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23.11.2007, 20:29
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#1
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TP-Newbie
Registriert seit: Nov 2007
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Gleichzeitig Streamen und Capturen?
Hallo TP Community!
Ich hoffe, ihr könnt mir bei folgendem Problem helfen. Da es recht umfangreich ist, unterteile ich die ganze Sache ein bisschen.
Rahmenbedingungen:
Das Unternehmen, in dem ich beschäftigt bin soll eine Großveranstaltung übertragen. Dazu kommen 4 Sony Z1 Kameras zum Einsatz. Das Signal der 4 Kameras soll auf einen Panasonic Videomixer übertragen werden. Dort sind dann Rechner für Streaming ins Internet, Ansteuerung lokaler Beamer, Titelerstellung usw. angeschlossen. Der Plan ist, die Veranstaltung live ins Internet zu streamen, mit Titeln live vor Ort auf Beamer (2 Stück) zu übertragen und DVDs zu erstellen.
Problem:
Meine Aufgabe ist es, zu planen, wie die Distanz der Kameras zum Videomixer überbrückt werden kann. Mixer und Kameras haben Composite Schnittstellen. Zwischen Kameras und Mixer liegen ca. 70 Meter. Wie soll ich die Entfernung überbrücken?
Überlegungen:
Meine Idee war es, 2 Rechner zu verwenden. Einer (Rechner A), der die Videodaten der Kameras empfängt und über LAN (Gigabit) weiter zum Zweiten (Rechner B) streamt. Dieser muss dann das „LAN Signal“ wieder ausgeben, sodass es vom Mixer verarbeitet werden kann. GLEICHZEITIG muss Rechner A jedoch auch das Videorohmaterial speichern, damit es weiter verwendet werden kann. Dabei muss Rechner A Clips einer bestimmten länge erstellen können (30-60sek), da das gespeicherte Material ja sonst nicht verarbeitet werden kann. Speicherplatz und Bandbreite spielt dabei keine Rolle.
Welche Software kann das oben genannte? Kann VideoLan Server solche Sachen?
Ich hoffe, ihr könnt mir helfen, denn ich stehe vor dem Problem, wie ein koch, der ein Flugzeug entwerfen muss.
Vielen Dank schon mal für die Antworten!
Mit freundlichen Grüßen
Jens
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23.11.2007, 22:18
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#2
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TP-Moderator
Registriert seit: Nov 2004
Ort: Wuppertal
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Genau, VLC wollte ich gerade vorschlagen
Es ist eigentlich ganz einfach, wenn man einmal weiß wie es geht und der Rechner genug Ressourcen hat (auch Prozessortechnisch gesehen):
Auf dem VLC-Server gehst du auf Datei -> Aufnahmegerät öffnen und wählst dort den passenden Videoeingang und falls Sound dazu soll auch gleich den passenden Soundeingang.
Dann setzt man weiter unten im Fenster das Häkchen bei "Stream/Sichern", klickt daneben auf "Einstellungen" und setzt Häkchen bei "Lokal Wiedergeben", "Datei" (und wählt den Speicherort) und dann die Streaming-Methode, die am funktionalsten erscheint.
Die Umkodierungsoptionen kannst du dabei normalerweise getrost ignorieren, sollten allerdings keine Daten gestreamt oder gespeichert werden kannst du einen zur Weiterverarbeitung geeigneten Codec auswählen - was aber wieder auf die Rechenleistung geht und im schlimmsten Falle zu herben Verzögerungen bei der Wiedergabe führt.
Auf Rechner B brauchst du ja dann nur noch den Netzwerkstream öffnen und kannst auch ggf. dort noch die gestreamten Daten umcodieren und auf Festplatte speichern lassen - aber das ist ja wieder mit extremen Verzögerungen (>5 Sekunden) verbunden.
Was ich nich verstehe, warum die Clips nicht länger als 60 Sekunden sein dürfen? Oder ist das ein Problem, was erst hinterher beim eventuellen Schnitt etc... auftritt?
__________________
Chuck Norris darf während der Fahrt mit dem Busfahrer sprechen!
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24.11.2007, 11:42
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#3
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TP-Newbie
Registriert seit: Nov 2007
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Also wir brauchen die Clips, weil man, wenn der Rechner alles in einer einzigen großen datei speichert, diese nicht bearbeiten kann. Die Datei könnte dann während der Aufnahme nicht geöffnet bzw bearbeitet werden.
Die Verzögerungen sind beim Inet Stream zu verschmerzen. Nur bei der Ausgabe auf den Beamern sollte es schon weitestgehend verzögerungsfrei sein.
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25.11.2007, 00:22
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#4
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TP-Insider
Registriert seit: Jan 2006
Ort: Balkan Nord-West
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Also ich versteh den tieferen Sinn im Aufbau nicht genau, Rechner A soll streamen und das Gestreamte soll dann von Rechner B an einen Mixer geleitet werden?
Ich würde jedenfalls den Mixer als Erstes anhängen bevor irgendwas codiert wird,
an den Mixer würd ich einen Pc zum Titeln hängen, daneben noch einen Recorder,
und an den TitelPC würde ich das Livesignal für die Beamer hängen; natürlich könntest da auch noch einen Recorder zum Aufzeichnen inkl. Titel anhängen, besonders schlau wäre dann zum Thema Recorder noch, jedes Kamerasignal auf eigenen Recorder aufzunehmen, falls hinterher zB eine DVD angefertigt werden soll.
Dann hast noch einen PC der das Videosignal erzeugt und streamt.
Große Frage ist das Signal, composit ist das schlechtestmögliche, ist da eine besondere Absicht dahinter oder kann der Mixer nur das? Oder solls die PAL-DV-typischen Artefakte, die beim Mixen aufgrund der 4:2:0 Kompression entstehen können, vermeiden helfen?
Titeln kannst theoretisch mit einem entsprechenden Titler oder einem PC, der das Signal durchschleifen und einen Grafikkanal einblenden kann.
Mit composit kannst mit ordentlichen Kabeln 70 meter ohne Problem überbrücken, es gäbe auch Verstärker, aber warum muß zwischen Kamera und Mixer dieser Abstand sein?
Was soll denn gefilmt werden?
Gruß
Martin
__________________
der BalkanTuna
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