Hallo intramat,
die Honorargestaltung abhängig von einem, wie auch immer gearteten Stundenlohn finde ich problematisch. Das hieße, je lahmer Du bist, desto mehr Geld muss der Auftraggeber zahlen. Erschließt sich mir nicht wirklich.
Eher solltest Du für Dich selbst entscheiden, wie
anspruchsvoll der Job ist. Ist Kreativität/Hirnschmalz gefragt? Oder bügelst Du das mit 5 Mausklicks runter? Weiterhin solltest Du mit einbeziehen, um was für einen Kunden es sich handelt. Große Firma? Kleine Firma? Wirtschaftliche Lage in der Branche des Kunden? Hast Du das geklärt, denkst Du Dir eine entsprechende Zahl aus und nennst sie dem Kunden.
Jetzt kann mehreres passieren:
1. Er zeigt wortlos zur Tür.
Grund: Du bist zu teuer.
Gegenmaßnahme: Magenkrampf vortäuschen und eine deutlich kleinere Zahl röcheln.
2. Er krümmt sich vor Schmerzen und atmet schwer.
Grund a:
Er ist eigentlich einverstanden, will aber den Preis drücken.
Gegenmaßnahme: Betonen wie anspruchsvoll der Job ist und evtl. etwas kleinere Zahl nennen.
Grund b:
Er hat echte Probleme (Herzinfarkt o.ä.)
Gegenmaßnahme: Arzt rufen.
3. Er lächelt und stimmt sofort zu.
Grund: Du bist viel zu billig und er freut sich über sein Schnäppchen.
Gegenmaßnahme: Für den aktuellen Job keine. Den machst Du jetzt zum Schleuderpreis. Für die Zukunft: Ausgangszahl erhöhen.
Wenn Du das ein paar mal durchexerziert hast, bekommst Du langsam ein Gefühl dafür, was welcher Job wert ist. Hier gilt, wie in vielen anderen Bereichen auch:
Versuch macht kluch.
In diesem Sinne, frohes Schaffen.
Wolfgang