Ein Hinweis zur Notation: in Gimp laufen fast alle Aktionen über Kontextmenus ( rechter Mausklick ). Solche Aktionen stelle ich im folgenden immer durch eine "Menukette" dar: ( Rechtsklick -> Auswahl aus Kontextmenu -> Auswahl aus Submenu -> Auswahl aus Sub-Submenu usw )Noch ein Hinweis: dieses Tutorial wendet sich an die etwas geübteren Gimp-Benutzer - es wird nicht jeder Schritt ausführlich erklärt...
Fangen wir an mit der Kugelform. In einer neuen, transparenten Ebene legen wir mit der Kreisauswahl den Grundriss fest. ( Durch gleichzeitiges Halten der CTRL- und der Shift-Taste wird ein gleichförmiger Kreis um den "Klickpunkt" gezogen.) Diese Auswahl füllen wir mit der gewünschten Hauptfarbe - hier ein helles Blau.
Einen ersten Glanzpunkt erzeugen wir durch Rechtsklick -> Filter -> Licht-Effekte -> Beleuchtung . Hier können wir unter dem Reiter Licht die Position des "Strahlers" einstellen. In meinem Beispiel sind die Koordinaten: x=1.00,y=-0.50,z=1.00
In einer neuen, transparenten Ebene fügen wir ein allgemeines Schimmern ein. Dazu wählen wir als Vordergrundfarbe weiß aus und aktivieren den Farbverlauf. In den Werkzeugeinstellungen wählen wir als Übergang "VG nach transparent" und als Farbverlauf "kreisförmig" aus. Den Startpunkt des Verlaufes legen wir in den Mittelpunkt der Grundfläche und den Endpunkt auf den Rand.Die Deckkraft dieser Ebene auf ca 60-65% reduzieren.
Um eine Licht-Reflektion an der Kugel-Oberseite zu simulieren, wird zunächst die Grundflächenebene gedoppelt. Die gesamte Grundfläche wird ausgewählt und mit weiß gefüllt. Mit dem Skalierwerkzeug wird diese weisse Fläche eiförmig zurechtgestaucht, daß etwa so wie oben aussieht. [Abbildung 5 - Das weiche Ei]
Dieses Ei wird jetzt mit dem Gaußschen Weichzeichner mit einem Radius von 10 weichgezeichnet.
Der Ebenenmodus wird auf "Überlagern" gesetzt und die Ebenendeckkraft auf 40-45% heruntergeregelt.
um Rämlichkeitswirken fehlt noch der Schatten. Dazu wird wieder auf die Grundflächen-Ebene gewechselt und die Grundfläche ausgewählt. Anschliessend wird zunächst mit Rechtsklick -> Script-Fu -> Schatten -> Schlagschatten Der Kugelschatten erzeugt. Da unser Lichtspot von rechts oben kommt, sollten die Koordinaten ungefähr so aussehen: Versatz-x: -3, Versatz-y: 3, Weichzeichner-Radius: 15, Farbe schwarz. Die Deckkraft sollte ca 50% betragen. Achtung: Größenänderung zulassen deaktivieren!
Nun soll unsere Kugel ja eine Glaskugel darstellen. Und eine Glaskugel lässt eine gewisse Lichtmenge gefiltert durch. Dazu öffnen wir noch einmal den Schlagschatten-Dialog und ändern die Parameter wie folgt: Versatz-x:-5, Versatz-y: 5, Weichzeichner-Radius: 25, Deckkraft: 80%, Farbe: Blau ( Wert: 1.00 ). Ein minimaler, aber wie ich finde, wirkungsvoller Unterschied...
Interessant wirkt auch eine Spiegelung auf unserer Kugel. Dazu kopieren wir uns ein entsprechendes Motiv, wählen - wieder einmal - unsere Grundfläche aus und fügen mit Rechtsklick -> Einfügen -> in Auswahl einfügen in einer neuen Ebene das Motiv ein. Der Vorteil des "in die Auswahl einfügen": man kann das Motiv noch passend zurechtschieben, bevor man die Ebene verankert. Diese "Spiegelungs"-Ebene sollte direkt über der Grundflächenebene, also unterhalb der Effektebenen liegen.
Noch ziemlich flach, oder? Bei aktivierter Auswahl starten wir mit Rechtsklick -> Filter -> Glass-Effekte -> Lupeneffekt den - richtig ;-) - Lupeneffekt. Der Brechungsindex wird auf 1.30 eingestellt. Die Ebenendeckkraft setzen wir anschliessend auf 20% zurück.
Da - rein optisch - Spieglungen nie bis zum Aussenrand der Kugel reichen, blenden wir den Rand aus. Dazu fügen wir der Spiegelungsebene eine Ebenenmaske hinzu ( im Ebenenfenster ein Rechtsklick auf das entsprechende Ebenensymbol -> Ebenenmaske hinzufügen -> weiß ( volle Deckkraft ). Als Pinsel wählen wir einen großen, weichen Rundpinsel ( Fuzzy 19 zB ) und als Vordergrundfarbe Schwarz. Mit dieser Konstellation fahren wir in der Ebenenmaske die Auswahl nach (Rechtsklick -> Bearbeiten -> Nachfahren).
Autor: (wm)
















