Beschreibung
Noch immer bauen viele Webdesigner das Layout von Internetseiten auf Tabellen auf. Das ist nicht nur überholt und unübersichtlich, sondern auch alles andere als barrierefrei. Die Trennung von Struktur und Layout hilft, übersichtliche und leichter zu wartende Webseiten zu erstellen. Cascading Style Sheets (CSS) sind dabei für das Layout zuständig. Little Boxes von Peter Müller will dem Leser genau dieses Gestaltungsmittel näher bringen und zeigen, dass CSS gegenüber Tabellen riesige Vorteile bietet.
Das Buch ist mit gut 160 Seiten sehr schmal und kommt mit dem spröden Charme eines selbst gelayouteten Buches daher. Doch wischt man diese ersten Eindrücke beiseite, bleibt ein tolles Werk übrig. Müller versteht es, in einer angenehmen und lockeren, aber niemals ungenauen Sprache, die teilweise komplizierten Zusammenhänge beim Schreiben und Auszeichnen von Webseiten zu erklären. Anhand einer Beispielseite, die im Verlauf des Buches Stück für Stück designt wird, beschreibt er erstaunlich einleuchtend und präzise, wie CSS richtig zum Einsatz kommt. Besonders das so genannte „Box-Modell“ hilft dem Leser, Style Sheets zu verstehen und richtig zu nutzen.
Trotz des geringen Umfangs ist die inhaltliche Spannbreite enorm. Nach einer kurzen, aber didaktisch erstklassigen Einführung in HTML, gestaltet Müller zusammen mit dem Leser Kopf-, Fuß- und Navigationsbereich der Webseite. Er zeigt, wie man Webseiten mehrspaltig und druckerkonform gestaltet, Kontaktformularen ein schickes Aussehen verpasst und auch dem widerspenstigen Internet Explorer vernünftig CSS beibringt. Anfänger und auch erfahrene Webdesigner dürften überrascht sein, wie leicht es ist, mit CSS ein optisch und funktional ansprechendes Layout zu bauen. Dabei zielt der Autor keineswegs auf Vollständigkeit ab, sondern will eher einen Schubs in die richtige Richtung verpassen. Um noch tiefer in die Materie einzusteigen, gibt er zahlreiche Literaturhinweise – nicht als lieblose Sammlung am Ende des Buches, sondern immer an den passenden Stellen im Text.
Fazit
Schon während der Lektüre kribbelt es in den Fingern. Wer das Buch liest, will am liebsten sofort die Wände seines Tabellen-Layouts einreißen und mit Cascading Style Sheets wieder aufbauen. Spätestens mit Little Boxes gibt es für Webdesigner keinen Grund mehr, sich vor sauberem Quellcode zu drücken. Der „Learning-by-Doing-Effekt“ und die klare Ausdrucksweise des Autors zeigen, dass ein komplexes Thema nicht immer auf hunderten von Seiten abgehandelt werden muss, um es zu verstehen.