Beschreibung
Macromedia Dreamweaver gilt schon seit vielen Jahren als Referenz auf dem Gebiet der Web-Editoren. Gerade für Anwender ohne Programmierkenntnisse ist dieser WYSIWYG-Editor eine echte Hilfe. Weil Dreamweaver 8 auf Grund seines enormen Funktionsumfangs aber nicht gerade einfach zu erlernen ist, will Hussein Morsy dem Leser mit seinem Buch den Einstieg erleichtern.
Mehr als einen ersten Einstieg darf der Leser aber auch nicht erwarten. Der Autor zerkratzt die Oberfläche hier und da schon mal etwas mehr, beschränkt sich aber im Großen und Ganzen auf die Funktionen, die der Anwender beim Erstellen einer ersten Internetseite braucht. Diese Eigenschaft ist nicht als Manko zu werten – im Gegenteil: Hussein Morsy schreibt offen, dass Dreamweaver an vielen Stellen sehr viel weiter in die Tiefe geht, diese Details aber für Einsteiger nicht wichtig sind. Das beruhigt den Leser etwas, weiß er doch, dass Anwender selten alle Funktionen einer so mächtigen Software nutzen müssen.
Auch sonst ist der Autor sehr ehrlich. Denn für Hussein Morsy, zertifizierter Dreamweaver-Entwickler, ist die Macromedia-Software nicht alles. Zu Beginn des Buches verweist er auch auf Konkurrenzprodukte wie Adobe GoLive, die manche Aufgaben besser lösen. Und er vergisst auch nicht zu erwähnen, welche Funktionen er in Dreanweaver noch vermisst. So weiß der Leser nach der Lektüre, was das Programm leistet und was nicht.
Das Buch ist gut strukturiert: Nach dem ersten Kapitel, in dem das Buch den Leser wie eine Anleitung durch den Bau einer Seite führt, geht es im zweiten Teil tiefer in die Materie. Bereits behandelte Themen wie Bilder und Layouttabellen werden detaillierte vorgestellt, ohne dabei zu vergessen, dass der Leser ein Anfänger ist. Auch das letzte Kapitel, in dem die Themen „Blogs“ und „Suchmaschinenoptimierung“ kurz angerissen werden, passen zum Gesamtkonzept und Treffen den Nerv der Zeit.
Optisch helfen die Infokästen in der Randspalte, Wichtiges von Unwichtigem zu unterscheiden. Denn Zusatzinfos, sind ausgegliedert und stören so nicht im Fließtext. Mit einem anderen optischen Aspekt hat das Buch allerdings Probleme: die Screenshots. Zunächst einmal wären farbige Screenshots schön gewesen. Manche Details, wie beispielsweise dünne Hilfs- und Tabellenlinien sind auf den Graustufenbildern schlecht zu erkennen. Außerdem sind die Screenshots nicht durchgehend nummeriert, stimmen teilweise nicht mit dem Text oder der Bildunterschrift überein und wirken hier und da fehl am Platze. Manch eine trockene Textstelle hätte man mit einem ausdruckstärkeren Screenshot besser verstanden. So aber sitzt der Leser besser gleich am Bildschirm, während er das Buch durchgeht. Die Infos bleiben auf diese Weise sowieso besser hängen.
Fazit
Wer noch nie etwas mit Dreamweaver zu tun gehabt hat und auch sonst in Sachen Webdesign noch ein unbeschriebenes Blatt ist, kann sich diese Lektüre ruhigen Gewissens zu Gemüte führen. Das Problem mit den Screenshots sollte bei der direkten Arbeit am Computer kein Problem mehr sein. Hier und da liest sich der Text zwar etwas holprig und Sätze müssen zweimal überflogen werden, aber insgesamt ist die Sprache einfach und verständlich. Kurzum: ein gutes Buch für die ersten Schritte in Dreamweaver 8.