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18.03.2002, 21:12
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#1
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TP-Member
Registriert seit: May 2001
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Habt ihr es auch so schwer ?
Hallo Leute,
mal ein ungewöhnlicher Thread.
Ich finde, dass es seit Früjahr 2001 so was von schwer geworden ist Aufträge zu kriegen.
Ist das bei euch auch so ...
Bitte lasst uns jetzt nicht die "der Wirtschaft gehts scheisse - Diskussion" anfangen.
Die meisten Firmen hier haben eine Homepage. Viele sehen sowas zum kotzen aus, aber wenn man sie darauf anspricht: "Nee, brauchen wir nicht. Das Internet ist sowieso nicht so wichtig."
Viele fangen auch direkt an mit den Ohren zu schlagern: "Was 500 Euro für ne Homepage ? Kennen Sie Wixpage (name geändert, Microsofthasser) ? Mache ich nämlich damit ...."
Wie gehts euch ? Kotzt euch aus ...
Und wie kriegen wir den Karren wieder raus ?
Liebe Grüße,
simpson1
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18.03.2002, 22:31
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#2
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TP-Supporter
Registriert seit: Jul 2001
Ort: Neu Wulsmtorf
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Hi,
ich bin zwar kein Webdesigner, aber in meiner Branche (selbst. Buchhalter und Dienstleister) ist es genauso: Die meisten sind versorgt.
Mögliche Kunden sind also neue Unternehmen, die noch keine Homepage haben oder es kommt auf die richtige Ansprache an, die den Kunden überzeugt, dass er mit seiner bisher vielleicht nich so tollen Site, doch nicht so gut bedient ist.
Dabei ist das Argument "zu teuer" und Internet taucht eh nix ja noch sehr dankabr, hat man doch prima Ansatzpunkte.
Der Kunde muss überzeugt werden, dass es für ihn sehr lohnenswert ist, vernünftig im Netz präsent zu sein, was übrigens eine gerade veröffentlichte Studie belegt. Hiernach sehen mehr als die Hälfte aller Entscheider auf die Homepage eines möglichen Vertragsparners. Ist die nicht entsprechend, wird häufig nichts aus dem Geschäft.
Dann kann man dem Kunden klar machen, dass das Internet ein riesiges Potential hat usw, usw.
Ich bin also der Meinung, dass nicht unbedingt die schlechte Lage allein der Grund ist, für die schlechte Auftragslage.
Obwohl es natürlich in der Tat sehr schwer ist, Aufträge an Land zu ziehen.
Viele grüße
Hardy
__________________
dont dream it, be it!
Wie immer gilt: Alles Geschriebene ist meine private Meinung und stellt keine Steuer- oder Rechtsberatung dar.
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18.03.2002, 22:54
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#3
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TP-Veteran
Registriert seit: Aug 2001
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Hallo Simpson 1,
kann Dir leider nur zustimmen, die Argumente höre ich in letzter Zeit auch ständig.
Die evtl Kunden wollen alles, allerdings ohne entsprechende Bezahlung.
Naja zur Zeit mache ich hauptsächlich kleinere Dinge, wie bestehende Seiten erweitern und neue Funktionalitäten einbauen. Nicht sonderlich spannend aber besser als gar nichts.
Brüte gerade an einer Idee mit mehreren Leuten, um die ganze Sache ein wenig anzukurbeln...
In diesem Sinne
nik
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18.03.2002, 23:27
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#4
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TP-Insider
Registriert seit: Oct 2001
Ort: Köln
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Hy Ihr,
spannende Diskussion, habta hier eröffnet:
Also ich glaube, dass das Webdesign *wohl oder übel* nicht mehr so lange überlebt, in dem Bezug, dass man damit "seine Brötchen" verdienen kann. Die ganzen Kunden wollen es Preiswert und gut haben = Der Preis bestimmt die Nachfrage. Heutzutage (das wurde aber auch schon öfter hier im TP gesagt) kann man mit ein wenig Wissen Homepages selber bauen, mal davon abgesehen, ob die jetzt nun brauchbar sind oder auch nicht.
