Die einfachste Variante ist der Schlagschatten. Wirft ein Objekt einen Schatten, scheint es zu "schweben" oder in die Oberfläche geprägt worden zu sein. Angeblich sieht das Auge etwas "erhaben", wenn der Schatten rechts unten sitzt und etwas "vertieft", wenn er links oben sitzt. Da könnte was dran sein...
Wie wurde es gemacht? Nun - ich habe das Objekt, welches einen Schatten bekommen sollte, in eine neue Ebene gedoppelt und mit Schwarz gefüllt. Diese Ebene habe ich dann bei den Prägungen um 1 Pixel nach links/oben bzw rechts/unten verschoben und hinter die - weisse - Schrift gelegt. Fertig. Die "schwebenden" Schatten habe ich entsprechend weit verschoben und anschliessend noch mit einem Gaußschen Weichzeichner ( RLE ) mit einem Radius von 10 verwischt. Je größ dabei die "Verschiebeentfernung", desto weiter wirkt die Entfernung vom Hintergrund. Dementsprechend sollte auch der Weichzeichnerradius angepasst werden - in meinem Beispiel ist der Schatten von "weit..." schon fast etwas zu scharf. Tip: Für das pixelgenaue Verschieben von Ebenen oder Objekten gibt es 2 Möglichkeiten: Entweder man achtet auf die Anzeige links unten im Grafikfenster:
oder man klickt einmal mit dem Verschiebewerkzeug in das Ziel und benutzt dann die Cursortasten zum Verschieben ( Tastendruck=Pixel).
Die Prägungen oben wirken etwas hart und kantig. Man kann es auch etwas "softer" darstellen ( zB für Blechprägungen ): vvv
Die Vorgehensweise hierbei: Die Textebene wird 2 mal kopiert. In Der einen Ebene wird der Text mit weiß gefüllt und um 1 Pixel nach links oben verschoben. Bei der anderen Ebene wird der Text mit schwarz gefüllt und um 1 Pixel nach rechts unten geschoben. Bei beiden Ebenen wird der Bereich des Originaltextes gelöscht, daß nur eine schmale Kontur übrigbleibt ( im Beispiel oben ). Diese 2 Ebenen wurden mit einem Gaußschen Weichzeichner ( RLE ) mit einem kleinen Radius ( hier: 3 ) überarbeitet.
Der obere, flache Text bekam durch eine einfache Erweiterung der Schattenmethode Tiefe: der erste Schatten - der "Körper" des Textes - wurde nur um 1 Pixel verschoben und nur minimal ( Radius: 2 ) weichgezeichnet. Der untere Text nutzt eine Farbverlaufsfunktion von GIMP aus: Füllart "Formangepasst ( winklig )". Der Text wurde zuerst normal mit der Farbe blau gefüllt und anschliessend wurde der Farbverlauf von weiss nach transparent darübergelegt.
Für die Röhre wurde zunächst ein Rechteck mit der Grundfarbe angelegt. Eine zusätzliche Ebene bekam die Schatten: ein linearer Farbverlauf schwarz => transparent jeweils vom linken und vom rechten Rand des Rechteckes zur Mitte. In eine weitere Ebene kam der Glanz: ein bilinearer Farbverlauf weiß => transparent von der Mitte des Rechteckes nach aussen. Die Deckkraft der beiden Ebenen habe ich dann solange ausgeregelt, bis das obige Ergebnis stand.
Eine Kugel ist ähnlich leicht zu realisieren: eine kreisförmige Auswahl wird mit der gewünschten Grundfarbe gefüllt. Der Schatten wird mit einem Kreisförmigen Farbverlauf schwarz=>transparent von rechts unten über die Auswahl gelegt - das Zentrum dieses Farbverlaufes liegt dabei ausserhalb der Auswahl und die Auswahlgrösse reicht fast bis zum gegenüberliegenden Auswahlrand. Der Glanzpunkt ist ein radialer Farbverlauf weiss=>transparent - links oben innerhalb der Auswahl angesetzt bei einer Grösse von ca 1/3 der Auswahl.
Für der Donut wird zunächst eine ringförmige Auswahl benötigt - das geschieht am leichtesten damit, daß zunächst eine Kreisauswahl mit einer beliebigen Farbe gefült wird, anschliessend die Auswahl um n Pixel verkleinert wird und der Bereich gelöscht wird. Anschliessend wird der Bereich mit Rechtsklick -> Ebene -> Auswahl aus Alphakanal ausgewählt. Nun muss als Vordergrundfarbe die Ringfarbe ( im Beispiel: blau ) und als Hintergrundfarbe schwarz gewählt werden. Anschliessend wird die Auswahl mit einem Farbverlauf VG=>HG, Verlaufsart "Formangepasst, sphärisch" gefüllt. In einer neuen Ebene werden mit einem Farbverlauf weiß=>transparent, Verlaufsart "Formangepasst, sphärisch" die Glanzpunkte gesetzt und mit der Ebenentransparenz bei Bedarf angepasst.
Autor: (wm)











