Immer wieder kommen Nachrichten an die Oberfläche die uns Bürger erschaudern lassen. Die Rede ist von Big Brother, der totalen Überwachung. Die US-Regierung ist der Vorreiter auf diesem Gebiet. Das dies nicht nur ein, durch Medien aufgebauschtes Thema ist, zeigt der Spiegelbericht vom 23.Mai 2003. Hier ist zu lesen, dass eine totaleÜ berwachung der Bürger geplant war. Das Ganze verbunden mit gravierenden Einschränkungen der Bürgerrechte. In Planung war das sogenannte "TIA" (Total Information Awareness). Dieses sollte dazu dienen soviel an Informationen über die Einwohner der USA zu speichern wie möglich.
Im Februar schritt der US-Kongress ein, die Bedenken der Parlamentarier waren zu groß und das Vorhaben wurde abgeschmettert. Doch Bush lässt nicht locker. Ein zweiter Anlauf wird gestartet. Auf den ersten Blick ist der einzige Unterschied nur der Name. Diesmal "TIA" (Terrorist Information Awareness) getauft, soll es sogar noch weiter greifen als der erste Versuch. Herzstück soll eine Datenbank werden die Daten aller Art von Bürgern speichert und nach terroristischen Merkmalen durchsuchen soll. Nun soll auch der Internet-Verkehr erfasst werden. Da bleibt die Frage, ob dies noch sinnvoll ist? Ist die Angst inzwischen so groß das Sicherheit nur noch durch solch massive Eingriffe in die Bürgerrechte zu erhalten ist? Wird die Vision vom "gläsernen Menschen"bald Wirklichkeit?
Die Idee von einem Land der "grenzenlosen Möglichkeiten" scheint sich immer mehr in ein Traumland zu entwickeln. Und diese Welle macht sicher nicht an der Grenze der USA halt. Denn das oben erwähnte System "TIA" sammelt auch fleißig Daten über USA Reisende. So ermöglicht "TIA" den US Behörden) zum Beispiel jegliche Art von elektronischer Kommunikation abzufangen. Und an dieser Stelle ist es nur noch eine Gratwanderung zwischen der Erhaltung unserer Bürgerrechte und dem gläsernen Menschen.
Doch das Web wehrt sich. Es gibt immer noch Leute, die nicht tatenlos zusehen wollen wie Sie und Ihre Daten immer mehr zum Spielball von Regierungen werden. Und so wurde das MIT-Projekt ins Leben gerufen. Es soll eine Art Geheimdienst für Bürger werden. Jeder Bürger hat die Möglichkeit, neue Daten hinzuzufügen, bislang ohne Angst auf Verleumdung, da das Projekt sich auf das Recht für freie Meinungsäußerung stützt.
So bleibt nur zu hoffen, dass die Vision vom "gläsernen Menschen" nicht Wirklichkeit wird und dass jeder von uns seinen Anspruch auf Privatsphäre nie verliert. Und wenn dies alles eintrifft, wer weiß, vielleicht wird dann eines Tages der Traum von einem "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" irgendwo auf der Welt wahr.
Autor: smog
Quellen: www.netzeitung.de/internet/246231.html
(sm)