Der Projektmanager des kleinen Betriebes, wo ich nach den Osterferien mein Praktikum mache, meinte auch, was ich in meinem weiteren Lebensweg machen wollte, "weil man ja mit Webdesign heutzutage/in Zukunft auch nicht mehr viel weiterkäme". Er meinte, ich sollte mich entweder für einen Beruf im Bereich Screendesigner ect. entscheiden bzw. etwas mit Datenbanken. Beim Praktikum habe ich die Möglichkeit, beides einmal auszuprobieren. Letzendlich wüsste ich jedoch auch mal gerne, wieweit man in der Zukunft mit den kreativeren Berufen weiterkommt ...
Zum Zitat von Hardy und ein paar anderen hier im threat:
Zitat:
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Der Kunde muss überzeugt werden, dass es für ihn sehr lohnenswert ist, vernünftig im Netz präsent zu sein, was übrigens eine gerade veröffentlichte Studie belegt. Hiernach sehen mehr als die Hälfte aller Entscheider auf die Homepage eines möglichen Vertragsparners. Ist die nicht entsprechend, wird häufig nichts aus dem Geschäft.
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Sicher ist das für eine Firma von Vorteil, wenn diese eine gute Homepage besitzt, jedoch melden sich echt nunmal keine bzw. nur ganz wenige Leute über eine Homepage für ein Produkt. Man muss den Leuten schon "auf den Wecker gehen z.B. mit Anrufen, emails", vielleicht sind sie zu faul oder haben zuviel Respekt sich über Internet zu melden.
Der Projektmanager aus der kleinen Firma meinte, dass er noch
keinen Kunden über seine Homepage bekommen hätte. Ich denke, dass da etwas dran ist, klar werden jetzt manche anderer Meinung sein.
Naja, wie auch immer, wir werden sehen, wie sich dasganze weiterentwickeln wird, ich bin gespannt und hoffe trotzdem, dass sich die kreativen Berufe halten, das Internet in den nächsten Jahren mehr noch genutzt wird und von den Benutzern aus mehr Vertrauen in das Medium kommt.
see ya
stallone
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"Eine [...] gesellschaftliche NORM ist nichts Greifbares. Sie ist nichts Konkretes oder wissenschaftlich Beweisbares. Sie ist offensichtlich eine geheime Abmachung, an die sich die meisten halten. Sie ist das Drehbuch und wir spielen mit. Wer sich nicht daran hält, fällt auf!"
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18.03.2002, 23:57
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#5
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TP-Greis
Registriert seit: Jun 2001
Ort: Bonn-Altstadt
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Es scheinen auch generell komische Ansichten über diesen Berfuszweig und dessen Tätigkeitsbereich vorzuherrschen.
Die Vorteile des Internets liegen in dessen Interaktivität. Wenn jemand behauptet, noch keinen Kunden über das Web aquiriert zu haben, wundert mich das nicht. Besonders die üblichen bunten Seitchen, die mancher Mittelständler sein eigen nennt, sind in Frage zu stellen. Entweder fahre ich eine perfekt konzipierte Imagenummer (die sich aber die wenigsten Kleinunternhemer leisten können dürften) oder aber ich setze auf Kundenbindung. Dazu braucht es nun mal mehr als das obligatorische Home/Über uns/Kontakt, solche Infos bekomme ich auch schon fast in den gelben Seiten.
Wenn ich nicht gerade über einen Webshop Waren verkaufe oder mein Name zumindest regional bekannt ist, werde ich wenig Chancen haben, einen potentiellen Neukunden auf meinen Seiten zu gewinnen.
Dem Kunden muss klar werden, dass ein eventueller Internetaufritt nicht eine Adaption der ggf. vorhandenen Print-CI mit deren Inhalten sein darf und kann.
Wenn er das erst mal begriffen hat, muss man gemeinsam aussondieren, ob sich eine Webpräsenz überhaupt lohnt. Ich lasse lieber einen Kunden ohne Auftritt aus dem Gespräch gehen, als dass ich ihm irgendeinen Müll andrehe, der ihm nichts bringt. Webdesign hat durchaus auch was mit Unternehmensberatung zu tun.
Es muss geklärt erden, inwiefern eine Kundenbindung oder gar Neugewinnung geschehen kann.
Mal ein Beispiel: Nehmen wir an, ein Heizungsbau-Unternehmen (ist jetzt vollkommen aus der Luft gegriffen) möchte ins Internet. Was könnte dieser Auftritt dem Kunden(!) bieten? Vielleicht eine erste "Ferndiagnose" über den Zustand der heimischen Heizungsanlage, Support für verbaute Heizkessel (vielleicht Bedienungsanleitungen für die vom Unternehmen verbauten Thermostate) und Tipps zur Kostenminimierung beim Heizen. Das interessiert den Kunden. Den üblichen Schnickschnack (Über uns/Kontakt) kann man da mit unrerbringen, das ist periphäre Information.
