Erster Eindruck
Farbe für Websites von Molly E. Holzschlag (der Name ist mal nicht Programm) bietet denen unter uns ohne Kunststudium oder Grafiker-Ausbildung, einen sanften und angenehmen Einstieg in die Thematik Farbgestaltung. Nein, es ist kein akademischer "Tausend-Seiten-Wälzer", sondern ein beschaulicher Rundgang durch das Reich der Farbenlehre.
Beschreibung
Hand aufs Herz. Wir wissen wie man mit HTML, Java Script, Flash, PHP und Konsorten, funktionale und korrekte Websites baut. Beim Design wird's schon schwieriger. Viele Websites erinnern an einen grafischen Unfall mit Folgeschäden für den Betrachter. Typografie? Hauptsache man kann's lesen. Farbgestaltung oder gar die Wirkung von Farben auf das Auge sind doch den meisten unter uns Webworkers unbekanntes Terrain, welches es noch zu erforschen gilt.
Farbe für Websites von Molly E. Holzschlag (der Name ist mal nicht Programm) bietet denen unter uns ohne Kunststudium oder Grafiker-Ausbildung, einen sanften und angenehmen Einstieg in die Thematik Farbgestaltung. Nein, es ist kein akademischer "Tausend-Seiten-Wälzer", sondern ein beschaulicher Rundgang durch das Reich der Farbenlehre.
Teil eins führt uns in die Welt der Farben ein. Der Unterschied zwischen natürlichen und digitalen Farben wird als Einstieg erläutert. Dann geht's tiefer in die Thematik Farbmischung, Farbbeziehungen bis hin zu den verschiedenen Farbmodellen.
Im zweiten Teil des Buches wird das eigentliche Arbeiten am PC oder Mac und die technischen Hürden, die sich in Form von Kompabiltätsproblemen und verschiedenen Browsers manifestieren, durchleuchtet. Die einzelnen Farbmodelle für die zwei Welten PC und Mac werden grafisch aufgezeichnet und erklärt.
Teil drei widmet sich Webfarben und Bildern. Sehr anschaulich wird dargestellt, was für einen Einfluss zum Beispiel die Farben der Bildhintergründe haben können. Die Bildformate werden kurz und knapp dem Leser vorgestellt. Kurz, bündig, gut.
Im letzten und vierten Teil erfahren wir eine Menge über Farbpsychologie und Gestaltung. Welche Farben haben in welchem Land welche Bedeutung. Was uns beruhigen wird, ist die Erkenntnis, dass wir mit Blau fast nichts falsch machen können. Des Weiteren erfahren wir, warum Schwarz eine interessante "Farbe" ist, die einen geschichtlichen Gang durchmachte der erstaunlich ist (oder wusstet Ihr, dass in den USA einmal die Mode aufkam, ganz in Schwarz an Hochzeiten zu erscheinen?), oder welche Communities auf welchen Farbton ansprechen. Ebenso erstaunlich ist die Farbwahrnehmung der beiden Geschlechter. Was Mann gefällt, muss Frau gar nicht als angenehm empfinden.
Der ganze Band ist gespickt mit Farbrastern, Hex-Tabellen, Farbkreisen etc. Somit lassen sich die Beispiele problemlos nachvollziehen und das Buch wird zum Nachschlagewerk.
Fazit
Dieser Band gibt einen kompetenten Einblick in die Farblehre mit Fokus auf die Websitegestaltung. Das Werk sollte uns auch vielleicht ermahnen, nicht nur unsere 800x600 und IE/NN-Tests exzessive zu, sondern vermehrt auf Design und Gestaltung das Augenmerk zu legen. Schließlich sieht sich der normale Betrachter nicht den leckeren Quellcode an, sondern das, was der Browser daraus macht.
Das Buch ist leicht verständlich verfasst und haut einem nicht non-stop akademische Fachausdrücke um die Ohren (Augen). Sicherlich kann nicht bis aufs letzte Detail eingegangen werden, dazu ist der Umfang einfach zu knapp bemessen, aber nach dem Lesen fühlt man/frau sich klüger. Und das ist ja auch nicht schlecht.