Beschreibung
Im ersten Kapitel beschäftigt sich der Autor mit einem kurzen aber informativen Abriss der Grundlagen für das Webdesign. Ein Kapitel, das erfahrene Webdesigner problemlos überschlagen können. Für den Einsteiger, der zwar über fundiertes Wissen über Gestaltung im Allgemeinen verfügt, aber nun den ersten Schritt ins Web geht, ist dieses Kapitel durchaus lesenswert. Möglichkeiten, aber auch Grenzen des Webdesigns werden gebündelt aufgezeigt.
Im zweiten Abschnitt geht es dann schon ans Eingemachte. Die gestalterische Konzeption einer Website wird erörtert. Wir lernen, die Inhalte einer Webpräsenz zu strukturieren, sie navigierbar zu machen. Wie führen wir den Besucher durch unsere Seiten? Wie und wo platzieren wir die Informationen, die transportiert werden sollen? Auf 44 Seiten wird ein sehr fundiertes Know-how vermittelt, mit interessanten Interviews aufgelockert und von einer sehenswerten "Galerie" diverser Gestaltungskonzepte abgeschlossen.
Photoshop ist ein Programm, das ursprünglich auf den Printbereich zielte. Selbstverständlich wurde Photoshop über die Jahre auch um viele Funktionen für den Web- und Multimediabereich erweitert. Dennoch sind die Voreinstellungen von Photoshop standardmäßig nicht für die Arbeit eines Webdesigners optimiert. Michael Baumgardt erklärt uns also, wie wir Photoshop sinnvoll auf die Arbeit fürs Web vorbereiten und optimieren.
Das nun folgende Kapitel erklärt uns die Besonderheiten der Web-Palette, die Begriffe Farbraum und Farbtiefe in Bezug aufs Web. Im Anschluss daran werden verschiedene Arbeitstechniken beschrieben. Ebenen, Farbkorrektur, Vektorgrafiken, Retusche sind hier die Stichworte.
Im Anschluss an einen kurzen Abstecher zur Erstellung von Hintergründen und Buttons geht der Autor auf das Programm ImageReady und die Gestaltung von Rollovern, ImageMaps und Slices ein, gefolgt von einem Kapitel über GIF-Animation mit ImageReady.
Nun kommen wir zu einem sehr groß angelegten Bereich über die Stärken und Schwächen der Dateiformate GIF, JPG und PNG. Der Autor geht äußerst intensiv auf die technischen Grundlagen der einzelnen Dateiformate ein, für den reinen Grafiker zugegebenermaßen zu theoretisch, aber trotzdem sehr anschaulich bebildert. Wer sich dennoch durchbeißt, wird mit sehr fundiertem Wissen belohnt, das sich spätestens bei der notwenigen Optimierung des Bildmaterials direkt auszahlt.
Sehr interessant ist beispielsweise der Einsatz von Alpha-Kanälen bei der Optimierung von JPG-Dateien oder die Lossy-Kompression bei GIFs. In Hinsicht auf steigende Bandbreiten bei Internetverbindungen hätte ich mir evtl. ein etwas umfangreicheres Kapitel zu PNG gewünscht. Dieses Format bietet große Vorteile gegenüber den 2 "Mitstreitern" und wird nach meiner Einschätzung deutlich an Bedeutung gewinnen.
Am Ende des Buches beschäftigt sich Michael Baumgardt noch recht ausführlich (32 Seiten) mit dem Programm Adobe GoLive. Mir persönlich scheint dieses Kapitel an dieser Stelle etwas überflüssig, da es gewissermaßen nur eine Art Grundkurs ist. Ein Anwender von Adobe GoLive wird bessere Literatur zu seinem Programm finden und sich nicht mit diesem Abriss zufrieden geben. Aber dem Einsteiger gibt er sicherlich gute Starthilfe, auch in Bezug auf den Workflow mit Photoshop.