Aber da kommen wir schon zum nächsten Punkt. Damit eventuelle Neukunden überhaupt von der Existenz der Seite erfahren ist PR angesagt. Und das bedeutet nicht das eintragen in irgendwelche Suchmaschinen oder Kataloge. Regionales Handeln ist gefordert. Da die wenigsten sog. Webdesigner werden fast schon Full Service-Leitungen bieten können. Es müssen also Kooperationen mit anderen Diensleistern eingegangen werden, kassieren kann man da immer noch über Provisionen.
Dieses Statement ist sicherlich nicht allgemeingültig, aber es spiegelt durchaus meine Erfahrungen aus nunmehr sechs Jahren in dieser Branche wieder. 
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Give up yourself into the moment — The time is now.
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18.03.2002, 23:59
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#6
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TP-Senior
Registriert seit: Sep 2001
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Zitat:
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Der Kunde muss überzeugt werden, dass es für ihn sehr lohnenswert ist, vernünftig im Netz präsent zu sein, was übrigens eine gerade veröffentlichte Studie belegt. Hiernach sehen mehr als die Hälfte aller Entscheider auf die Homepage eines möglichen Vertragsparners.
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Hast du dazu auch irgendeine Quelle zum Nachlesen? Würde mich nämlich stark interessieren!!
Rock On
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modern life is rubbish
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19.03.2002, 02:21
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#7
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TP-Veteran
Registriert seit: May 2001
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eigentlich hat schmobi schon das wesentliche gesagt.
Zusätzlich gebe ich zu bedenken: Im Rahmen des "Neuen Marktes" wurde das Internet so laut hochgelobt, das selbst "Lieschen Müller" zu wissen meinte, das das Internet das wichtigste auf der Welt ist.
Dann kam der, in meinen Augen selbst verschuldete, Zusammenbruch des Neuen Marktes. Plakativ hieß es in der "Blödzeitung" und den verwandten visuellen Medien, aus denen sich die meisten, weil es einfach ist, ihre sog "Informationen" holen:
"Das taucht alles nix und wir brauchen das alles nicht"
Nur dieser Ansatz ist mittlerweile ebenso falsch wie das was in den Hochzeiten passierte. Aber das hat sich in den Hirnen der Leute "festgefressen".
Ein paar "Glückliche"(?) unter uns, dürfen vielleicht noch für irgendwelche Majors der Wirtschaft arbeiten, die oft eigene Marketingabteilungen udergl haben, die etwas weiter schauen.
Die meisten haben aber mit dem normalem Mittelstand zu tun, sprich dem "Handwerker, Einzelhändler" udergl. von nebenan. (Es ist ja auch der Mittelstand der die Wirtschaft am laufen hält - aber das ist ein ganz anderes Thema....)
Und das sind einerseits die oben genannten Leute und vor allem andererseits solche Leute, die die Notwendigkeit eines I-net Auftrittes nicht einsehen (wollen...können?)
Machen wir uns nix vor: heute haben zwar viele einen PC, aber den haben sie nur weil es einfach dazugehört. Wie man "früher" irgendwann mal nen Videorecorder oder zwei hatte, kaufen sie sich heute im vorbeigehen einen PC, weil man ihn haben "muß" . Aber das ist vielen Leuten zu kompliziert, weil die Dinger für den "2 - 3 Stunden/Woche User" "Teufelsmaschinen" sind, vor denen sie Angst haben - weil sie einfach noch zu kompliziert sind. Wie sollen Leute, die einen VCR nicht programmieren können mit einem PC klar kommen?
Und diesen Leuten muß man klar machen: "Kalli - du mußt ins Web" Aber nicht damit jemand aus Afrika sich auf die Seite eines Klempners in Deutschland verirrt. Sondern deshalb um seine Kunden vor Ort zu erreichen. In seinem Dorf, seiner Kleinstadt. Und was Schmobi richtig sagte: da muß Content her. Nicht dieser "wir über uns" Mist - denn ich in den meisten Fällen gar nicht mehr lese. Und dieser Content muß wirkliche Informationen für den potentiellen, aber auch langjährigen Kunden bieten. Ich will als Kunde umgarnt werden. Als Heavyuser kann ich Unternehmen nicht verstehen, die mir auf ihrer Seite erzählen, das man ohne Regenschirm nass wird wenn es regnet, das weiss ich auch so schon.
