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TP Portal > Usability > Usability - Das Erfolgskonzept Teil I

Usability - Das Erfolgskonzept Teil 1

Um eine Website erstellen zu können, muss man ein solches Projekt in der Gesamtumgebung sehen. Eine Seite, erstellt auf der Grundlage zusammenhangsloser Wissensfakten, bringt oft gar nichts. Also wird hier erst einmal auf das Grundproblem des Webdesigns eingegangen.

1. Grundproblem Webdesign

1.1 Das Internet

Das Internet ist ein Rechnerverbund mit verschiedenen Diensten. Mit diesem Hilfsmittel können viele Millionen Menschen z.B. im WWW miteinander kommunizieren. Der Vorteil des weltweiten Zugriffs auf Wissen und Informationen steht dem Nachteil der schwierigen Benutzerführung in Web-Seiten gegenüber.

Einige dieser Nachteile haben ihre Ursache in den Systemvoraussetzungen der Surfer. Da der HTML-Code in ASCII-Zeichen zum Surfer übertragen wird und erst beim Benutzer von einem Programm interpretiert in ein Layout umgesetzt werden kann, liegt es auch an der beim Surfer installierten Software, wie diese Seiten angezeigt werden. Auch die Hardware des Surfers spielt dabei  eine entscheidende Rolle.

1.2 Die Systeme und Software

Am bekanntesten sind die Betriebssysteme von Microsoft. Doch schon bei den verschiedenen Windows-Versionen gibt es Unterschiede hinsichtlich der installierten Browserversionen und der Datenverarbeitung. Somit auch bei der Anzeige und Verarbeitung vom HTML-Code.

Da Internetanwendungen seit Windows 95 unterstützt werden und die Entwicklung immer weiter geht, gibt es extreme Unterschiede bei der softwareseitigen Unterstützung. Noch größer wird der Unterschied, wenn man weitere Betriebssysteme wie zum Beispiel Linux oder auch das zur Zeit von Macintosh für den Applerechner vertriebene Mac OS X mit hinzuzieht. Leider konnten sich auch die Browserhersteller erst mit den letzten Versionen in der Verarbeitung und Darstellung der Seiten etwas annähern. Der existierende einheitliche HTML-Standard wurde bei älteren Browsergenerationen schlichtweg falsch interpretiert, womit es zu Darstellungsproblemen der Internetseiten kam.

Somit kommt es vor, dass Firmen für verschiedene Browser auch verschiedene Seitenversionen erstellen. Der Benutzer wird dann über eine Browserweiche zu der entsprechenden Version weitergeleitet. Diese Methode kann zwar das Problem fast lösen, doch ist damit auch ein erheblicher Mehraufwand mit enormen Mehrkosten verbunden.

Heutzutage sollte man bestrebt sein, mit einer Version die Darstellung der Seiten in allen Browsern annähernd gleich aussehen zu lassen. Dabei sollten alle gängigen Browser der letzten zwei Jahre die Seite richtig darstellen. Funktionseinbußen sind bei älteren Browsern hinnehmbar, jedoch sollten die Seiten auf jeden Fall richtig dargestellt werden. Vielen Leuten ist es nicht bekannt, dass die eigenen Betriebssysteme und Browser eine individuelle Einstellung zum Beispiel für Schriftgröße und Schriftart zulassen.

Bedient man sich dieser Einstellungen, kommt es zu einer noch größeren Spezialisierung von Vorgaben durch den Benutzer, und eine korrekte Darstellung der Seite wird weiter erschwert. Weiterhin kann es zu Problemen kommen, wenn der Benutzer die Funktion zur Verarbeitung von Java Script ausgeschalten hat. Es kommt oft vor, dass man zur komfortableren Bedienung einer Seite diese Scriptsprache mit zum Einsatz bringt. Sind diese Funktionen im Browser unterdrückt, kann der Surfer verschiedene Teile der Seite nicht sehen oder ausführen.

