dort über die Vergabe von Lizenzen unterhalten. Man sagte uns: "Sobald der Sourcecode geschlossen sei, ist eine Serverlizenz nötig!" ...Nun frage ich mich, warum mich darauf niemand hinweist, wenn ich eine PHP-Software kaufen möchte, die mit Zend "geschlossen" wurde? Auf eine Anfrage bei einem Unternehmen, hies es: "Die Software ist ja nicht an MySQL gebunden, sondern kann auch auf anderen RDBMs laufen..." (willkürlich übersetzt) ...Hallo? Weiss hier eigentlich jemand, was abgeht? Mein Hoster z.B. bietet mir doch auch freie Gästebücher an, deren Sourcecode ich nicht sehen kann, die aber mit sicherheit auf MySQL aufsetzen... haben die für jeden Server eine MySQL-Lizenz von 500€ gekauft? ...das lass ich mal so hingestellt...
Wie du siehst stehst du nicht alleine da, und es gibt bestimmt zig Leute, die das gleich genauso ankotzt, da das ganze einfach nicht genau genug definiert wird. (selbst wenn man sich die Lizenztexte reinzieht...es bleiben immer Fragen offen)
Ich hoffe, auch wenn mein Posting dir nicht hilft, dir die Tatsache hilft, dass du nicht alleine bist
Gruss
Jan


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Wobei wirklich nicht klar ist, ab wann die vermischung beginnt. Der Printer-Server aus der CT wird auf selbstgeschriebenen Scripten aufgebaut - meiner Meinung nach, müssen diese dann ja auch unter die GPL gestellt werden. Ich wollte Ghostscript auch nur für das Drucken von Dokumenten nutzen, aber dass das nicht unter deren Lizenz fällt haben Sie mir nicht geschrieben. Fakt war, dass ich mir eine andere Software (closed-source) gekauft habe und den Herren von Ghostscript sind da halt 1100€ durch die Lappen gegangen...
) ...Hallo? Weiss hier eigentlich jemand, was abgeht? Mein Hoster z.B. bietet mir doch auch freie Gästebücher an, deren Sourcecode ich nicht sehen kann, die aber mit sicherheit auf MySQL aufsetzen... haben die für jeden Server eine MySQL-Lizenz von 500€ gekauft? ...das lass ich mal so hingestellt...