Ich will wissen, warum ich den Handwerker, den ich nicht kenne beauftragen soll. Ich will wissen, weshalb ich einen Artikel, den ich bei a, b und c zum gleichen Preis auch bei x kaufen kann, bei "h" kaufen soll.
Dazu gehört auch eine relativ ständige Erneuerung des Inhalts. Schließlich lese ich heute auch nicht die Tageszeitung von vor drei Monaten.
Das ist es was man den Leuten klar machen muß.
Dann kommt noch hinzu, das für viele Leute eine blinkende und schillernde Seite das Non-Plus-Ultra des Webdesigns ist. Warum? Weil die meisten Seiten so aussehen. Nein, nicht die von "uns". Aber die von sogenannten WDern die diesen Mist erfolgreich als das Non-Plus-Ultra verkaufen. Die das deshalb verkaufen, weil sie Kontakte via "Vereinen und angstfreien Häkelkursen" haben. Diese Schiene läuft immer noch und sie wird auch weiter laufen. Das läuft bei Handwerker Müller von nebenan, das läuft aber auch bei größeren und grossen Auftragebern so. Das war so und dieses kleine Netzwerk wird auch weiterhin funktionieren.
Das nächste und fast grösste Problem ist:
"Web-Design kann jeder":
Webdesign im Stil von Frontpage das blinkt und Farben sprüht . Da weiß doch der "Handwerker" von nebenan nicht mehr, weshalb er bei einer "Agentur" 3000€ bezahlen soll, wenn er - oder seine Tochter - das am Aldi-PC mit Frontpage selber basteln kann. (schließlich weiß er ja vielleicht nach kurzer Zeit, wo er das "wunderschöne drehende @" downloaden kann - wenn es auch erst nach dem 17 Downloadversuch klappt.) Denn er kennt ja nix anderes.
(Ich habe bis hierhin teilweise bewusst überzeichnet - habe aber durch Kontakte zu "Otto-Normal-Surfern" das Gefühl, das ich da sehr richtig mit liege. Auf einem Burtzeltagsbrunch gestern sprach ich mit einer Dame, die zuhause einen mordsmäßigen PC stehen hat mit DSL und Flat und allen Schicki-Micki. Die sich, wie auch ihr Mann, seit vier Monaten noch nicht ins Internet getraut hat "...weil man hört ja immer von Viren und 0190ern" Ich glaube, jeder von und kennt sehr viele solcher Leute......)
Dann ist da noch das Preis-Problem. Das ist fast mein Lieblingsthema.
Jeder 15 Jährige meint sich im Bereich "Webdesign" selbstständig machen zu müssen, ohne sich über die Folgen klar zu sein...... Klar ist ja auch besser, als für nen 5er (€) im Supermarkt Regale einzuräumen oder wie es in meiner Altersgruppe üblich war, inner "Tanke" an der Kasse zu stehen oder vielleicht Taxi zu fahren (aber das dürfen sie noch nicht - Gott sei Dank)
Nur: diese 15 jährigen machen das, um in der Disse den kleinen Mädchen Wasser zu kaufen, das nach Kaffee schmeckt (brrrr - wir haben von unserm "Tankengeld" wenigstens Pilsbiere und andere vernünftige Sachen auf den Markt geschmissen) und um dann den grossen WDer raushängen zulassen. Die brauchen das nicht um davon zu leben. Die setzen sich hin, machen teilweise wirklich gute Seiten auf hohem Niveau - weil sie teilweise echt creativ sind - aber eben halt für einen Preis, mit dem eine wirklich professionelle Agentur nicht mehr mithalten kann und das Gesangbuch zuschlagen muß.