Man sollte also überlegen, ob man zum Beispiel die Navigationselemente einer Seite komplett auf Java Script aufbauen möchte oder besser nicht.

Browser-Plug-ins ermöglichen es, die Internetseiten dynamischer erscheinen zu lassen. Man kann zum Beispiel mit Flash Programmoberflächen erschaffen, die denen auf unserem Rechner installierten Programmen völlig gleich sind, und mit dem Java-Plug-in lassen sich die Navigationselemente ähnlich wie von unserem Rechner bekannte Baumstruktur — zum Auf- und Zuklappen — anordnen.

Der Vorteil dabei ist, dass den Entwicklern mehr Freiheit zur Gestaltung der Webseiten gegeben wird. Doch lassen einige Punkte so manchen Gestalter zögern, die innovativen Neuerungen einzusetzen.

Zum einen können auch so ein verbreitetes Plug-in wie Flash nur 90 % der Surfer nutzen, sei es durch ältere Browserversionen oder durch die Nichtinstallation des Flash-Plug-ins (nicht alle Nutzer könne selbst entscheiden, welche Programme auf den Rechnern installiert sind!). Zum anderen werden von diesen Plug-ins auch größere Datenmengen verarbeitet,  längere Downloadzeiten sind die Folge, was meist nicht im Interesse der Benutzer ist.

1.4 Monitore

Als kleinster gemeinsamer Nenner sollte bei Monitoren eine Auflösung von 800x600 als Standard betrachtet werden, da das auch heute noch für Laptops oft die höchste erreichbare Darstellung ist. Somit müssen die Seiten an dieses Format angepasst werden. Des Weiteren muss man beachten, dass ein Browserfenster ebenfalls einigen Raum am Rand der Pixelmatrix braucht. Somit ist eine Webseite auf eine Breite von 760 Pixeln zu optimieren.

Sollte eine Webseite für eine größere Auflösung ausgelegt sein, kann es zu Darstellungsproblemen kommen, seitliche Scrollbalken werden angezeigt, was einerseits als sehr unangenehm empfunden wird und andererseits das Betrachten der Seite erschwert. Daher sollte man dies vermeiden. Als ein besonderes einfache (und geradezu lächerliche) Lösung für das Problem hat sich dabei die Textinformation „Optimiert für 800x600“ herausgestellt. Man schließt damit einfach Benutzergruppen aufgrund der eigenen Unfähigkeit, plattformübergreifende Seiten zu erstellen, aus.

1.5 Persönliche Konfiguration

Vielen Leuten ist es nicht bekannt, aber die eigenen Betriebssysteme und Browser lassen eine individuelle Einstellung zum Beispiel von der Schriftgröße und Schriftart zu. Wird dieses benutzt, kommt es zu einer noch größeren Spezialisierung von Vorgaben durch den Benutzer, und eine korrekte Darstellung der Seite wird weiter erschwert.

1.6 Technische Voraussetzungen

Obwohl alle der bisher angesprochenen Aspekte beachtet werden, kann es bei einer Veröffentlichung der Seiten zur Nichtakzeptanz kommen. Grund dafür sind die Übertragungsraten und die User. Die Downloadzeit der Seite ist dabei ausschlaggebend. Die Kosten für die Übertragung der Daten werdendem Benutzer meist auf Minutenbasis in Rechnung gestellt, somit sind für  ihn längere Wartezeiten mit Kosten verbunden.

Alles klar? Mit Sicherheit. Allen war das hier Beschriebene schon bewusst (es ist ja auch nichts Neues), und trotzdem machen wir immer wieder die gleichen Fehler. Wir sehen nur unser System und vergessen, auch die anderen User in unsere Site-Entwicklung mit einzubeziehen.

Im nächsten Artikel gibt es noch ein wenig Theorie, wir kommen zur Übermittlung von Informationen am Monitor und Wahrnehmungsfähigkeiten von Menschen

zur Übersicht >>>>

Autor: Nico Lange

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