Wer Twenning mit Fireworks kennt wird wohl lächeln, aber sind die Arbeitstechniken dazu auch ausgefeilt? Tweening geht nur mit Symbolen, aber da gibts schon Unterschiede. Kann man einen fertigen Tween, der einem besonders gefällt, in jedem Dokument verwenden? Man kann!
Die herkömmliche Technik besteht darin, ein Objekt auf der Leinwand in ein Symbol konvertieren, dieses zu duplizieren, das duplizierte entsprechend anzuordnen und mit dem Befehl Tweeninstanzen, beide Symbole mit entsprechender Anzahl Tweenschritte zu verbinden. Will man einen solchen Tween in jedem Dokument verwenden, muss man danach noch eine Kleinigkeit tun.
Beispiel:
1. Neues Dokument 500x500, Leinwandfarbe schwarz.
2. Beliebiges Objekt zeichen, im Beispiel eine Ellipse etwa 150x60 nur mit Pinselstrich, keine Füllung! Diese Ellipse mit F8 in ein Grafiksymbol konvertieren und entsprechend benennen.
3. Die normale Technik jetzt. Symbol auf der Leinwand duplizieren, versetzen, um 180° drehen und nach Hinten anordnen. Die 180° und die Anordnung Ist eigentlich freigestellt, darum gehts jetzt nicht so sehr! Wichtig, dass das Prinzip verstanden wird!
4. Nun beide Symbole markieren und Modifizieren/Symbol/Tweeninstanzen. Die Schritte muss man testen. Nicht auf Frames verteilen, dann wirds eine Animation!
Es kommt eben irgendwann was raus, was gefällt.
Wenns gefällt, kommen wir jetzt zum eigentlichen Thema. Will man was ändern, dann braucht nur das ausgangssymbol in der Bibliothek geändert werden. Das gilt aber nur für dieses Dokument. In anderen müsste man den Tween wiederholen und das ist immer das Problem, wenn man irgendwann mal was hinbekommen hat, dass später wieder genauso hinzukriegen. Hier liegt nahe den Tween als Tweensymbol zu archivieren.
5. Also, alle Symbole auf der Leinwand markieren [Strg+A] und wieder mit F8 in ein normales Grafiksymbol konvertieren. Nennen wirs Endtween.
6. Nun hat man in der Bibliothek zwei Symbole. Diese zwei kann man jetzt in eine separate Symbol - PNG exportieren, die extra für solche Zwecke angelegt wird. Exportieren gleich übers Optionenmenü der Bibliothek und den Export am besten in den Bibliotheksordner von Fireworks vornehmen.
Man hat nun nichts anderes, wie die normalen vorgefertigten Bibliotheken (Schaltflächen, Animationen etc.) von Macromedia und kann diese zwei Symbole überall verwenden, indem diese in neue Dokumente importiert werden. Es braucht dabei bloß der Endtween importiert werden, das Ausgangssymbol ist dann automatisch mit dabei.
7. Wie gesagt, man hat nun den Tween fertig und archiviert. Der Aufwand wäre aber nicht lohnenswert, wenn es nur dabei bleibt. Ändern wir einfach mal was. Angenommen der Endtween soll nun in einem neuen Dokument verwendet werden und es soll obiges Beispiel rauskommen. Wir gehen einfach auf Bearbeiten/Bibliotheken bzw. übers Bibliotheksbedienfeld und importieren unseren zuvor gespeicherten Endtween. Ein einziges Symbol (unser Tween) befindet sich auf der Leinwand und den lassen wir unverändert, sondern Bearbeiten nur das Ausgangssymbol, welches ja jetzt mit dem Endtween in der Bibliothek ist.
8. Wir klicken jetzt das Ausgangsymbol in der Bibliothek doppelt und gehen auf Bearbeiten.
9. Nun wissen wir ja nicht so richtig, was wir tun. Alles folgende ist Experimenteller Natur. Um sich ein bisschen Klickerei zu sparen, ordnet man das Symbol - Bearbeitungsfenster und das Dokumentenfenster unter bzw. nebeneinander an.
10. Nun wie im Bild die Ellipse aus dem Originalsymbol löschen und zwei drei Linien reinzeichnen. Dann nicht das Fenster schließen, sondern einfach irgendwo ins untere Dokumentenfenster einmal klicken. Fireworks pustet bisschen und dann hat man auf der Leinwand plötzlich ein völlig anderes Gebilde. Gefällts nicht, ändert man einfach wieder was im noch offenen Symbolbearbeitungsfenster. Was rauskommt ist alles nur noch Geschackssache. Man kann im ausgangssymbol machen was man will, der Endtween nimmt alles an. Es reicht schon, die Linien vom Mittelpunkt zu verschieben, um was völlig anderes rauszukriegen.
Ob Text, Linien, Kreise, Ellipsen oder gar Bitmaps, alles wird in den Endtween übertragen. Mit Füllungen, Pinselstrichen, Effekten oder sonstwas probieren, hier sind keine Grenzen! Es ging nur darum, einen Tween und ein Ausgangssymbol zu haben, welche man überall verwenden kann. Richtig sinnvoll wird das Archivieren als Tweensymbol z.B. bei 3D Texten und ähnlichem. Man braucht dann nur noch den Text zu ändern und muss nicht immer einen neuen Tween machen. Ganz klar, das diese Methode dann auch für Animationen nutzbar ist, die man ja ebenfalls mittels Tweeninstanzen erzeugen kann. Das sich Symbole auch in nicht geöffneten Dokumenten aktualisieren lassen und die Batchverarbeitung nicht von schlechten Eltern ist, sollte auch noch einen Gedanken wert sein. Gerade beim Stichwort Werbebanner interessant.
Autor: (ar)