Ich habe es oft genug angespochen:
Aber das sind die Leute die den Markt kaputt machen. Nehmen wir ein Beispiel: der von mir viel bemühte Handwerker/Rechtsanwalt udergl will eine Website haben. Er hat zwei Angebote: eins von einer Profi-Agentur, die seit Jahren am Markt ist, wahrscheinlich auch weiterhin dort bleibt. Diese will 4000 € für alles. Dann ist da noch der 15 jährige sog. "Inhaber" der Agentur "TeutoburgerWaldMedia". Der machtvielleicht sogar eine gleich gute Seite für 500 € (wegen der Mädels inner Disse und dem Sommerurlaub am Ballermann reicht das ja) Das dieser junge Mensch (neudeutsch: Junge Creative) in drei Monaten vom Markt verschwunden ist, weil sich seine 14 jährige Freundin beschwert, das er nie Zeit für sie hat - oder weil er skaten dann als seinen Lebensinhalt ansieht - das zählt dann nicht mehr.
Und jetzt die 1 Millionen € Masterfrage - Wer bekommt den Auftrag? (Vorausgesetzt die Tochter/Sohn vom AG kommt mit Frontpage nicht klar)
Das ist in meinen Augen mit das Hauptproblem.
Wenn das gelöst ist werden die, die weiterdenken als bis zur Disse am Samstag ihre Zukunft in der Branche haben. Weil das I-net die Zukunft ist. Aber dafür muß man eben weiterdenken können als bis nächsten Samstag..........Das ist nicht nur eine Frage des Alters - sondern auch der Intelligenz......
Wo ich jetzt noch einen anderen Post gelesen habe....: Die Webpräsenz ist ein Teil der Werbeaktivitäten eines Unternehmens, genauso wie die Anzeige in der Tageszeitung. Aber auch da gibt es ein Problem, das Henry Ford mal in etwa so formulierte: "50% der Werbeausgaben sind verschwendetes Geld - man weiss nur nicht welche........"
MasterL
Geändert von ::..Thomas..:: (19.03.2002 um 02:37 Uhr).
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19.03.2002, 03:33
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#8
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TP-Special Mod
Registriert seit: May 2001
Ort: Arnsberg - Sauerland
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[OT]
da hast du dich ja mal wieder so richtig schön ausgekotzt  - aber hast ja auch Recht
[/OT]
zum Thema:
ist schon viel Richtiges zu gesagt worden - Problem bleibt, wie verkaufe ich "unsere" bessere Leistung der Kundin/dem Kunden?
zu schon genannter "Konkurrenz" kommt noch:
1&1 bietet z.B. seit kurzem einen neuen "Web-Creator" für nur 5,99 €/Monat
Ist wohl noch banaler (natürlich online) zu bedienen wie FP.
Meine Frau bekam vor einigen Wochen den Job, für einen Hundezüchter-Club ne Website zu machen.
Hat sie auch schön mit FW/DW gemacht. Verein wollte selber "son bisschen" weiterpflegen.
Also bei Projektübergabe gleich DW & FW Trial mit auf die CD gepackt (damit sie das entweder kaufen oder besser pflegen lassen).
Was machen die? buchen sich son Web-Generator bei 1&1 und legen innerhalb eines Wochenendes ne durchaus brauchbare Site hin ( www.club-langhaar.de) - immerhin haben sie anstandslos die Rechnung bezahlt 
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19.03.2002, 09:33
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#9
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TP-Specialist
Registriert seit: Mar 2002
Ort: Schweiz, Dinhard
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Aufwind....?!
Hier in der Schweiz waren die letzten Monate auch sehr zäh. Die grossen Kunden hatten bereits ihre Budgets verprasst und die kleinen liessen sich durch die allgemeine schlechte Stimmung anstecken. Nun sehen wir aber wieder Licht am Ende des Tunnels. Die Aufträge kommen wieder rein und das nicht zu knapp. Ich sag's mal so. Ein guter Verkäufer kann auch heute noch einem Kunden plausibel vermitteln warum er in seine Webpräsenz investieren muss (nicht soll!!!). Wenn ich Kunden berate, kommt mir nachher keiner mehr mit dem Enkel der Frontpage beherrscht. Es genügt heute einfach nicht mehr nur anzufragen: Möchten Sie ne Homepage? Man muss dem Kunden mit Hard-Facts überzeugen, dass die Investition sich mittel- und langfristig bezahlt macht. Der Kunde muss also über die Komponenten Design, Funktionen und Marketing geholt werden. Es müssen vom Anbieter auch Arbeitsprozess-Lösungen aus organisatorischer Sicht angeboten werden können. Ich bin auch der Meinung, dass die Zeiten der reinen Webdesigner oder Webpublisher passé sind. Der Kunde will mehr. Und wenn wir uns auf seine Bedürfnisse einstellen und ihm nicht nur über Crossbrowser-Kompabilität und schnelle Ladezeiten vorschwärmen (die wichtig sind, den Kunden aber einen feuchten *** interessieren), werden wir auch wieder Aufträge an Land ziehen.
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19.03.2002, 09:57
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#10
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TP-Supporter
Registriert seit: Nov 2001
Ort: Schwiizerländ
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Hi
Also in finde diese Diskussion hier unheimlich interessant, gerade weil ich mit Webdesign kein Geldverdiene und deshalb nichts von diesen schweren Zeiten mitbekomme.
@Oli
Mich würde jetzt interessieren, mit was für Hard Facts du deine Kunden in der Schweiz überzeugen kannst. Wie gesagt ich habe nichts damit zu tun und kann mir das ganze nicht so richtig vorstellen.
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It's nice to be important, but it's more important to be nice!
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19.03.2002, 10:26
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#11
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TP-Greis
Registriert seit: Jun 2001
Ort: Bonn-Altstadt
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Zitat:
Original geschrieben von MasterL
Jeder 15 Jährige meint sich im Bereich "Webdesign" selbstständig machen zu müssen, ohne sich über die Folgen klar zu sein......
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Jau, dass war es, was ich sagte wollte.
Mir geht bei solchen Leuten, die nach zwei oder drei Monaten Spielerei mit Pgotoshop und DW schon in grossen Worten von der Selbständigkeit in er Branche der Kreativen sprechen, echt der Hut hoch. Was soll das? Das ist ja fast so, als wenn ich meinen ersten mehr oder weniger flugauglichen Papierflieger als Anlass nehme, um eine Fluglinie zu gründen.
Natürlich wir der unwissend Unternehmer lieber zu TeutoburgerWaldMedia gehen, um (wie er denkt) für einen Bruchteil des veranschlagten Geldes zum gleichen Erfolg zu kommen. Vielleicht sind die zehn statischen Seiten, die er dort erstellt bekommt optisch sogar sehr ansprechend und technisch gut gemacht - das will ich auch gar nicht in Frage stellen - aber die Probleme sind doch offentsichlich: Vielleicht läuft der Auftritt auch gut und soll nach einiger Zeit ausgebaut werden. Er wächst und wächst, immer weitere Features werden nötig und der Arbeitsaufwand wächst. Doch wo ist der CEO von TeutoburgerWaldMedia? Vermutlich in der Schule und schwer zu erreichen.
P.S. Ich habe mit 15 bei an der Tankstelle gearbeitet.
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Give up yourself into the moment — The time is now.
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19.03.2002, 14:18
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#12
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TP-Member
Registriert seit: May 2001
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[/b][/quote]
Zitat:
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1&1 bietet z.B. seit kurzem einen neuen "Web-Creator" für nur 5,99 €/Monat
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tja wie wäre es mit einem bykott von 1&1. ganz ernst gemeint.
es kann doch nicht angehen, dass die firma wo wir als webmaster seit jahren unseren webspace her beziehen und die wir groß gemacht haben, uns in den rücken fällt. z.b. protestpage gegen 1&1, emails ....
tja und irgendwie glaube ich auch, dass es weitergeht. das internet entwickelt sich weiter. klar können heute einige html und wixpage (name geändert) bedienen, aber wer von denen kann php, mysql, css und cgi ?
wir webmaster müssen uns bündeln und auch preise absprechen, damit die "klein-bmw - webmaster" nicht dumpen können. bei den handwerkern funktionniert es ja auch. da wird es wohl keinen geben der für 10 € auf rechnung arbeitet.
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19.03.2002, 15:52
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#13
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TP-Specialist
Registriert seit: Oct 2001
Ort: München
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Zitat:
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Original geschrieben von simpson1
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tja wie wäre es mit einem bykott von 1&1. ganz ernst gemeint.
...
tja und irgendwie glaube ich auch, dass es weitergeht. das internet entwickelt sich weiter. klar können heute einige html und wixpage (name geändert) bedienen, aber wer von denen kann php, mysql, css und cgi ?
wir webmaster müssen uns bündeln und auch preise absprechen, damit die "klein-bmw - webmaster" nicht dumpen können. bei den handwerkern funktionniert es ja auch. da wird es wohl keinen geben der für 10 € auf rechnung arbeitet. [/b][/quote]
Ist ja nett gemeint, wird aber den Zug der Zeit auch nicht aufhalten. Das erinnert an die Maschinenstürmer Anfang des 19. Jahrhunderts, die in England die Fabrikhallen stürmten, da Maschinen plötzlich das Spinnen von Baumwolle übernahmen. Hat übrigens schon damals nicht nachhaltig funktioniert  . Es ist ja auch nicht einsehbar, dass der Pudelverein von nebenan, ein paar tausend Euro für eine Site zahlt, die er so viel bequemer und - vor allem - billiger haben kann. Ich befürchte sogar, dass diese Form der automatisch generierten Homepages sich noch wesentlich weiter und umfassender ausbreiten wird und man in naher Zukunft template-basierend noch viel umfassendere Sites per Knopfdruck generieren kann. Und irgendwann wenn die automatische Shopanbindung und ähnliches ähnlich einfach und flexibel von den Hostern angeboten wird, werden wohl auch die heute noch vielgepriesenen PHP und MySQL-Kenntnisse Schnee von gestern sein.
Aber ich denke, es gibt dennoch kein Grund zum Katzenjammer. Die Aufgabe professioneller Agenturen und Freelancer wird sich wahrscheinlich von der reinen Erstellung hin zu einem umfassenden Dienstleistung-Angebot ausweiten, wo es nicht nur auf die Erstellung, sondern viel mehr um kreative Umsetzung und um ein pfiffiges Gesamtkonzept geht. Mein Gott, schaut euch doch all diese toll durch gestylten, sündhaft teuren Sites an: Hat man sich erst einmal an dem Geflashe und Photogeshope satt gesehen, tritt doch ganz schnell die Frage auf den Plan: so what? Und da steckt doch das Grunddilemma. Es gibt zumeist keinen Grund ein zweites Mal solche Seiten zu besuchen. Und ab da wirds doch erst spannend. Tolle Umsetzung, schön und gut, nur wie und mit welchen Mitteln aber locke ich die potentiellen Kunden ein zweites Mal auf die Site? Und da liegt wirklich noch vieles im Argen und wartet auf der anderen Seite ein reiches Betätigungsfeld für Webdesigner.
Gruß
Alexander
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19.03.2002, 18:49
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#14
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TP-Senior
Registriert seit: Mar 2002
Ort: im bodensee
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also ich muss mich mal für die jungen designer aussprechen die hier ziemlich runtergemacht werden.
fakt ist das das immer mehr neue webdesignagnturen geradu aus dem boden spriessen und aber die nachfrage sinkt.
da ist es natürlich verständlich dass schüler oder studenten, die diese dienste zu deutlich geringeren preisen anbieten, für viele agenturen ein schlag ins gesicht sind.
ich will hier mal frontpage künstler, die durch webdesign ans grosse geld zu kommen glauben, mal aussen vor lassen.
aber eine eigene firma zu leiten (auftträge besorgen,organisation,buchaltung) stellt eine grosse herausforderung dar,bei dem man sehr viel lernt aber auch einige fehler gestattet ohne sich finanziell zu belasten.
diese anfangsfehler sind sicherlich auch einer der faktoren für das scheitern von vielen jungen agenturen.
dadurch, dass es kaum ausgaben gibt kann ein schüler natürlich auch viel weniger verlangen.
dadurch hat ein schüler auch etwas grössere chancen einem unternehmer, der nicht viel von einem internetauftritt hält einen auftrag abzugewinnen.
aber die vor und nachteile liegen doch auf der hand:
ein schüler kann zwar deutlich billiger eine seite gestalten, kann aber in sachen service und betreuung mit einer agentur nicht mithalten.
deshalb denke werden unternehmen, die auf ihren internetauftritt oder eine umfassende betreuung der seite wert legen, wohl kaum diese aufgabe in die hände eines schülers legen.
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19.03.2002, 19:04
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#15
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TP-Member
Registriert seit: May 2001
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@sn4rk:
teilweise stimme ich dir zu, aber
1. vorwiegend die frontpage-kinder die meinen müssen, die richtigen webdesignfirmen kaputt zu machen gehen mir auf den sack.
2. weißt du wieviele jugendliche ich schon gesehen hab, die mir aufträge weggeschnappt haben und als diese gepatzt haben, ich deren kunden hatte, die sich erst einmal an die offizielen preise gewöhnen durften ? die arbeiten teilweise für 5 € die stunde ...
viel spaß beim überleben
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